yad asya pāre rajasaś citraṃ jyotir ajāyata |
Das bunte Licht, das jenseits dieses Luftraums entstanden ist,
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 16
yad asya pāre rajasaś citraṃ jyotir ajāyata |
Das bunte Licht, das jenseits dieses Luftraums entstanden ist,
tan naḥ parṣad ati dviṣo 'gne vaiśvānara dyumat ‖
das möge uns über die Feinde hinübertragen, o Agni Vaiśvānara, das leuchtende.
asunvantam ayajamānam iccha stenasyetyāṃ taskarasyānvihi |
Suche den, der nicht presst und nicht opfert; geh dem Weg des Diebes, dem Räuber nach.
anyam asmad iccha sā ta ityā namo devi nirṛte tubhyam astu ‖
Suche einen anderen als uns; das sei dein Weg. Verehrung dir, göttliche Nirṛti.
yat te asmin ghora āsan juhomy eṣāṃ bandhānām avasarjanāya kam |
Was dir in diesem Furchtbaren im Mund war, das opfere ich, zur Lösung dieser Fesseln, zum Wohl [?].
yāṃ tvā jano bhūmir iti pramandate nirṛtir iti tvāhaṃ pari veda viśvataḥ ‖
Dich, die die Leute als „Erde“ preisend erfreuen, kenne ich ringsum von allen Seiten als „Nirṛti“.
namas su te nirṛte tigmatejo 'yasmayaṃ viśṛtā bandham etam |
Verehrung dir, Nirṛti, du Scharfglänzende; diese eiserne Fessel, löse sie [?].
yamena tvaṃ yamyā saṃvidānottame nāke adhi rohayainam ‖
Du, einig mit Yama und Yamī, lass ihn im höchsten Himmelsraum hinaufsteigen.
yaṃ te devī nirṛtir ābabandha pāśaṃ grīvāsv avicartyam |
Die Schlinge, die dir die göttliche Nirṛti um den Nacken gebunden hat, die nicht zu lösende,
taṃ te viṣyāmy āyuṣo nu madhye 'dhā viṣitaḥ pitumad dhi pramuktaḥ ‖
die löse ich dir mitten im Leben; nun gelöst, bist du befreit, mit Nahrung versehen [?].
niveśanas saṃgamano vasūnāṃ viśvā rūpābhicaṣṭe śacībhiḥ |
Der Ruheplatz, der Sammler der Güter, überschaut mit seinen Kräften alle Gestalten;
deva iva savitā satyadharmendro na tasthau samare pathīnām ‖
wie der Gott Savitṛ, dessen Ordnung wahr ist, ist er wie Indra im Zusammentreffen der Wege stehen geblieben.
sīrā yuñjanti kavayo yugā vitanvate pṛthak |
Die Pflüge schirren die Seher an, die Joche breiten sie auseinander,
dhīrā deveṣu sumnayā ‖
die Weisen, auf Gunst bei den Göttern bedacht.
yunakta sīrā vi yugā tanota kṛto yonir vapateha bījam |
Schirrt die Pflüge an, breitet die Joche aus; der Schoß ist bereitet, streut hier den Samen.
girā ca śruṣṭis sabharā asan no nedīya it sṛṇyaḥ pakvam āyat ‖
Durch das Wort möge uns Gehorsam [?] samt reicher Last sein; näher zur Sichel möge das Reife kommen [?].
pūṣā yunaktu savitā yunaktu bṛhaspatis savitā devo agniḥ ‖
Pūṣan schirre an, Savitṛ schirre an, Bṛhaspati, der Gott Savitṛ, Agni.
śunam̐ suphālā vitudantu bhūmim̐ śunaṃ kīnāśā abhiyantu vāhaiḥ |
Glücklich sollen die guten Pflugscharen den Boden aufreißen, glücklich sollen die Pflüger mit den Zugtieren darüber hinfahren.
śunāsīrā havyajuṣṭiṃ juṣāṇedaṃ bījam avatam upyamānam ‖
Śuna und Sīra, an der Opfergabe Gefallen findend, fördert diesen Samen, der gesät wird.
lāṅgalaṃ pavīravam̐ suśevam̐ somapitsaru |
Der Pflug, mit Eisenspitze versehen, sehr heilbringend, mit dem Griff für den Somatrinker [?],
ud id vapati gām aviṃ prasthāvad rathavāhanam
wirft empor, sät Rind und Schaf, das Gespann mit Wagenzug,
prapharvyaṃ ca pīvarīm ‖
die kräftige Kuh und die fette Nährende [?].
ghṛtena sītā madhunā samajyatāṃ viśvair devair anumataṃ marudbhiḥ |
Mit Schmalz und Honig werde die Furche gesalbt, von allen Göttern gebilligt, von den Marut.
ūrjo bhāgaṃ madhumat pinvamānāsmān sīte payasābhyāvavṛtsva ‖
Den süßen Anteil an Kraft schwellend, wende dich uns zu, Furche, mit Milch.
vimucyadhvam aghnyā devayānā aganma tamasas pāram |
Lasst euch lösen, ihr Kühe, ihr göttergängigen; wir sind über die Finsternis hinausgelangt.
jyotir āpāma ‖
Das Licht haben wir erlangt.
kāmaṃ kāmadughe dhukṣva mitrāya varuṇāya ca |
Gib deinen Wunsch, o Wunschmelkende, dem Mitra und dem Varuṇa,
indrāyāśvibhyāṃ pūṣṇe prajābhya oṣadhībhyaḥ ‖
dem Indra, den beiden Aśvin, dem Pūṣan, den Geschöpfen, den Pflanzen.