Kapitel 7: rudrastavaḥ ātmayāgaḥ khaḍgadānaṃ ca
Aśvatthāmans Preis Rudras, seine Selbstopferung und das Schwert des Gottes
Aśvatthāman beschließt, den Gott Śiva mit einem Selbstopfer für den nächtlichen Überfall zu gewinnen. Nach der Anrufung erscheint Śivas dämonisches Gefolge; der Gott fährt in Aśvatthāman ein und gibt ihm ein Schwert.
saṃjaya uvāca; sa evaṃ cintayitvā tu droṇaputro viśāṃ pate; avatīrya rathopasthād dadhyau saṃprayataḥ sthitaḥ
Saṃjaya sprach: Nachdem Droṇas Sohn so nachgedacht hatte, Herr der Menschen, stieg er vom Sitz des Wagens herab und versenkte sich, gesammelt dastehend, in Meditation.
Wort für Wort
saṃjaya uvāca
Saṃjaya sprach (Perf.)
sa evaṃ cintayitvā tu
er, nachdem er so nachgedacht hatte (Nom.Sg., Abs.)
Drauṇi sprach: [Ich werde verehren] den Furchtbaren, Sthāṇu, den Gütigen, Rudra, Śarva, den Herrscher, den Herrn, den Bergbewohner, den gabenspendenden Gott, Bhava, den unvergänglichen Hervorbringer.
Wort für Wort
drauṇir uvāca
Drauṇi sprach
ugraṃ sthāṇuṃ śivaṃ rudraṃ
den Furchtbaren, Sthāṇu, den Gütigen, Rudra (Akk.Sg.)
śarvam īśānam īśvaram
Śarva, den Herrscher, den Herrn (Akk.Sg.)
giriśaṃ varadaṃ devam
den Bergbewohner, den Gabenspender, den Gott (Akk.Sg.)
bhavaṃ bhāvanam avyayam
Bhava, den Hervorbringer, den Unvergänglichen (Akk.Sg.)
Die Akkusative hängen von yakṣye in Vers 5 ab; ergänzt: „[Ich werde verehren]“.
den Dunkelhalsigen, den Ungeborenen, den Mächtigen, Kratha, den Opferzerstörer, Hara, den Allgestaltigen, den mit entstellten Augen, den Vielgestaltigen, den Gemahl der Umā.
Wort für Wort
śitikaṇṭham ajaṃ śakram
den Dunkelhalsigen, den Ungeborenen, den Mächtigen (Akk.Sg.)
krathaṃ kratuharaṃ haram
Kratha, den Opferzerstörer, Hara (Akk.Sg.)
viśvarūpaṃ virūpākṣam
den Allgestaltigen, den mit entstellten Augen (Akk.Sg.)
bahurūpam umāpatim
den Vielgestaltigen, den Herrn der Umā (Akk.Sg.)
śiti kann „weiß“ oder „dunkel“ bedeuten; als Epitheton Śivas hier „dunkelhalsig“. Kratha als Name unsicher gedeutet.
den auf dem Leichenfeld Wohnenden, den Ungestümen, den großen Herrn der Scharen, den Gebieter, den Träger der Schädelkeule, den Kahlgeschorenen, den Verfilzthaarigen, den Brahmacārin.
Wort für Wort
śmaśānavāsinaṃ dṛptam
den auf dem Leichenfeld Wohnenden, den Ungestümen (Akk.Sg.)
mahāgaṇapatiṃ prabhum
den großen Herrn der Scharen, den Gebieter (Akk.Sg.)
khaṭvāṅgadhāriṇaṃ muṇḍam
den Träger der Khaṭvāṅga-Keule, den Kahlgeschorenen (Akk.Sg.)
manasāpy asucintyena duṣkareṇālpacetasā; so 'ham ātmopahāreṇa yakṣye tripuraghātinam
Obwohl er mit dem Geist kaum zu erdenken ist und [seine Verehrung] für einen Kleingeistigen schwer zu vollbringen ist, werde ich, der ich so bin, mit der Darbringung meiner selbst den Bezwinger der drei Burgen verehren.
Wort für Wort
manasāpy asucintyena
selbst mit dem Geist schwer zu erdenken (Instr.Sg.)
duṣkareṇālpacetasā
schwer zu vollbringen, für den Kleingeistigen (Instr.Sg.)
so 'ham
ich, jener (Nom.Sg.)
ātmopahāreṇa
mit der Selbstdarbringung (Instr.Sg.)
yakṣye tripuraghātinam
werde verehren den Töter der drei Burgen (1.Sg.Fut./Akk.Sg.)
Die Instrumentale in Pāda b sind syntaktisch mehrdeutig (auf den Gott oder auf den Verehrer bezogen); gewählt ist die Lesart mit den wenigsten Zusatzannahmen.
den Gepriesenen, den Preiswürdigen, den [gerade] Gepriesenen, den Unfehlbaren, den Felltragenden, den Tiefroten, den Blauhals, den Unvermischten, den schwer Abzuwehrenden.
Wort für Wort
stutaṃ stutyaṃ stūyamānam
den Gepriesenen, den Preiswürdigen, den Gepriesenwerdenden (Akk.Sg.)
amogham
den Unfehlbaren (Akk.Sg.)
carmavāsasam
den in Fell Gekleideten (Akk.Sg.)
vilohitaṃ nīlakaṇṭham
den Tiefroten, den Blauhals (Akk.Sg.)
apṛktaṃ durnivāraṇam
den Unvermischten, den schwer Abzuwehrenden (Akk.Sg.)
den Strahlenden, den Weltschöpfer, Brahman, und auch den Brahmacārin, den Gelübdetreuen, den beständig der Askese Ergebenen, den Endlosen, das Ziel der Asketen.
Wort für Wort
śukraṃ viśvasṛjaṃ brahma
den Strahlenden, den Weltschöpfer, Brahman (Akk.Sg.)
brahmacāriṇam eva ca
und ebenso den Brahmacārin (Akk.Sg.)
vratavantaṃ taponityam
den Gelübdetreuen, den stets in Askese Weilenden (Akk.Sg.)
anantaṃ tapatāṃ gatim
den Endlosen, das Ziel der Asketen (Akk.Sg./Gen.Pl.)
den Vielgestaltigen, den Herrn der Scharen, den Dreiäugigen, den Liebling des Gefolges, den, dessen Antlitz von den Scharenführern angeschaut wird, den Liebling von Gaurīs Herzen.
Wort für Wort
bahurūpaṃ gaṇādhyakṣam
den Vielgestaltigen, den Herrn der Scharen (Akk.Sg.)
tryakṣaṃ pāriṣadapriyam
den Dreiäugigen, den Freund der Gefolgsleute (Akk.Sg.)
gaṇādhyakṣekṣitamukham
den, dessen Gesicht von den Scharenführern betrachtet wird (Akk.Sg.)
den Vater des Knaben [Kumāra], den Braungelben, den, dessen Reittier ein Stier, der beste der Rinder, ist, den leicht Bekleideten, den überaus Furchtbaren, den, der ganz darauf bedacht ist, Umā zu schmücken.
Wort für Wort
kumārapitaraṃ piṅgam
den Vater des Kumāra, den Braungelben (Akk.Sg.)
govṛṣottamavāhanam
den, dessen Reittier der beste Stier ist (Akk.Sg.)
tanuvāsasam atyugram
den dünn Gewandeten, den überaus Furchtbaren (Akk.Sg.)
umābhūṣaṇatatparam
den, der auf Umās Schmuck bedacht ist (Akk.Sg.)
tanuvāsas und umābhūṣaṇatatpara sind knapp und leicht mehrdeutig.
den Höchsten über den Höchsten, den Obersten, über den hinaus es keinen Höheren gibt, den Herrn der besten Bogen und Waffen, den, der die Enden der Himmelsrichtungen [ist], und den Südlichen [?].
Wort für Wort
paraṃ parebhyaḥ paramam
den Höheren über den Höheren, den Höchsten (Akk.Sg./Abl.Pl.)
paraṃ yasmān na vidyate
über den hinaus kein Höherer existiert (Nom./Abl./3.Sg.Pass.)
iṣvastrottamabhartāram
den Herrn der besten Pfeile und Waffen (Akk.Sg.)
digantaṃ caiva dakṣiṇam
den, der der Himmelsrichtungen Ende ist, und den Südlichen [?] (Akk.Sg.)
dakṣiṇa hier unsicher: „südlich“, „rechts“ oder „geschickt“.
Auch diese furchtbare, überaus schwer zu überwindende Not überwinde ich heute; mit der Darbringung aller Wesen werde ich, ein Reiner, den Reinen verehren.
Wort für Wort
imāṃ cāpy āpadaṃ ghorām
und auch diese furchtbare Not (Akk.Sg.f.)
tarāmy adya sudustarām
überwinde ich heute, die überaus schwer zu Überwindende (1.Sg.Präs./Akk.Sg.f.)
sarvabhūtopahāreṇa
mit der Darbringung aller Wesen (Instr.Sg.)
yakṣye 'haṃ śucinā śucim
werde ich verehren, ich, [als] Reiner den Reinen (1.Sg.Fut./Instr./Akk.Sg.)
sarvabhūtopahāra: entweder „Opfergabe aller Wesen“ oder „aller Wesen als Opfergabe“; der Kontext (Selbstopfer) spricht für eine Darbringung, in der er alle Wesen in sich fasst.
[Sie waren] Träger von juwelenbunten Armreifen und ebenso mit erhobenen Händen.
Wort für Wort
ratnacitrāṅgadadharāḥ
Träger juwelenbunter Armreifen (Nom.Pl.)
samudyatakarās tathā
und mit erhobenen Händen (Nom.Pl.)
Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert). Zusatzvers; knüpft an die im folgenden Vers erscheinenden Gestalten an.
śvavarāhoṣṭrarūpāś ca hayagomāyugomukhāḥ; ṛkṣamārjāravadanā vyāghradvīpimukhās tathā
Sie hatten die Gestalt von Hunden, Ebern und Kamelen, Gesichter von Pferden, Schakalen und Rindern, Antlitze von Bären und Katzen, ebenso Gesichter von Tigern und Panthern.
kākavaktrāḥ plavamukhāḥ śukavaktrās tathaiva ca; mahājagaravaktrāś ca haṃsavaktrāḥ sitaprabhāḥ
Mit Krähenschnäbeln, Wasservogelgesichtern [?] und ebenso mit Papageienschnäbeln, mit Mäulern riesiger Pythons und mit Schwanenschnäbeln, weiß glänzend.
Wort für Wort
kākavaktrāḥ plavamukhāḥ
krähenmäulig, wasservogel- oder affengesichtig [?] (Nom.Pl.)
śukavaktrās tathaiva ca
und ebenso papageienmäulig (Nom.Pl.)
mahājagaravaktrāś ca
und mit Mäulern großer Riesenschlangen (Nom.Pl.)
haṃsavaktrāḥ sitaprabhāḥ
schwanenmäulig, weiß strahlend (Nom.Pl.)
plava kann „Wasservogel“ oder (nach plavaga) „Affe“ bedeuten; unsicher.
śataghnīcakrahastāś ca tathā musalapāṇayaḥ; bhuśuṇḍīpāśahastāś ca gadāhastāś ca bhārata
Mit Śataghnī und Wurfscheiben in den Händen und ebenso mit Keulen in den Händen, mit Bhuśuṇḍī und Schlingen in den Händen und mit Streitkolben in den Händen, Bhārata.
Wort für Wort
śataghnīcakrahastāś ca
und mit Śataghnī und Wurfscheibe in den Händen (Nom.Pl.)
tathā musalapāṇayaḥ
ebenso mit Stampfkeulen in den Händen (Nom.Pl.)
bhuśuṇḍīpāśahastāś ca
und mit Bhuśuṇḍī und Schlinge in den Händen (Nom.Pl.)
gadāhastāś ca bhārata
und mit Streitkolben in den Händen, Bhārata (Nom.Pl./Vok.)
śataghnī und bhuśuṇḍī sind Waffenbezeichnungen (Wurf- bzw. Schleuderwaffen).
Mit erhobenen Händen [voll] großer Schlingen und ebenso mit Knüppeln in den Händen; mit Pfählen in den Händen, mit Schwertern in den Händen, mit aufgerichteten Schlangen als Kronen; mit großen Schlangen als Armreifen, mit bunten Schmuckstücken behängt.
Wort für Wort
mahāpāśodyatakarās tathā
mit großen Schlingen in erhobenen Händen, ebenso (Nom.Pl.)
laguḍapāṇayaḥ
mit Knüppeln in den Händen (Nom.Pl.)
sthūṇāhastāḥ khaḍgahastāḥ
mit Pfählen, mit Schwertern in den Händen (Nom.Pl.)
Mit furchtbaren Augen, [mit hundert Gesichtern, die auf einmal aufleuchten [?]] und ebenso mit krummen Gesichtern [?].
Wort für Wort
karālākṣāḥ
mit furchtbaren Augen (Nom.Pl.)
sakṛdbhāsvat
auf einmal leuchtend [?] (Adj.)
śatavakrās
hundertgesichtig [?] (Nom.Pl.)
tathaiva ca
und ebenso
Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert). Text unsicher/verderbt: sakṛdbhāsvacchatavakrāḥ ist nicht sicher aufzulösen (evtl. śata-vaktrāḥ zu lesen).
bherīśaṅkhamṛdaṅgāṃs te jharjharānakagomukhān; avādayan pāriṣadāḥ prahṛṣṭāḥ kanakaprabhāḥ
Pauken, Muschelhörner, Trommeln, Jharjhara-Becken, Ānaka-Trommeln und Kuhhorn-Blasinstrumente ließen sie erklingen, die Gefolgsleute, hocherfreut, von goldenem Glanz.
Wort für Wort
bherī-śaṅkha-mṛdaṅgān te
Pauken, Muschelhörner, Trommeln, sie (Akk.Pl. / Nom.Pl.)
atihrasvātidīrghāś ca prabalāś cātibhairavāḥ; vikaṭāḥ kālalamboṣṭhā bṛhacchephāsthipiṇḍikāḥ
Allzu klein und allzu groß, überaus stark und überaus schrecklich; missgestaltet, mit schwarzen, hängenden Lippen, mit großem Glied und knochigen Waden.
Wort für Wort
ati-hrasva-ati-dīrghāś ca
übermäßig klein und übermäßig groß (Nom.Pl.)
prabalāś ca ati-bhairavāḥ
und sehr stark, überaus schrecklich (Nom.Pl.)
vikaṭāḥ kāla-lamba-oṣṭhāḥ
missgestaltet, mit schwarzen hängenden Lippen (Nom.Pl.)
bṛhac-śepha-asthi-piṇḍikāḥ
mit großem Glied, mit knochigen Waden (Bahuvrīhi Nom.Pl.)
mahārhanānāmukuṭā muṇḍāś ca jaṭilāḥ pare; sārkendugrahanakṣatrāṃ dyāṃ kuryur ye mahītale
Mit wertvollen Kronen verschiedener Art, [die einen] kahlgeschoren, andere mit Filzlocken; sie, die auf der Erde den Himmel samt Sonne, Mond, Planeten und Sternen [erscheinen lassen] könnten.
Wort für Wort
mahārha-nānā-mukuṭā
mit wertvollen, mannigfaltigen Kronen (Bahuvrīhi Nom.Pl.)
muṇḍāś ca jaṭilāḥ pare
kahlgeschoren und mit Filzlocken, andere (Nom.Pl.)
sa-arka-indu-graha-nakṣatrāṃ dyāṃ
den Himmel samt Sonne, Mond, Planeten, Sternen (Akk.Sg.f.)
kuryur ye mahī-tale
sie könnten machen, die auf der Erde (3.Pl.Opt. / Lok.Sg.)
Der zweite Halbvers ist knapp und syntaktisch hart; sinngemäß: sie vermöchten den Himmel mit allen Gestirnen auf die Erde zu versetzen.
Von den in Gedanken, Worten und Taten Ergebenen wird er stets verehrt; [und] in Gedanken, Worten und Taten beschützt er die Ergebenen wie leibliche Söhne.
Wort für Wort
mano-vāk-karmabhir bhaktair
mit Gedanken, Worten, Taten, von den Ergebenen (Instr.Pl.)
nityam ārādhitaś ca yaiḥ
stets verehrt, von denen (Part.Perf.Pass. Nom.Sg. / Instr.Pl.)
mano-vāk-karmabhir bhaktān
mit Gedanken, Worten, Taten die Ergebenen (Instr.Pl. / Akk.Pl.)
pāti putrān iva aurasān
er beschützt, wie leibliche Söhne (3.Sg.Präs. / Akk.Pl.)
yair ātmabhūtair bhagavān pārvatyā ca maheśvaraḥ; saha bhūtagaṇān bhuṅkte bhūtabhavyabhavatprabhuḥ
Mit diesen, die ihm wesenseins sind, genießt der Erhabene Maheśvara, zusammen mit Pārvatī und den Wesensscharen, [er,] der Herr des Gewesenen, Künftigen und Gegenwärtigen.
Wort für Wort
yair ātma-bhūtair bhagavān
mit denen, die sein Selbst geworden sind, der Erhabene (Instr.Pl. / Nom.Sg.)
pārvatyā ca maheśvaraḥ
und mit Pārvatī, Maheśvara (Instr.Sg. / Nom.Sg.)
saha bhūta-gaṇān bhuṅkte
zusammen mit den Wesensscharen genießt er (3.Sg.Präs.Med.)
bhūta-bhavya-bhavat-prabhuḥ
Herr des Gewesenen, Künftigen, Gegenwärtigen (Nom.Sg.)
jijñāsamānās tattejaḥ sauptikaṃ ca didṛkṣavaḥ; bhīmograparighālātaśūlapaṭṭiśapāṇayaḥ; ghorarūpāḥ samājagmur bhūtasaṃghāḥ samantataḥ
Dessen Kraft erkunden wollend und den nächtlichen Überfall sehen wollend, kamen die Scharen der Wesen von allen Seiten zusammen, furchtbar von Gestalt, mit furchtbaren, grimmigen Keulen, Feuerbränden, Speeren und Wurfspießen in den Händen.
Wort für Wort
jijñāsamānās tat-tejaḥ
erkunden wollend, dessen Glanz/Kraft (Desid.Part. Nom.Pl. / Akk.Sg.)
sauptikaṃ ca didṛkṣavaḥ
und den nächtlichen Überfall sehen wollend (Akk.Sg. / Nom.Pl.)
Die Bögen waren dort die Brennhölzer, die scharfen Pfeile das Reinigungsgras, die Opferspeise das Selbst des Selbstbeherrschten, bei jenem Ritus, Bhārata.
Wort für Wort
dhanūṃṣi samidhas tatra
die Bögen [waren] die Brennhölzer, dort (Nom.Pl.)
pavitrāṇi śitāḥ śarāḥ
Reinigungsgras [waren] die scharfen Pfeile (Nom.Pl.)
havir ātmavataś ca ātmā
die Opferspeise: das Selbst des Selbstbeherrschten (Nom.Sg. / Gen.Sg.)
Ihn, Rudra, den Handelnden in rudrischen Werken, den Unvergänglichen, den Hochgesinnten, mit rudrischen Taten preisend, sprach er mit gefalteten Händen so.
Wort für Wort
taṃ rudraṃ raudra-karmāṇaṃ
ihn, Rudra, den von rudrischen Werken (Akk.Sg.)
raudraiḥ karmabhir acyutam
durch rudrische Taten, den Unerschütterlichen (Instr.Pl. / Akk.Sg.)
abhiṣṭutya mahātmānam
preisend, den Hochgesinnten (Abs. / Akk.Sg.)
ity uvāca kṛta-añjaliḥ
so sprach er, mit gefalteten Händen (3.Sg.Perf. / Nom.Sg.)
sarvabhūtāśaya vibho havirbhūtam upasthitam; pratigṛhāṇa māṃ deva yady aśakyāḥ pare mayā
„Du Sitz in allen Wesen, Allmächtiger, die Opfergabe steht bereit; nimm mich an, Gott, [für den Fall,] dass die Feinde von mir nicht zu bezwingen sind.“
Wort für Wort
sarva-bhūta-āśaya vibho
in allen Wesen wohnend / Herz aller Wesen, Allmächtiger (Vok.Sg.)
havir-bhūtam upasthitam
zur Opfergabe geworden, bereitstehend (Nom.Sg.n. / Part.Perf.Pass.)
pratigṛhāṇa māṃ deva
nimm an mich, Gott (Imp. / Akk.Sg. / Vok.Sg.)
yady aśakyāḥ pare mayā
wenn unbezwingbar die Feinde durch mich (Nom.Pl. / Instr.Sg.)
yady aśakyāḥ pare mayā: verkürzt; sinngemäß, wenn ich die Feinde aus eigener Kraft nicht bezwingen kann.
satyaśaucārjavatyāgais tapasā niyamena ca; kṣāntyā bhaktyā ca dhṛtyā ca buddhyā ca vacasā tathā
„Durch Wahrhaftigkeit, Reinheit, Geradheit und Entsagung, durch Askese und Zucht, durch Nachsicht, Hingabe, Standhaftigkeit, Einsicht und ebenso durch Rede.“
Wort für Wort
satya-śauca-ārjava-tyāgaiḥ
durch Wahrheit, Reinheit, Geradheit, Entsagung (Instr.Pl.)
tapasā niyamena ca
durch Askese und durch Zucht (Instr.Sg.)
kṣāntyā bhaktyā ca dhṛtyā ca
durch Nachsicht, Hingabe und Standhaftigkeit (Instr.Sg.)
„Ihm wurde diese Ehre von mir erwiesen, indem ich die Pāñcālas beschützte; doch von der Zeit überwältigt, ist ihnen heute kein Leben mehr [beschieden].“
Wort für Wort
kṛtas tasya eṣa saṃmānaḥ
getan, ihm, diese Ehrung (Part.Perf.Pass. / Gen.Sg. / Nom.Sg.)
pāñcālān rakṣatā mayā
die Pāñcālas beschützend, von mir (Akk.Pl. / Part.Präs. Instr.Sg.)
abhibhūtās tu kālena
überwältigt aber von der Zeit (Part.Perf.Pass. Nom.Pl. / Instr.Sg.)
na eṣām adya asti jīvitam
nicht ihnen heute ist Leben (Gen.Pl. / 3.Sg.Präs. / Nom.Sg.)
[Lücke im Text] … den gehenden Drauṇi, den großen Wagenkämpfer; [ihn,] den Gott der Götter, Hara, Sthāṇu …
Wort für Wort
.... ....
[Lücke im Text]
yāntaṃ drauṇiṃ mahāratham
den gehenden Drauṇi, den großen Wagenkämpfer (Part.Präs. Akk.Sg.)
deva-devaṃ haraṃ sthāṇuṃ
den Gott der Götter, Hara, Sthāṇu (Akk.Sg.)
Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert). Zusatzpassage; der Text ist abgebrochen und lückenhaft überliefert, der Satz bleibt unvollständig.
yaś cedaṃ paṭhate stotraṃ śrutvā bhaktisamanvitaḥ; sarvapāpaviśuddhātmā rudralokaṃ sa gacchati
Wer dieses Preislied liest oder es hört, hingebungsvoll, dessen Selbst wird von allen Sünden gereinigt, und er geht in Rudras Welt ein.
Wort für Wort
yaś ca idaṃ paṭhate stotraṃ
und wer dieses Preislied liest (Nom.Sg. / Akk.Sg. / 3.Sg.Präs.Med.)
śrutvā bhakti-samanvitaḥ
gehört habend, mit Hingabe versehen (Abs. / Nom.Sg.)
sarva-pāpa-viśuddha-ātmā
dessen Selbst von allen Sünden gereinigt ist (Bahuvrīhi Nom.Sg.)
rudra-lokaṃ sa gacchati
in Rudras Welt, er geht (Akk.Sg. / Nom.Sg. / 3.Sg.Präs.)
Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert). Zusatzpassage (nur in einem Teil der Handschriften); Schlussformel (phalaśruti).