Quellen der Menschheit

Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 16

Anuvāka 9 Verse an Agni: seine dreifache Geburt, seine Erhebung und Wirkung.

divas pari prathamaṃ jajñe agnir asmad dvitīyaṃ pari jātavedāḥ |

Vom Himmel her wurde Agni zum ersten Mal geboren, zum zweiten Mal aus uns her Jātavedas;

tṛtīyam apsu nṛmaṇā ajasram indhāna enaṃ janate svādhīḥ ‖

zum dritten Mal in den Wassern; der Männerfreund, unversiegend, entzündet, ihn erzeugt der Wohlgesinnte [?].

vidmā te agne tredhā trayāṇi vidmā te sadma vibhṛtaṃ purutrā |

Wir kennen, Agni, deine dreimal drei [Formen]; wir kennen deinen Sitz, vielfach verteilt;

vidmā tam utsaṃ yata ājagantha vidmā te nāma paramaṃ guhā yat ‖

wir kennen jenen Quell, von wo du gekommen bist; wir kennen deinen höchsten Namen, der verborgen ist.

samudre tvā nṛmaṇā apsv antar nṛcakṣā īdhe divo agna ūdhan |

Im Meer, in den Wassern hat dich der männerfreundliche, männerschauende [Priester] entzündet, Agni, im Euter des Himmels;

tṛtīye tvā rajasi tasthivām̐sam ṛtasya yonau mahiṣā ahinvan ‖

als du im dritten Raum standest, im Schoß der Ordnung, haben die Gewaltigen dich angetrieben.

akrandad agnis stanayann iva dyauḥ kṣāmā rerihad vīrudhas samañjan |

Agni hat geschrien wie der donnernde Himmel, die Erde beleckend, die Gewächse salbend;

sadyo jajñāno vi hīm iddho akhyad ā rodasī bhānunā bhāty antaḥ ‖

sofort geboren, entzündet, hat er alles erhellt; die beiden Welten erfüllt er mit seinem Strahl, im Innern scheint er.

uśik pāvako aratis sumedhā martyeṣv agnir amṛto nidhāyi |

Der Begehrende, der Läuternde, der Wandernde [?], der Einsichtsvolle: Agni, der Unsterbliche, ist unter den Sterblichen niedergelegt worden.

iyarti dhūmam aruṣo bharibhrad uc chukreṇa śociṣā dyām inakṣan ‖

Er lässt den Rauch aufsteigen, der rötliche, tragend [?], mit hellem Glanz den Himmel erreichend.

śrīṇām udāro dharuṇo rayīṇāṃ manīṣāṇāṃ prārpaṇas somagopāḥ |

Der Freigebige der Pracht, der Halter der Reichtümer, der Antreiber der Gedanken, der Somahüter,

vasus sūnus sahaso apsu rājā vibhāty agra uṣasām idhānaḥ ‖

der Vasu, der Sohn der Kraft, der König in den Wassern, leuchtet zu Beginn der Morgenröten, entzündet.

viśvasya jajñe bhuvanasya rājā rodasī apṛṇāj jāyamānaḥ |

Er wurde geboren als König der ganzen Welt; die beiden Welten füllte er, als er geboren wurde.

vīḍuṃ cid adrir abhinat parāyañ janā yad agnim ayajanta pañca ‖

Sogar das Feste spaltete der Fels, als er davonging, als die fünf Stämme Agni verehrten.

yas te adya kṛṇavad bhadraśoce 'pūpaṃ deva ghṛtavantam agne |

Wer dir heute, Agni, mit gutem Glanz, Gott, einen Opferkuchen mit Schmelzbutter bereitet,

pra taṃ naya prataraṃ vasyo acchābhi dyumnaṃ devahitaṃ yaviṣṭhya ‖

den führe hin zu noch weiterem Besseren, zu göttergesetzter Herrlichkeit, Jüngster.

ā taṃ bhaja sauśravaseṣv agna uktha ābhaja śasyamāne |

Lass ihn teilhaben, Agni, an Ruhmestaten, bei dem gesprochenen Preislied lass ihn teilhaben.

priyas sūrye priyo agnā bhavāty uj jātena bhinadad uj janitvaiḥ ‖

Lieb wird er in der Sonne, lieb im Feuer sein; er durchbricht mit dem, was geboren ist, mit dem, was zu gebären ist [?].

dṛśāno rukma urviyā vyadyaud durmarṣam āyuś śriye rucānaḥ |

Sichtbar, ein goldener Schmuck, hat er weithin aufgeleuchtet, schwer zu ertragen, ein Leben, zur Pracht erstrahlend [?].

agnir amṛto abhavat sahobhir yad enaṃ dyaur ajanayat suretāḥ ‖

Agni wurde unsterblich durch seine Kräfte, als der Himmel, der gut Samen Tragende, ihn erzeugte.

tvām agne yajamānā anu dyūn viśvā vasu dadhire vāryāṇi |

Dich, Agni, haben die Opferherren Tag für Tag alle Güter und Erwünschtes verdankt [?] (haben sie sich zum Geber gesetzt).

tvayā saha draviṇam icchamānā vrajaṃ gomantam uśijo apavran ‖

Mit dir zusammen, Reichtum wünschend, haben die Begehrenden den rinderreichen Pferch aufgeschlossen.