Quellen der Menschheit

Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 16

Anuvāka 2 Verse an Agni und das Ross beim Suchen und Ausgraben des Feuers.

anv agnir uṣasām agram akhyad anv ahāni prathamo jātavedāḥ |

Agni hat den Anfang der Morgenröten nachgeschaut, der erste Jātavedas den Tagen nach;

anu sūryasya purutrā ca raśmīn anu dyāvāpṛthivī ātatantha ‖

den Strahlen der Sonne nach, vielfach verteilt, hast du Himmel und Erde entlang ausgespannt.

āgatya vājy adhvānam̐ sarvā mṛdho vidhūnute |

Das Ross, den Weg zurückgelegt, schüttelt alle Feinde ab;

agnim̐ sadhasthe mahati cakṣuṣā nicikīṣate ‖

das Feuer will es am großen Sitzplatz mit dem Auge erspähen.

ākramya vājin pṛthivīm agnim iccha rucā tvam |

Die Erde beschreitend, Rosshengst, suche du das Feuer mit dem Glanz;

bhūmyā vṛtvāya no brūhi yataḥ khanema taṃ vayam ‖

nachdem du die Erdstelle ausgewählt hast, sage uns, von wo wir ihn ausgraben sollen.

dyaus te pṛṣṭhaṃ pṛthivī sadhastham ātmāntarikṣam̐ samudro yoniḥ |

Der Himmel ist dein Rücken, die Erde dein Sitz, der Luftraum dein Selbst, das Meer dein Schoß.

vikhyāya cakṣuṣā tvam abhitiṣṭha pṛtanyataḥ ‖

Nachdem du mit dem Auge Ausschau gehalten hast, tritt du die Kampfgegner nieder.

utkrāma mahate saubhagāyāsmād āsthānād draviṇodā vājin |

Schreite hinaus zu großem Glück von diesem Standort, du Güterspender, Rosshengst.

vayam̐ syāma sumatau pṛthivyā agniṃ khananta upasthe asyāḥ ‖

Wir wollen in der Gunst der Erde sein, das Feuer grabend im Schoß dieser da.

udakramīd draviṇodā vājy arvākas su lokam̐ sukṛtaṃ pṛthivyāḥ |

Hinausgeschritten ist der Güterspender, das Ross, hierher zu uns, zu der guten, wohlgemachten Stätte der Erde.

tataḥ khanema supratīkam agnim̐ svo ruhāṇā adhi nāka uttame ‖

Von da wollen wir das schönantlitzige Feuer graben, zum Licht aufsteigend, auf dem höchsten Himmelsgewölbe.

jigharmy agniṃ manasā ghṛtena pratikṣiyantaṃ bhuvanāni viśvā |

Ich entzünde [?] Agni mit dem Geist und mit Schmelzbutter, ihn, der allen Wesen gegenüber wohnt,

pṛthuṃ tiraścā vayasā bṛhantaṃ vyaciṣṭham annaṃ rabhasaṃ vidānam ‖

den Breiten, quer sich Erstreckenden, an Lebenskraft Großen, den Ausgedehntesten, Speise, den Ungestümen, den Findenden [?].

ā tvā jigharmi vacasā ghṛtenārakṣasā manasā taj juṣethāḥ |

Dich entzünde ich mit dem Wort, mit Schmelzbutter; mit unfeindseligem [?] Sinn magst du dies genießen.

maryaśrīs spṛhayadvarṇo agnir nābhidhṛṣe tanvā jarhṛṣāṇaḥ ‖

Agni, dessen Pracht Männern gilt, von begehrenswerter Farbe, ist in seinem Leib nicht anzugreifen, sich freudig erregend [?].

pari vājapatiḥ kavir agnir havyāny akramīt |

Rings hat Agni, der Herr der Stärke, der Seher, die Opfergaben umschritten,

dadhad ratnāni dāśuṣe ‖

dem Opfernden Kleinode verleihend.

pari tvāgne puraṃ vayaṃ vipram̐ sahasya dhīmahi |

Um dich, Agni, als Burg [?] wollen wir dich, den weisen, kraftvollen Sänger [?], umsetzen [?] [Anm.: dhīmahi hier nach pari-dhā; unsicher];

dhṛṣadvarṇaṃ divedive hantāraṃ bhaṅgurāvatām ‖

den kühn Gefärbten, Tag für Tag, den Töter der Zerbrechlichen [?].

tvam agne dyubhis tvam āśuśukṣaṇis tvam adbhyas tvam aśmanas pari |

Du, Agni, aus den Himmelstagen, du der schnell Leuchtende, du aus den Wassern, du aus den Steinen ringsher,

tvaṃ vanebhyas tvam oṣadhībhyas tvaṃ nṛbhyo nṛmaṇo jāyase śuciḥ ‖

du aus den Wäldern, du aus den Pflanzen, du aus den Männern, Männerfreund, wirst du geboren, rein.