Quellen der Menschheit

Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 16

Anuvāka 3 Mantras und Verse beim Graben des Feuers und beim Einsetzen des Feuertopfes (Ukhā) in die Grube.

devasya tvā savituḥ prasave 'śvinor bāhubhyāṃ pūṣṇo hastābhyāṃ pṛthivyās sadhasthe agniṃ purīṣyam aṅgirasvat khanāmi

Auf des Gottes Savitṛ Antrieb, mit den Armen der Aśvin, mit den Händen des Pūṣan grabe ich an der Sitzstätte der Erde das Feuer, das im Erdreich wohnt, nach Art der Aṅgiras.

jyotiṣmantaṃ tvāgne supratīkam

Dich, Agni, den Lichtreichen, Schönantlitzigen,

ajasreṇa bhānunā dīdyatam

der du mit unversiegendem Strahl leuchtest,

śivaṃ prajābhyo ahim̐santaṃ pṛthivyās sadhasthe | agniṃ purīṣyam aṅgirasvat khanāmi ‖

gnädig für die Geschöpfe, ohne zu schädigen, an der Sitzstätte der Erde: das Feuer, das im Erdreich wohnt, grabe ich nach Art der Aṅgiras.

apāṃ pṛṣṭham asi yonir agnes samudram abhitaḥ pinvamānam |

Der Rücken der Wasser bist du, der Schoß Agnis, das Meer, das ringsum anschwillt.

vardhamāno mahām̐ ā ca puṣkare divo mātrayā variṇā prathasva ‖

Wachsend, groß, breite dich aus im Lotos(teich) [?] mit dem Maß des Himmels, mit der Weite.

śarma ca stho varma ca stho acchidre bahule ubhe |

Schutz seid ihr und Panzer seid ihr, beide ohne Lücke, dicht,

vyacasvatī saṃvasāthāṃ bhartam agniṃ purīṣyam ‖

geräumig; wohnt zusammen und tragt das Feuer, das im Erdreich wohnt.

saṃvasāthām̐ svarvidau samīcī urasā tmanā |

Wohnt zusammen, ihr Lichtfinderinnen, vereint, mit Brust und mit Selbst,

agnim antar bhariṣyantī jyotiṣmantam ajasram it ‖

das Feuer im Innern tragend, das lichtreiche, unversiegende.

purīṣyo 'si viśvabharāḥ ‖

Du bist der im Erdreich Wohnende, der Allträger.

atharvā tvā prathamo niramanthad agne ‖

Atharvan hat dich als erster herausgequirlt, Agni.

tvām agne puṣkarād adhy atharvā niramanthata |

Dich, Agni, hat Atharvan aus dem Lotos herausgequirlt,

mūrdhno viśvasya vāghataḥ ‖

aus dem Haupt des Alls, der Opferer(?) [?].

tam u tvā dadhyaṅṅ ṛṣiḥ putra īdhe atharvaṇaḥ |

Ebenso hat dich Dadhyañc, der Seher, der Sohn des Atharvan, entzündet,

vṛtrahaṇaṃ puraṃdaram ‖

den Vṛtra-Töter, den Burgenbrecher.

tam u tvā pāthyo vṛṣā samīdhe dasyuhantamam |

Ebenso hat dich Pāthya, der Bulle, entzündet, den besten Töter der Dasyus,

dhanaṃjayaṃ raṇeraṇe ‖

den Beutegewinner in jedem Kampf.

sīda hotas sva u loke cikitvān sādayā yajñam̐ sukṛtasya yonau |

Setz dich, Hotṛ, an deinen eigenen Ort, wissend, und setze das Opfer in den Schoß des Wohlgetanen.

devāvīr devān haviṣā yajāsy agne bṛhad yajamāne vayo dhāḥ ‖

Götterfreund, opfere den Göttern mit der Opfergabe, Agni; verleihe dem Opferherrn hohe Lebenskraft.

ni hotā hotṛṣadane vidānas tveṣo dīdivām̐ asadat sudakṣaḥ |

Der Hotṛ hat sich niedergesetzt am Sitz des Hotṛ, wissend, flammend, leuchtend, sehr geschickt,

adabdhavratapramatir vasiṣṭhas sahasraṃbharaś śucijihvo agniḥ ‖

Agni, dessen Gebote unverletzlich, dessen Fürsorge unerschütterlich [?], der Beste an Reichtum, Tausendträger, mit reiner Zunge.

sam̐sīdasva mahām̐ asi śocasva devavittamaḥ |

Setz dich nieder; groß bist du; flamme, du bester Götterfinder.

vi dhūmam agne aruṣaṃ vivigdhi sṛja praśasta darśatam ‖

Den rötlichen Rauch, Agni, treibe auseinander, entsende ihn, du Gepriesener, den Sehenswerten.

janiṣṭa hi jenyo agre ahnām̐ hito hiteṣv aruṣo vaneṣu |

Denn geboren ist der Edle, am Anfang der Tage, eingesetzt unter den Eingesetzten, rötlich in den Hölzern;

damedame sapta ratnā dadhāno 'gnir hotā niṣasādā yajīyān ‖

in jedem Haus sieben Kleinode tragend, hat sich Agni als Hotṛ, der beste Opferer, niedergesetzt.