Quellen der Menschheit

Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 35

Anuvāka 14 Verse an Agni, der Feinde und Unbill verbrennt; Beschreibung der Flamme, die Bäume ergreift.

apsv agne ‖

„In den Wassern, Agni“ [Anm.: Spruchanfang, nur angedeutet].

tapo ṣv agne antarām̐ amitrān tapā śam̐sam araruṣaḥ parasya |

Brenne, Agni, die inneren Feinde, brenne den Fluch des Geizigen, des Fremden;

tapo vaso cikitāno acittān vi te tiṣṭhantām ajarā ayāsaḥ ‖

brenne, Guter, als Wissender die Unwissenden; sie sollen sich zerstreuen, deine alterslosen Flammen [?].

yo nas sanutyo abhidāsad agne yo antaro mitramaho anuṣyāt |

Wer uns verborgen schädigt, Agni, wer als Innerer, du Freundesgroßer, nachstellt,

tam ajarebhir vṛṣabhis tava svais tapā tapiṣṭha tapasā tapasvān ‖

den brenne mit deinen alterslosen Stieren, deinen eigenen, du Heißester, mit Glut, du Glühender.

sa smā kṛṇotu ketum ā naktaṃ cid dūra ā sate |

Er soll ein Zeichen machen, auch nachts, (für den) ferne Sitzenden;

pāvako yad vanaspatīn pra smā mināty ajaraḥ ‖

wenn er, der Läuternde, alterslos, die Bäume angreift [?].

nahi te agne tanvaḥ krūram ānāśa martaḥ |

Denn nicht hat ein Sterblicher, Agni, das Grausame deines Leibes erreicht;

kapir babhasti tejanam̐ svaṃ jarāyu gaur iva ‖

der Affe [Anm.: hier vielleicht Bild für das Flackern des Feuers] verschlingt das Schilfrohr, wie eine Kuh ihre eigene Nachgeburt [?].

meṣa iva yad upa ca vi ca carvati yad apsaradrūr uparasya khādati |

Wie ein Widder, wenn er hin und her kaut, wenn der Gestaltwandler [?] das Untere verzehrt,

śīrṣṇā śiro vakṣasā vakṣa ejayann am̐śuṃ babhasti haritebhir āsabhiḥ ‖

Kopf an Kopf, Brust an Brust erschütternd, verschlingt er den Halm mit gelblichen Mäulern [?].

suparṇā vācam akratopa dyavy ākhare kṛṣṇā iṣirā anartiṣuḥ |

Die Vögel haben (ihre) Stimme erhoben, am Himmel, in der Grube [?]; die schwarzen, regen tanzten;

nyaṅ niyanty uparasya niṣkṛtaṃ purū reto dadhire sūryaśvitaḥ ‖

abwärts gehen sie in den Ort des Unteren [?]; viel Samen haben sie getragen, die sonnenhellen [?].