pṛthivi vibhūvari sinīvāly uraṃdha ācitte manas te bhuvo vivaste
Erde, Weitreichende, Sinīvālī, Freigebige [?]; „Sinnend ist dein Geist“ [Anm.: Anfang einer Formel, unsicher], du Wesen [?], Leuchtende [?];
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 35
pṛthivi vibhūvari sinīvāly uraṃdha ācitte manas te bhuvo vivaste
Erde, Weitreichende, Sinīvālī, Freigebige [?]; „Sinnend ist dein Geist“ [Anm.: Anfang einer Formel, unsicher], du Wesen [?], Leuchtende [?];
ya ūrmir haviṣya indriyāvāṃs taṃ va ṛdhyāsam
„welche Woge des Opfergusses Kraft besitzt, die möge ich euch gelingen lassen“ [?];
somasyājyam asi haviṣo havir jyotiṣo jyotis
des Soma Opferschmalz bist du, der Opfergabe Opfergabe, des Lichts Licht;
viśveṣāṃ devānāṃ bhāgadheyīs stha
ihr seid der Anteil aller Götter;
devavītaye vo gṛhṇāmi ‖
zum Götterschmaus nehme ich euch.
saṃ vas siñcantu marutas saṃ pūṣā saṃ dhātā
Euch sollen die Maruts begießen, Pūṣan, Dhātṛ,
sam indras saṃ bṛhaspatiḥ | saṃ vo 'yam agnis siñcatu
Indra, Bṛhaspati; euch soll dieser Agni begießen [?],
prajayā ca dhanena ca | āyuṣmantaṃ kṛṇota mā ‖
mit Nachkommenschaft und mit Reichtum; macht mich langlebig.
māndā vaśāḥ ‖
Erfreuende, Gebietende [?] (sind) die (Wasser).
āpo devīr ghṛtam id āpa āsann agnīṣomau bibhraty āpa it tāḥ |
Die göttlichen Wasser waren nichts anderes als Schmalz; Agni und Soma tragen die Wasser, sie allein;
tīvro raso madhupṛcām araṃgama ā mā prāṇena saha varcasā gan ‖
scharf ist der Saft der Honigmischenden, er ist voll zur Genüge; er komme zu mir mit Atem und Lebenskraft [?].
ād it paśyāmy uta vā śṛṇomy ā mā ghoṣo gacchati vāṅ na āsām |
Sogleich sehe ich (sie) oder höre ich (sie); zu mir kommt der Klang, aber eine Stimme (kommt) nicht von ihnen [?];
mene bhejāno amṛtasya tarhi hiraṇyavarṇā atṛpaṃ yadā vaḥ ‖
Ich dachte (nur), am Unsterblichen teilzuhaben, damals, ihr Goldfarbenen, als ich mich an euch nicht satt trank [?].
sam anyā yanty upa yanty anyās samānam ūrvaṃ nadyaḥ pṛṇanti |
Die einen strömen zusammen, die anderen strömen herzu; dasselbe Becken füllen die Flüsse;
tam ū śucim̐ śucayo dīdivām̐sam apāṃ napātaṃ paritasthur āpaḥ ‖
ihn, den Lichten, strahlend Leuchtenden, den Sohn der Wasser, umstehen die lichten Wasser.
āpo hi ṣṭhā mayobhuvas tā na ūrje dadhātana |
Denn ihr Wasser seid Wohlgedeihen-Schaffende; ihr, gebt uns Stärkung;
mahe raṇāya cakṣase ‖
zu großer Freude und zum Schauen.
yo vaś śivatamo rasas tasya bhājayateha naḥ |
Den heilvollsten Saft von euch, lasst uns hier daran teilhaben,
uśatīr iva mātaraḥ ‖
wie liebende Mütter.
tasmā araṃ gamāma vo yasya kṣayāya jinvatha |
Zu dem möchten wir euch genugsam gelangen, zu dessen Wohnsitz ihr erquickt;
āpo janayathā ca naḥ ‖
ihr Wasser, lasst uns auch zeugen [?].
sa īṃ vṛṣā janayam̐s tāsu garbham̐ sa īm̐ śiśur dhayati taṃ rihanti |
Er, der Stier, zeugt in ihnen den Keim; er, das Kind, saugt, sie lecken ihn;
so apāṃ napād ūrjayann apsv antar vasudheyāya vidhate vibhāti ‖
er, der Sohn der Wasser, in den Wassern Kraft stärkend, leuchtet dem Verehrer zur Verleihung von Gut.
iha gāvaḥ prajāyadhvam ihāśvā iha pūruṣāḥ |
Hier, ihr Kühe, vermehrt euch; hier die Rosse, hier die Männer;
iho sahasradakṣiṇo rāyas poṣaḥ prajāyatām ‖
hier auch soll der mit tausendfachem Opferlohn (Begabte), die Fülle des Reichtums, sich mehren.
ayaṃ yajño vardhatāṃ gobhir aśvair iyaṃ vedis svapatyā suvīrā |
Dies Opfer wachse an Kühen und Rossen, diese Vedi (wachse) an guter Nachkommenschaft, reich an Helden;
idaṃ barhir ati barhīm̐ṣy anyemaṃ yajñaṃ viśve avantu devāḥ ‖
dieses Barhis (übertreffe) andere Barhis; dies Opfer sollen alle Götter fördern.
sa ā dame sudughā yasya dhenus svadhāṃ pīpāya subhv annam atti |
Er, in dessen Haus die Milchkuh gut zu melken ist, sie ließ Labsal anschwellen; die Schöne verzehrt Speise;
so apāṃ napād anabhimlātavarṇo 'nyasyeveha tanvā viveṣa ‖
der Sohn der Wasser, von unverwelkter Farbe, tritt hier (in ein Wesen) wie in den Leib eines anderen [?].