Quellen der Menschheit

Suśruta-Saṃhitā · Chikitsasthana

Adhyāya 25: miśrakacikitsitaṃ Gemischte Behandlung der Ohrleiden

Das fünfundzwanzigste Kapitel trägt den Titel „gemischte Behandlung" und beginnt mit den vier traumatischen Ohrläppchenerkrankungen *paripoṭaka*, *utpāta*, *unmantha* und *parilehī*, die durch das Dehnen des Ohrläppchens beim Tragen schweren Schmucks entstehen und nach dem gewohnten Doṣa-Schema mit Ölmassagen, Übergießungen und Bestreichungen behandelt werden. Der überwiegende Teil des Kapitels jedoch wendet sich, dem Titel „gemischt" entsprechend, kosmetischen und verjüngenden Rezepturen zu: aufwendig zubereitete, in eisernen Gefäßen gereifte Öle gegen graues Haar und Haarausfall, ein für Könige und Frauen bestimmtes Gesichtsghī gegen Pigmentflecken und Falten sowie ein fürstlicher Körperschmuck-Balsam (*aṅgarāga*). Botanisch treten dabei unter anderem Bhṛṅgarāja, Triphalā, Indigo und Mineralien wie Kāsīsa und Antimon (*añjana*) hervor. Das Kapitel verbindet damit chirurgisch-therapeutische Ohrenheilkunde mit einem Abschnitt kosmetischer Rasāyana-Rezepturen, wie sie sonst eher im höfischen Kontext erwartet werden.

DIE VIER OHRLÄPPCHENERKRANKUNGEN (KARṆAPĀLĪ) (Vers 3–13, 16–22)
NameUrsacheMerkmale / Behandlung
paripoṭakavātaschwärzlich-rötliche, verhärtete, schmerzhafte Schwellung mit Blasenbildung; Öl mit Khara-mañjarī, Süßholz, Steinsalz, Devadāru
utpātaBlut und pittarötliche, brennende, eiternde Schwellung; Öl mit Mañjiṣṭhā, Sesam, Süßholz, Sārivā und saurem Getreidewasser
unmanthakapha und vātaSchwellung mit zunehmendem Schmerz und Juckreiz durch gewaltsames Ohrweiten; Öl mit Palmblattwurzel, Aśvagandhā, Arka, Bākucī
parilehīkapha, Blut und Mikroorganismensenfkorngroße, nässende, sich „beleckend“ ausbreitende Pusteln mit Juckreiz und Brennen; Bähen, Kuhdung-Auflage, Öl mit Viḍaṅga/Trivṛt/Śyāmā/Arka
Diese Leiden entstehen, wenn das Ohrläppchen durch schweren Schmuck plötzlich überdehnt wird; unbehandelt schädigen sie das Ohrläppchen dauerhaft (Vers 4, 12).

athāto miśrakacikitsitaṃ vyākhyāsyāmaḥ

Nun wollen wir die *miśrakacikitsita* (gemischte Behandlung der Ohrenkrankheiten) erläutern.

yathovāca bhagavān dhanvantariḥ

So, wie es der erhabene Dhanvantari verkündet hat.

pālyāmayāstu visrāvyā ityuktaṃ prāṅnibodha tān paripoṭastathotpāta unmantho duḥkhavardhanaḥ

Die entleerungsbedürftigen Krankheiten des Ohrläppchens (*karṇapālī*, Ohrläppchen) wurden bereits genannt; vernimm sie nun im Einzelnen: *paripoṭaka* (Blasenbildung), ferner *utpāta* und *unmantha*, das zunehmenden Schmerz bereitet,

pañcamaḥ parilehī ca karṇapālyāṃ gadāḥ smṛtāḥ saukumāryāccirotsṛṣṭe sahasā'bhipravardhite

und als fünfte *parilehī* - dies sind die am Ohrläppchen bekannten Leiden, die entstehen, wenn dieses zart und lange unversehrt geblieben ist und dann plötzlich, etwa durch schwere Ohrringe, überdehnt wird.

karṇaśopho bhavet pālyāṃ sarujaḥ paripoṭavān kṛṣṇāruṇanibhaḥ stabdhaḥ sa vātāt paripoṭakaḥ

Entsteht am Ohrläppchen eine schmerzhafte Schwellung mit Blasenbildung, die schwärzlich-rötlich und verhärtet ist, so ist dies der durch *vāta* (Windprinzip, einen der drei Körpersäfte) verursachte *paripoṭaka*.

gurvābharaṇasaṃyogāttāḍanādgharṣaṇādapi śophaḥ pālyāṃ bhavecchyāvo dāhapākaruganvitaḥ

Durch das Tragen zu schweren Schmucks, durch Schlagen oder auch durch Reiben entsteht am Ohrläppchen eine bräunliche Schwellung, begleitet von Brennen, Eiterung und Schmerz.

rakto vā raktapittābhyāmutpātaḥ sa gado mataḥ balādvardhayataḥ karṇaṃ pālyāṃ vāyuḥ prakupyati

Ist sie rötlich, so entsteht dieses Leiden durch Blut und *pitta* (Feuerprinzip) zusammen - man nennt es *utpāta*. Dehnt man das Ohr gewaltsam, um es zu weiten, so gerät *vāta* am Ohrläppchen in Erregung

gṛhītvā sakaphaṃ kuryācchophaṃ tadvarṇavedanam unmanthakaḥ sakaṇḍūko vikāraḥ kaphavātajaḥ

und verbindet sich mit *kapha* (Schleimprinzip); dies verursacht eine Schwellung von entsprechender Farbe und Schmerzhaftigkeit: der von *kapha* und *vāta* hervorgerufene *unmantha*, der von Juckreiz begleitet ist.

vardhamāne yadā karṇe kaṇḍūdāharuganvitaḥ śopho bhavati pākaśca tvakstho'sauduḥkhavardhanaḥ

Wenn beim künstlichen Weiten des Ohres eine Schwellung mit Juckreiz, Brennen und Schmerz sowie eine in der Haut sitzende Eiterung entsteht, die zunehmenden Schmerz bereitet,

kaphāsṛkkṛmayaḥ kuryuḥ sarṣapābhā vikāriṇīḥ srāviṇīḥ piḍakāḥ pālyāṃ kaṇḍūdāharuganvitāḥ

so entstehen durch *kapha*, Blut und Würmer am Ohrläppchen senfkorngroße, sich verändernde, nässende Pusteln, die von Juckreiz und Brennen begleitet sind -

kaphāsṛkkṛmisaṃbhūtaḥ sa visarpannitastataḥ lihyāt saśaṣkuladyaṃ pāladyaṃ parilehīti sa smṛtaḥ

aus *kapha*, Blut und pathogenen Mikroorganismen entstanden, breitet sich dieses Leiden von da immer weiter aus, gleichsam das Ohrläppchen belecken; deshalb bezeichnet man es als *parilehī* (die „Beleckende“).

pālyāmayā hyamī ghorā narasyāpratikāriṇaḥ mithyāhāravihārasya pāli hiṃsyurupekṣitāḥ

Diese Krankheiten des Ohrläppchens sind furchtbar und schwer zu behandeln; werden sie vernachlässigt, so schädigen sie bei einem Menschen mit falscher Ernährung und falscher Lebensweise das Ohrläppchen dauerhaft.

tasmādāśu bhiṣak teṣu snehādikramamācaret tathā'bhyaṅgaparīṣekapradehāsṛgvimokṣaṇam

Deshalb soll der Arzt bei ihnen rasch die Behandlung mit öligen Mitteln (*sneha*, ölige Präparate) beginnen, sowie mit Ölmassage, Übergießungen, Auflagen und Aderlass fortfahren.

sāmānyato viśeṣācca vakṣyāmyabhyañjanaṃ prati kharamañjariyaṣṭyāhvasaindhavāmaradārubhiḥ

Ich werde nun sowohl allgemein als auch im Einzelnen über die Ölmassage (*abhyañjana*, Ölmassage) sprechen: Mit Khara-mañjarī, Süßholz (*yaṣṭyāhva*), Steinsalz (*saindhava*) und Deodar-Holz,

supiṣṭaiḥ sāśvagandhaiśca mūlakāvalgujaiḥ phalaiḥ sarpistailavasāmajjamadhūcchiṣṭāni pācayet

fein zerrieben, zusammen mit Aśvagandhā, Rettich und den Früchten der Avalgujā, koche man Ghī, Öl, Fett und Bienenwachs;

sakṣīrāṇyatha taiḥ pāli pradihyāt paripoṭake mañjiṣṭhātilayaṣṭyāhvasārivotpalapadmakaiḥ

damit, zusammen mit Milch, bestreiche man bei *paripoṭaka* das Ohrläppchen. Mit Krapp (*mañjiṣṭhā*), Sesam, Süßholz, Sārivā, blauem Lotos und Padmaka,

sarodhraiḥ sakadambaiśca balājambvāmrapallavaiḥ siddhaṃ dhānyāmlasaṃyuktaṃ tailamutpātanāśanam

zusammen mit Lodhra-Rinde, Kadamba, Balā sowie jungen Trieben von Jambu und Mango zubereitetes und mit saurem Getreidewasser versetztes Öl vertreibt den *utpāta*.

tālapatryaśvagandhārkabākucīphalasaindhavaiḥ tailaṃ kulīragodhābhyāṃ vasayā saha pācitam

Mit Palmblattwurzel, Aśvagandhā, Arka, den Früchten der Bākucī und Steinsalz zusammen mit dem Fett von Krebs und Waran gekochtes Öl,

saralālāṅgalībhyāṃ ca hitamunmanthanāśanam tathā'śmantakajambvāmrapatrakvāthena secanam

sowie mit Sarala und Laṅgālī zubereitet, ist zuträglich und vertreibt *unmantha*. Ebenso ist eine Übergießung mit dem Sud aus den Blättern von Aśmantaka, Jambu und Mango heilsam.

prapauṇḍarīkamadhukamañjiṣṭhārajanīdvayaiḥ cūrṇairudvartanaiḥ pāladyaṃ tailāktāmavacūrṇayet

Mit dem Pulver von Pauṇḍarīka, Süßholz, Krapp und den beiden Kurkumaarten als Einreibepulver bestäube man das mit Öl benetzte Ohrläppchen.

lākṣāviḍaṅgakalkena tailaṃ paktvā'vacārayet svinnāṃ gomayapiṇḍena pradihyāt parilehike

Mit einer Paste aus Lac (*lākṣā*) und Viḍaṅga koche man Öl und wende es an; bei *parilehī* bähe man die Stelle und bestreiche sie mit einem Klumpen Kuhdung.

piṣṭairviḍaṅgairathavā trivṛcchyāmārkasaṃyutaiḥ karañjeṅgudibījairvā kuṭajāragvadhāyutaiḥ

Oder mit zerriebenem Viḍaṅga zusammen mit Trivṛt, Śyāmā und Arka, oder mit den Samen von Karañja und Iṅgudī zusammen mit Kuṭaja und Āragvadha bereite man ein Öl,

sarvairvā sārṣapaṃ tailaṃ siddhaṃ maricasaṃyutam sanimbapatrairabhyaṅge madhūcchiṣṭānvitaṃ hitam

oder mit allen zusammen bereite man Senföl mit Pfeffer, Neemblättern und Bienenwachs - zur Ölmassage ist dies zuträglich.

pālīṣu vyādhiyuktāsu tanvīṣu kaṭhināsu ca puṣṭyarthaṃ mārdavārthaṃ ca kuryādabhyañjanaṃ tvidam

Bei erkrankten Ohrläppchen, seien sie dünn oder verhärtet, wende man diese Ölmassage an, um sie zu kräftigen und zu erweichen.

lopākānūpamajjānaṃ vasāṃ tailaṃ navaṃ ghṛtam paceddaśaguṇaṃ kṣīramāvāpya madhuraṃ gaṇam

Man koche das Mark von Schakal und Sumpftieren, Fett, frisches Öl und frisches Ghī zusammen mit der zehnfachen Menge Milch und der süßenden Kräutergruppe (*madhura-gaṇa*),

apāmārgāśvagandhe ca tathā lākṣārasaṃ śubham tatsiddhaṃ paripūtaṃ ca svanuguptaṃ nidhāpayet

sowie mit Apāmārga, Aśvagandhā und dem reinen Saft der Lac - dieses Öl lasse man, gut gekocht und geklärt, sorgfältig verschlossen aufbewahren.

tenābhyañjyāt sadā pāladyaṃ susvinnāmatimarditām enena pālyo vardhante nirujo nirupadra vāḥ

Damit salbe man stets das gut gebähte und gründlich massierte Ohrläppchen ein; dadurch wachsen die Ohrläppchen schmerzfrei und ohne Beschwerden heran,

mṛdvyaḥ puṣṭāḥ samāḥ snigdhā jāyante bhūṣaṇakṣamāḥ nīlīdalaṃ bhṛṅgarajo'junatvak piṇḍītakaṃ kṛṣṇamayorajaśca bījodbhavaṃ sāhacaraṃ ca puṣpaṃ pathyākṣadhātrīsahitaṃ vicūrṇya

werden weich, wohlgenährt, gleichmäßig und geschmeidig und werden schmucktauglich. - Man zerreibe Indigoblätter, Bhṛṅgarāja, Arjuna-Rinde, schwarzen Piṇḍītaka, Eisenpulver und die aus dem Samen gewonnene Substanz, die Blüte des Sahacara, zusammen mit Myrobalanen, Vibhītaka und Āmalakī,

ekīkṛtaṃ sarvamidaṃ pramāya paṅkena tulyaṃ nalinībhavena saṃyojya pakṣaṃ kalaśe nidhāya lauhe ghaṭe sadmani sāpidhāne

vereinige all dies zu gleichen Teilen, vermische es mit dem Schlamm eines Lotosteichs zu einem Brei und lasse es vierzehn Tage lang in einem eisernen, fest verschlossenen Gefäß im Hause stehen.

anena tailaṃ vipacedvimiśraṃ rasena bhṛṅgatriphalābhavena āsannapāke ca parīkṣaṇārthaṃ patraṃ balākābhavamākṣipecca

Damit koche man Öl, vermischt mit dem Saft von Bhṛṅgarāja und Triphalā; naht die Kochung ihrem Ende, so werfe man zur Prüfung eine Feder von der Farbe eines Reihers hinein.

bhavedyadā tadbhramarāṅganīlaṃ tadā vipakvaṃ vinidhāya pātre kṛṣṇāyase māsamavasthitaṃ tadabhyaṅgayogāt palitāni hanyāt

Wird diese schwarz wie eine Biene, so ist das Öl fertig gekocht; man bewahre es einen Monat lang in einem eisernen Gefäß auf - durch dessen Anwendung als Ölmassage vertreibt man graues Haar.

sairīyajambvarjunakāśmarījaṃ puṣpaṃ tilānmārkavacūtabīje punarnave kardamakaṇṭakāryau kāsīsapiṇḍītakabījasāram

Die Blüten von Sairīya, Jambu, Arjuna und Kāśmarī, Sesam, die Samen von Mārkava und Mango, Punarnavā, Kardama, Kaṇṭakārī, grünen Vitriol (*kāsīsa*) und den Samenkern des Piṇḍītaka -

phalatrayaṃ loharajo'ñjanaṃ ca yaṣṭyāhvayaṃ nīrajasārive ca piṣṭvā'tha sarvaṃ saha modayantyā sārāmbhasā bījakasaṃbhavena

die drei Myrobalanenfrüchte (*triphalā*), Eisenpulver, Antimon (*añjana*), Süßholz sowie Nīrajā und Sārivā - dies alles zerreibe man zusammen mit Modayantī und dem aus Bījaka gewonnenen Kernwasser,

sārāmbhasaḥ saptabhireva paścāt prasthaiḥ samāloḍy daśāhaguptam lauhe supātre vinidhāya tailamakṣodbhavaṃ tacca pacet prayatnāt

und vermenge es danach mit sieben Praṣṭha jenes Kernwassers; zehn Tage lang wohlverwahrt lasse man es in einem guten eisernen Gefäß stehen und koche darin sorgfältig aus Akṣa (Bibhītaka) gewonnenes Öl.

pakvaṃ ca lauhai'bhinave nidhāya nasyaṃ vidadhyāt pariśuddhakāyaḥ abhyaṅgayogaiśca niyujyamānaṃ bhuñjīta māṣān kṛśarāmatho vā

Ist es gekocht, bewahre man es in einem neuen eisernen Gefäß auf; ein Mensch mit gereinigtem Körper wende es als Nasenmedikation (*nasya*, Nasenölbehandlung) an. Während man es auch zur Ölmassage anwendet, esse man Urdbohnen oder Reisbrei (*kṛśarā*).

māsopariṣṭādghanakuñcitāgrāḥ keśā bhavanti bhramarāñjanābhāḥ keśāstathā'nye khalatau bhaveyurjarā na cainaṃ sahasā'bhyupaiti

Nach einem Monat werden die Haare dicht, mit gelockten Spitzen und von der Farbe schwarzer Bienen bzw. Kajal; selbst bei einem Kahlköpfigen wachsen dann neue Haare, und das Alter überkommt ihn nicht plötzlich.

balaṃ paraṃ saṃbhavatīndri yāṇāṃ bhavecca vaktraṃ valibhirvimuktam nākāmine'narthini nākṛtāya naivāraye tailamidaṃ pradeyam

Höchste Kraft der Sinnesorgane entsteht, und das Gesicht wird von Falten befreit. Doch dieses Öl darf nicht gegeben werden, wer es nicht begehrt, wer es nicht verdient, wer nicht den nötigen Vorbereitungen unterzogen wurde, und keinem Feind.

lākṣā rodhraṃ dve haridre śilāle kuṣṭhaṃ nāgaṃ gairikā varṇakāśca mañjiṣṭhogrā syāt surāṣṭrodbhavā ca pattaṅgaṃ vai rocanā cāñjanaṃ ca

Lac, Lodhra, die beiden Kurkumaarten, Śilā, Kuṣṭha, Blei, roter Ocker und Farbstoffe, Krapp, Ugrā, das aus Surāṣṭra stammende Erdpulver, Rotholz, Gorocanā und Antimon,

hemāṅgatvak pāṇḍupatraṃ vaṭasya kālīyaṃ syāt padmakaṃ padmamadhyam raktaṃ śvetaṃ candanaṃ pāradaṃ ca kākolyādiḥ kṣīrapiṣṭaśca vargaḥ

die goldfarbene Rinde, das blasse Blatt des Banyanbaums, Kālīyaka, Padmaka, das Innere der Lotosblüte, roter und weißer Sandel, Quecksilber sowie die mit Milch verriebene Kākolī-Kräutergruppe -

medo majjā sikthakaṃ goghṛtaṃ ca dugdhaṃ kvāthaḥ kṣīriṇāṃ ca drumāṇām etat sarvaṃ pakvamaikadhyatastu vaktrābhyaṅge sarpiruktaṃ pradhānam

Fett, Mark, Bienenwachs, Kuhghī und Milch sowie der Sud der milchsafthaltigen Bäume - all dies zusammen gekocht ergibt das für die Gesichtsmassage als vorzüglich bezeichnete Ghī.

hanyād vyaṅgaṃ nīlikāṃ cātivṛddhāṃ vaktre jātāḥ sphoṭikāścāpi kāścit padmākāraṃ nirvalīkaṃ ca vaktraṃ kuryādetat pīnagaṇḍaṃ manojñam

Es beseitigt Pigmentflecken (*vyaṅga*), selbst stark ausgeprägte dunkle Male sowie manche im Gesicht entstandene Bläschen; es verleiht dem Gesicht die Gestalt eines Lotos, macht es faltenfrei, mit vollen Wangen und anmutig.

rājñāmetadyoṣitāṃ cāpi nityaṃ kuryādvaidyastatsamānāṃ nṛṇāṃ ca kuṣṭhaghnaṃ vai sarpiretat pradhānaṃ yeṣāṃ pāde santi vaipādikāśca

Dieses Mittel soll der Arzt Königen, Frauen und ihnen gleichgestellten Menschen stets bereiten. Dieses Ghī ist zudem vorzüglich gegen Hautkrankheiten (*kuṣṭha*) und für jene, die an Rissen der Fußsohlen leiden.

harītakīcūrṇamariṣṭapatraṃ cūtatvacaṃ dāḍimapuṣpavṛntam patraṃ ca dadyānmadayantikāyā lepo'ṅgarāgo naradevayogyaḥ

Pulver von Harītakī, Ariṣṭa-Blätter, Mango-Rinde, den Blütenstiel des Granatapfels und ein Blatt der Madayantikā gebe man hinzu - dies ist ein Körperschmuck-Einreibemittel (*aṅgarāga*), das eines Fürsten würdig ist.

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