Kapitel 8: aśvatthāmno rātrau śibirapraveśaḥ
Aśvatthāmans nächtlicher Überfall auf das Pāṇḍava-Lager und die Erschlagung der Pāñcālas
Dhṛtarāṣṭra fragt nach dem Verbleib der drei Überlebenden; Saṃjaya berichtet, wie Aśvatthāman allein ins Lager eindringt, Dhṛṣṭadyumna erschlägt und unter den schlafenden Kriegern wütet, während Kṛpa und Kṛtavarman am Tor Wache halten.
dhṛtarāṣṭra uvāca; tathā prayāte śibiraṃ droṇaputre mahārathe; kaccit kṛpaś ca bhojaś ca bhayārtau na nyavartatām
Dhṛtarāṣṭra sprach: „Als der Sohn des Droṇa, der große Wagenkämpfer, so zum Lager aufgebrochen war – sind da Kṛpa und Bhoja, von Furcht gequält, etwa nicht umgekehrt?
Wort für Wort
dhṛtarāṣṭra uvāca
Dhṛtarāṣṭra sprach (Perf.3.Sg.)
tathā prayāte śibiraṃ
als [er] so zum Lager aufgebrochen war (Lok. abs.)
droṇaputre mahārathe
der Sohn des Droṇa, der große Wagenkämpfer (Lok.)
kaccit kṛpaś ca bhojaś ca
hoffentlich [nicht] Kṛpa und Bhoja (Fragepartikel; Nom.)
bhayārtau na nyavartatām
von Furcht gequält, nicht umgekehrt (Nom.Du.; Impf.Med.3.Du.)
kaccin na vāritau kṣudrai rakṣibhir nopalakṣitau; asahyam iti vā matvā na nivṛttau mahārathau
Sind die beiden etwa nicht von den geringen Wächtern aufgehalten worden, nicht bemerkt worden? Oder sind die beiden großen Wagenkämpfer, ‚das ist unerträglich' meinend, nicht umgekehrt?
Wort für Wort
kaccin na vāritau
hoffentlich nicht aufgehalten (Nom.Du., Part.Pass.)
kṣudrai rakṣibhir
von den geringen Wächtern (Instr.Pl.)
nopalakṣitau
und nicht bemerkt (Nom.Du., Part.Pass.)
asahyam iti vā matvā
oder ‚[es ist] unerträglich' meinend (Abs.)
na nivṛttau mahārathau
[sind] nicht zurückgekehrt, die beiden großen Wagenkämpfer (Nom.Du.)
Saṃjaya, das Gelübde in der Nacht erfüllt, [so dass es] Frucht getragen hat?
Wort für Wort
kṛtā pratijñā
das gemachte Gelübde (Nom.Sg.f.)
saphalā kaccit
fruchttragend, hoffentlich (Nom.Sg.f.)
saṃjaya
Saṃjaya (Vok.)
sā niśi
jenes in der Nacht (Nom.Sg.f./Lok.)
Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert). Zusatzpassage; der Satzbau ist locker: ‚das gemachte Gelübde – ist es hoffentlich fruchtbar geworden'.
[oder] sind die beiden auf Duryodhanas Pfad, den höchsten, im Kampf gegangen?
Wort für Wort
duryodhanasya padavīṃ
Duryodhanas Pfad (Gen./Akk.Sg.)
gatau
gegangen, die beiden (Nom.Du.)
paramikāṃ raṇe
den höchsten, im Kampf (Akk.Sg.f./Lok.)
Mehrdeutig: entweder ‚haben den höchsten Rang Duryodhanas erreicht' oder ‚sind Duryodhanas Weg [in den Tod] gegangen'; in der Reihe der Fragen ist letzteres wahrscheinlich.
Ist jener Drauṇi nach vollbrachter überaus schwerer Tat [dorthin] gegangen und steht da? Ist die Erde, wie es heißt, mit Dhṛṣṭadyumna, Śikhaṇḍin und den Söhnen der Draupadī bedeckt, mit schlafenden, erschlagenen Kriegern der Pāṇḍavas?
Wort für Wort
gatvā tiṣṭhaty asau drauṇiḥ
hingegangen steht jener Drauṇi (Abs.; 3.Sg.Präs.; Nom.)
kṛtvā karma suduṣkaram
nachdem er die überaus schwere Tat getan (Abs.; Akk.)
dhṛṣṭadyumnaśikhaṇḍibhyāṃ
mit Dhṛṣṭadyumna und Śikhaṇḍin (Instr.Du.)
draupadyāś ca sutaiḥ kila
und mit den Söhnen der Draupadī, wie es heißt (Instr.Pl.)
saṃchannā medinī
bedeckt die Erde (Part.Pass.Nom.Sg.f.)
suptair nihataiḥ pāṇḍusainikaiḥ
mit schlafenden, erschlagenen Soldaten der Pāṇḍavas (Instr.Pl.)
Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert). Zusatzpassage; ‚gatvā tiṣṭhati' ist syntaktisch hart, der Sinn ist wohl: ‚nachdem er gegangen [und die Tat vollbracht hat], steht er [nun da]'.
kṣaumāvadāte mahati spardhyāstaraṇasaṃvṛte; mālyapravarasaṃyukte dhūpaiś cūrṇaiś ca vāsite
[Er lag] auf einem großen, weiß wie Leinen glänzenden Lager, von kostbarer Decke verhüllt, mit den erlesensten Kränzen versehen, mit Räucherwerk und Pulvern durchduftet.
Wort für Wort
kṣaumāvadāte mahati
weiß wie Leinen, groß (Lok.)
spardhyāstaraṇasaṃvṛte
von einer begehrenswerten Decke verhüllt (Lok.)
mālyapravarasaṃyukte
mit den vorzüglichsten Kränzen versehen (Lok.)
dhūpaiś cūrṇaiś ca vāsite
mit Räucherwerk und Pulvern durchduftet (Instr.Pl.; Lok.)
sa buddhvā caraṇasparśam utthāya raṇadurmadaḥ; abhyajānad ameyātmā droṇaputraṃ mahāratham
Er erwachte durch die Berührung des Fußes, stand auf, der im Kampf Ungestüme, der Unermessliche, und erkannte den Sohn des Droṇa, den großen Wagenkämpfer.
Wort für Wort
sa buddhvā caraṇasparśam
er, erwacht wegen der Fußberührung (Abs.; Akk.)
utthāya raṇadurmadaḥ
aufgestanden, im Kampf ungestüm (Abs.; Nom.)
abhyajānad ameyātmā
erkannte der Unermessliche (Impf.3.Sg.; Nom.)
droṇaputraṃ mahāratham
den Sohn des Droṇa, den großen Wagenkämpfer (Akk.)
Nachdem Drauṇi den Pāñcāla mit Kraft auf den Boden gedrückt hatte, löste er rasch die Sehne vom Bogen, der Grausame, Unversöhnliche; er band sie ihm um den Hals, eilig, vor Zorn wie betäubt, machte sein Herz grausam und tötete den Pāñcāla da.
Wort für Wort
niṣpiṣya tu tato bhūmau
niedergedrückt aber dann auf den Boden (Abs.; Lok.)
pāñcālaṃ drauṇir ojasā
den Pāñcāla Drauṇi mit Kraft (Akk.; Nom.; Instr.)
dhanuṣo jyāṃ vimucyāśu
die Sehne vom Bogen gelöst rasch (Gen./Abl.; Akk.; Abs.)
krūrabuddhir amarṣaṇaḥ
grausamen Sinnes, unversöhnlich (Nom.)
tasya kaṇṭhe 'tha baddhvā tāṃ
ihm um den Hals dann gebunden habend sie (Lok.; Abs.)
tvaritaḥ krodhamūrchitaḥ
eilig, vom Zorn betäubt (Nom.)
drauṇiḥ krūraṃ manaḥ kṛtvā
Drauṇi, das Herz grausam gemacht habend (Abs.)
pāñcālyam avadhīt tadā
den Pāñcāla tötete er da (Aor.3.Sg.)
Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert). Zusatzpassage; ‚tāṃ' (die Sehne) und die Tötung durch Erdrosseln stehen in Spannung zu der folgenden Hauptversion (Tod durch Erdrücken und Zertreten).
Der Starke, von dem Starken mit Wucht gewaltsam festgehalten,
Wort für Wort
sa vāryamāṇas tarasā
er, zurückgehalten mit Ungestüm (Part.Pass.; Instr.)
balād balavatā balī
durch Kraft, von dem Starken, [er] der Starke (Abl.; Instr.; Nom.)
Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert). Zusatzzeile; der Satz bleibt unvollständig und schließt an Vers 28 an.
nṛśaṃsenātivṛttena tvayā me nihataḥ pitā; tasmāt tvam api vadhyas tu nṛśaṃsena nṛśaṃsakṛt
Durch dich, den Grausamen, der die Regel überschritt, wurde mein Vater erschlagen; darum bist auch du zu töten, Grausamer, durch Grausames Handelnder!
Wort für Wort
nṛśaṃsenātivṛttena tvayā
von dir, dem Grausamen, der Maß überschritt (Instr.; Part.)
me nihataḥ pitā
von mir der Vater erschlagen (Gen.; Nom.)
tasmāt tvam api vadhyas tu
darum bist auch du zu töten (Nom.; Gerundiv)
nṛśaṃsena nṛśaṃsakṛt
auf grausame Weise, du Grausames-Tuender (Instr./Adv.; Vok.)
Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert). Zusatzpassage; der Halbvers ‚nṛśaṃsena nṛśaṃsakṛt' ist knapp gefasst, ‚nṛśaṃsena' wohl als Art und Weise verstanden.
Von diesem Lärm erschreckt, den Bogen in der Hand, die Maharathas, und die Draupadī-Söhne, o Herr der Menschen, als sie von Dhṛṣṭadyumnas Tod hörten, überschütteten den Bhāradvāja mit Pfeilschwärmen, furchtlos.
Wort für Wort
tena śabdena vitrastā
von diesem Lärm erschreckt (Instr.; Instr.; Nom.Pl.Part.Pass.)
dhanurhastā mahārathāḥ
den Bogen in der Hand, die Maharathas (Nom.Pl.; Nom.Pl.)
dhṛṣṭadyumnaṃ hataṃ śrutvā
Dhṛṣṭadyumna erschlagen gehört habend (Akk.; Akk.Part.Pass.; Abs.)
draupadeyā viśāṃ pate
die Draupadī-Söhne, o Herr der Menschen (Nom.Pl.; Vok.)
avākirañ śaravrātaiḥ
überschütteten mit Pfeilschwärmen (3.Pl.Impf.; Instr.Pl.)
Er ergriff im Kampf den großen Schild „Tausend Monde“ und das große, göttliche, mit Gold geschmückte Schwert, stürzte auf die Draupadī-Söhne zu und wütete, der Starke, mit dem Schwert.
Wort für Wort
sahasracandraṃ vipulaṃ gṛhītvā
den „Tausend-Monde“, den großen, ergreifend (Akk.; Akk.; Abs.)
carma saṃyuge
Schild im Kampf (Akk.; Lok.)
khaḍgaṃ ca vipulaṃ divyaṃ
und das Schwert, groß, göttlich (Akk.; Akk.; Akk.)
jātarūpapariṣkṛtam
mit Gold verziert (Akk.Part.Pass.)
draupadeyān abhidrutya
auf die Draupadī-Söhne zustürzend (Akk.Pl.; Abs.)
khaḍgena vyacarad balī
mit dem Schwert wütete [er], der Starke (Instr.; 3.Sg.Impf.; Nom.)
Den Wurfspießschlag aber im Kampf auffangend, Drauṇi.
Wort für Wort
prāsaprahāraṃ tu tadā
den Wurfspießschlag aber damals (Akk.; Adv.)
vigṛhya drauṇir āhave
auffangend, Drauṇi im Kampf (Abs.; Nom.; Lok.)
Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert). Halbvers der Zusatzpassage, unvollständig überliefert; vigṛhya evtl. „abwehrend“.
śarair ācchāditas tena droṇaputro mahārathaḥ; adṛśyata mahārāja śvāviṭ śalalito yathā
Von ihm mit Pfeilen bedeckt, o Großkönig, war der Droṇa-Sohn, der Maharatha, zu sehen wie ein Stachelschwein, mit Stacheln übersät.
Wort für Wort
śarair ācchāditas tena
mit Pfeilen bedeckt von ihm (Instr.Pl.; Nom.Part.Pass.; Instr.)
droṇaputro mahārathaḥ
der Droṇa-Sohn, der Maharatha (Nom.; Nom.)
adṛśyata mahārāja
wurde gesehen, o Großkönig (3.Sg.Pass.Impf.; Vok.)
śvāviṭ śalalito yathā
wie ein Stachelschwein, mit Stacheln [besetzt] (Nom.; Nom.Part.; Adv.)
Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert). śalalita: „mit Stacheln besetzt“ [?], Text der Zusatzpassage unsicher.
tato bhīṣmanihantā taṃ saha sarvaiḥ prabhadrakaiḥ; ahanat sarvato vīraṃ nānāpraharaṇair balī; śilīmukhena cāpy enaṃ bhruvor madhye samārdayat
Darauf bedrängte ihn, den Helden, der Bhīṣma-Töter mit allen Prabhadrakas von allen Seiten mit vielerlei Waffen, der Starke, und traf ihn mit einem Pfeil zwischen die Brauen.
Wort für Wort
tato bhīṣmanihantā taṃ
da der Bhīṣma-Töter ihn (Adv.; Nom.; Akk.)
saha sarvaiḥ prabhadrakaiḥ
mit allen Prabhadrakas (Präp.; Instr.Pl.; Instr.Pl.)
ahanat sarvato vīraṃ
schlug von allen Seiten den Helden (3.Sg.Impf.; Adv.; Akk.)
nānāpraharaṇair balī
mit vielerlei Waffen, der Starke (Instr.Pl.; Nom.)
śilīmukhena cāpy enaṃ
und mit einem Pfeil ihn (Instr.; Akk.)
bhruvor madhye samārdayat
zwischen die Brauen traf [er] (Gen.Du.; Lok.; 3.Sg.Impf.)
śikhaṇḍinaṃ tato hatvā krodhāviṣṭaḥ paraṃtapaḥ; prabhadrakagaṇān sarvān abhidudrāva vegavān; yac ca śiṣṭaṃ virāṭasya balaṃ tac ca samādravat
Nachdem er Śikhaṇḍin erschlagen hatte, stürzte er, zornerfüllt, der Feindeversenger, ungestüm auf alle Scharen der Prabhadrakas und griff auch das übrige Heer des Virāṭa an.
Wort für Wort
śikhaṇḍinaṃ tato hatvā
Śikhaṇḍin dann erschlagend (Akk.; Adv.; Abs.)
krodhāviṣṭaḥ paraṃtapaḥ
zornerfüllt, der Feindeversenger (Nom.; Nom.)
prabhadrakagaṇān sarvān
alle Prabhadraka-Scharen (Akk.Pl.; Akk.Pl.)
abhidudrāva vegavān
stürzte los, der Ungestüme (3.Sg.Perf.; Nom.)
yac ca śiṣṭaṃ virāṭasya
und was übrig war von Virāṭas (Nom.; Part.; Gen.)
balaṃ tac ca samādravat
Heer, auch das griff [er] an (Nom.; Akk.; 3.Sg.Impf.)
Eine schwarze [Frau], mit roten Mündern und Augen, mit roten Kränzen und roter Salbe, in rotes Gewand gekleidet, allein, mit einer Schlinge in der Hand, eine Śikhaṇḍinī [?] –
Wort für Wort
kālīṃ raktāsyanayanām
die Schwarze, rotmündig und rotäugig (Akk.; Akk.)
raktamālyānulepanām
rote Kränze und Salben tragend (Akk.)
raktāmbaradharām ekām
rote Gewänder tragend, allein (Akk.; Akk.)
pāśahastāṃ śikhaṇḍinīm
mit Schlinge in der Hand, eine Schopf-Tragende [?] (Akk.; Akk.)
śikhaṇḍinīm: Bedeutung unsicher (Schopfträgerin/Beiname); Satz setzt sich in 83 fort (dadṛśuḥ).
Ebenso, o Großkönig, [sahen sie sie] auch die Maharathas, die die Waffen niedergelegt hatten.
Wort für Wort
tathaiva ca mahārāja
und ebenso, o Großkönig (Adv.; Vok.)
nyastaśastrān mahārathān
die Waffenniedergelegten, die Maharathas (Akk.Pl.; Akk.Pl.)
Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert). Halbvers der Zusatzpassage; Verbindung mit 85 (harantīm), Konstruktion unsicher.
Jene aber, [die] schon zuvor vom Schicksal Erschlagenen, streckte danach Drauṇi nieder, wobei er alle Wesen erschreckte und furchtbare Schreie ausstieß.
Wort für Wort
tāṃs tu daivahatān pūrvam
jene aber vom Schicksal Erschlagenen zuvor (Akk.Pl.m., Kompositum Tatpuruṣa/Adv.)
paścād drauṇiḥ
danach Drauṇi (Adv./Nom.Sg.)
nyapātayat
streckte nieder (3.Sg.Impf.Kaus.)
trāsayan sarvabhūtāni
alle Wesen erschreckend (Part.Präs.Kaus. Nom.Sg.m./Akk.Pl.n.)
atyugrapratipiṣṭaiś ca nadadbhiś ca bhṛśāturaiḥ; gajāśvamathitaiś cānyair mahī kīrṇābhavat prabho
Und von den zu Tode Zermalmten, den laut Brüllenden und heftig Gequälten sowie von anderen, von Elefanten und Rossen Zertrampelten, war die Erde übersät, o Herr.
Wort für Wort
atyugrapratipiṣṭaiś ca
und von den überaus heftig Zermalmten (Instr.Pl.m.)
nadadbhiś ca bhṛśāturaiḥ
und von den Brüllenden, sehr Leidenden (Instr.Pl.)
gajāśvamathitaiś cānyaiḥ
und von anderen, von Elefanten und Rossen Zerstampften (Instr.Pl.)
tathaiva syandanāgreṇa pramathan sa vidhāvati; śaravarṣaiś ca vividhair avarṣac chātravāṃs tataḥ
Ebenso stürmte er, mit der Spitze des Wagens [alles] niederwerfend, dahin, und ließ danach mit mannigfachen Pfeilregen die Feinde [wie] Regen niedergehen.
Wort für Wort
tathaiva syandanāgreṇa
ebenso mit der Wagenspitze (Instr.Sg.)
pramathan sa vidhāvati
niederwalzend, er läuft umher (Part.Präs./3.Sg.Präs.)
śaravarṣaiś ca vividhaiḥ
und mit mannigfachen Pfeilregen (Instr.Pl.)
avarṣac chātravāṃs tataḥ
er beregnete die Feinde danach (3.Sg.Impf./Akk.Pl.)
Das Präsens vidhāvati steht im Text neben Imperfekt avarṣat.
vimuktakeśāś cāpy anye nābhyajānan parasparam; utpatantaḥ pare bhītāḥ ke cit tatra tathābhraman; purīṣam asṛjan ke cit ke cin mūtraṃ prasusruvuḥ
Andere mit gelöstem Haar erkannten einander nicht. Manche sprangen auf, von Furcht ergriffen, und irrten dort umher; manche ließen Kot fallen, manche ließen Harn strömen.
Wort für Wort
vimuktakeśāś cāpy anye
auch andere mit gelöstem Haar (Nom.Pl.)
nābhyajānan parasparam
erkannten einander nicht (3.Pl.Impf.)
utpatantaḥ pare bhītāḥ
aufspringend, andere verängstigt (Part.Präs./Nom.Pl.)
Und, o König der Könige, Rosse und Elefanten zerrissen ihre Fesseln und stürzten sich gemeinsam [auf sie], während andere großes Durcheinander anrichteten.
Wort für Wort
bandhanāni ca rājendra
und die Fesseln, o Fürst der Könige (Akk.Pl./Vok.)
saṃchidya turagā dvipāḥ
zerreißend, die Rosse, die Elefanten (Abs./Nom.Pl.)
samaṃ paryapataṃś cānye
und andere stürzten gleichzeitig umher (Adv./3.Pl.Impf.)
Jener Lärm, o König, von den Scharen der Geister, die freudig gestimmt waren, angefacht, erfüllte alle Himmelsrichtungen und auch den Himmel: ein gewaltiges Getöse.
Wort für Wort
sa śabdaḥ prerito rājan
jener Laut, angetrieben, o König (Nom.Sg./Part.Pass./Vok.)
bhūtasaṃghair
von Scharen von Geistern (Instr.Pl.)
mudā yutaiḥ
freudig verbunden (Instr./Part.Pass. Instr.Pl.)
apūrayad diśaḥ sarvāḥ
erfüllte alle Himmelsrichtungen (3.Sg.Impf.Kaus./Akk.Pl.)
divaṃ cāpi mahāsvanaḥ
und auch den Himmel, mit gewaltigem Schall (Akk.Sg./Nom.Sg.)
te bhagnāḥ prapatantaś ca nighnantaś ca parasparam; nyapātayanta ca parān pātayitvā tathāpiṣan
Zerschlagen, hinstürzend und einander erschlagend, stießen sie andere nieder, und nachdem sie [sie] niedergeworfen hatten, zermalmten sie [sie] ebenso.
Wort für Wort
te bhagnāḥ prapatantaś ca
sie, zerbrochen und stürzend (Part.Pass./Part.Präs. Nom.Pl.)
nighnantaś ca parasparam
und einander schlagend (Part.Präs.)
nyapātayanta ca parān
und sie warfen andere nieder (3.Pl.Impf.Med.Kaus./Akk.Pl.)
pātayitvā tathāpiṣan
nachdem sie zu Fall gebracht hatten, zermalmten sie ebenso (Abs./3.Pl.Impf.)
Die ohne Waffen, Geschosse und Rüstungen, mit gelöstem Haar, die Hände zusammengelegt, zitternd am Boden, verängstigt: keinen einzigen ließen die beiden frei.
Wort für Wort
viśastrayantrakavacān
ohne Waffen, Wurfmaschinen [?] und Panzer (Akk.Pl.m.)
muktakeśān kṛtāñjalīn
mit gelöstem Haar, Handflächen zusammengelegt (Akk.Pl.)
vepamānān kṣitau bhītān
zitternde, am Boden, verängstigte (Part.Präs./Lok.Sg./Akk.Pl.)
nāmucyata tayoḥ kaś cin niṣkrāntaḥ śibirād bahiḥ; kṛpasya ca mahārāja hārdikyasya ca durmateḥ
Von diesen beiden wurde keiner freigelassen, der aus dem Lager hinausgelangt war, o Großkönig, [weder] von Kṛpa noch von dem böswilligen Sohn des Hṛdika.
Wort für Wort
nāmucyata tayoḥ kaś cin
nicht wurde freigelassen von den beiden irgendeiner (3.Sg.Impf.Pass./Gen.Du.)
niṣkrāntaḥ śibirād bahiḥ
hinausgegangen aus dem Lager nach außen (Part.Pass./Abl./Adv.)
kṛpasya ca mahārāja
von Kṛpa und, o Großkönig (Gen.Sg./Vok.)
hārdikyasya ca durmateḥ
und von dem Hārdikya (Kṛtavarman), dem Böswilligen (Gen.Sg.)
Da, im Lager, das nun erhellt war, streifte Aśvatthāman, der Freudenspender seines Vaters, mit dem Schwert umher, o Großkönig, wie einer mit geübter Hand.
Wort für Wort
tataḥ prakāśe śibire
da im erleuchteten Lager (Adv./Lok.Sg.)
khaḍgena pitṛnandanaḥ
mit dem Schwert der Sohn, Freude des Vaters (Instr./Nom.Sg.)
Von den laut Brüllenden, schwer Gequälten, den besten Männern, Rossen und Elefanten, die niedergestürzt waren, wurde die Erde bedeckt, o Stier der Bharata.
Wort für Wort
vinadadbhir bhṛśāyastaiḥ
von den Brüllenden, sehr Geplagten (Instr.Pl.)
narāśvadviradottamaiḥ
von den besten Männern, Rossen, Elefanten (Instr.Pl.)
patitair abhavat kīrṇā
von Gestürzten war bedeckt (Instr.Pl./Impf./Part.Pass.f.)
Er machte [sie] rückenzerhauen, kopfabgehauen und ebenso andere seitlich zerhauen; Drauṇi, sie erreichend, [machte] sogar manche von den Fliehenden [so].
Wort für Wort
pṛṣṭhacchinnāñ śiraśchinnān
am Rücken zerhauene, am Kopf abgehauene (Akk.Pl.)
pārśvacchinnāṃs tathāparān
an der Seite zerhauene und andere ebenso (Akk.Pl.)
Andere Männer [hieb er] mitten durch den Leib; andere schnitt er vom Ohr an [durch]; anderen schlug er auf die Schulterpartie und ließ [ihnen] den Kopf in den Rumpf fahren.
Wort für Wort
madhyakāyān narān anyān
Männer mitten am Leib, andere (Akk.Pl.)
cicheda anyāṃś ca karṇataḥ
schnitt durch, und andere vom Ohr her (3.Sg.Perf. / Akk.Pl. / Abl.-Adv.)
aṃsadeśe nihatya anyān
auf die Schulterpartie schlagend, andere (Lok.Sg. / Abs. / Akk.Pl.)
kāye prāveśayat śiraḥ
in den Rumpf ließ er hineingehen den Kopf (Lok.Sg. / 3.Sg.Impf.Kaus. / Akk.Sg.)
kiṃ cit prāṇaiś ca puruṣair hataiś cānyaiḥ sahasraśaḥ; bahunā ca gajāśvena bhūr abhūd bhīmadarśanā
Von Männern, die noch ein wenig Leben hatten, und von anderen, zu Tausenden Erschlagenen, und von vielen Elefanten und Rossen wurde die Erde zu einem furchtbaren Anblick.
Wort für Wort
kiṃ cit prāṇaiś ca puruṣair
mit ein wenig Lebensodem und Männern (Instr.Pl.)
hataiś ca anyaiḥ sahasraśaḥ
und mit anderen Erschlagenen, zu Tausenden (Instr.Pl. / Adv.)
bahunā ca gajāśvena
und mit vielen Elefanten und Rossen (Instr.Sg.n.Koll.)
bhūr abhūd bhīmadarśanā
die Erde wurde von furchtbarem Anblick (Nom.Sg. / 3.Sg.Aor. / Nom.Sg.f.)
[Auf der Erde,] die von Yakṣas und Rakṣas erfüllt und durch Wagen, Rosse und Elefanten grauenvoll war, fielen [sie], vom zornigen Sohn Droṇas zerhauen, zu Boden.
Wort für Wort
yakṣarakṣaḥsamākīrṇe
von Yakṣas und Rakṣas erfüllt (Lok.Sg.)
rathāśvadvipadāruṇe
durch Wagen, Rosse, Elefanten grauenvoll (Lok.Sg.)
kruddhena droṇaputreṇa
vom zornigen Sohn Droṇas (Instr.Sg.)
saṃchinnāḥ prāpatan bhuvi
zerhauen fielen sie zu Boden (Nom.Pl.Ptz. / 3.Pl.Impf. / Lok.Sg.)
mātṝr anye pitṝn anye bhrātṝn anye vicukruśuḥ; ke cid ūcur na tat kruddhair dhārtarāṣṭraiḥ kṛtaṃ raṇe
Die einen riefen nach den Müttern, andere nach den Vätern, andere nach den Brüdern; manche sagten: „Das haben nicht zornige Dhārtarāṣṭras im Kampf getan,“
Wort für Wort
mātṝr anye pitṝn anye
Mütter die einen, Väter die anderen (Akk.Pl. / Nom.Pl.)
bhrātṝn anye vicukruśuḥ
Brüder andere, riefen laut (Akk.Pl. / 3.Pl.Perf.)
ke cid ūcur
manche sprachen (3.Pl.Perf.)
na tat kruddhair dhārtarāṣṭraiḥ kṛtaṃ raṇe
nicht das von zornigen Dhārtarāṣṭras getan im Kampf (Instr.Pl. / Ptz.Pass. / Lok.Sg.)
„[Sondern] was uns Schlafenden von den Rakṣas grausamen Tuns getan wurde; denn wegen der Abwesenheit der Pārthas ist uns dieses Gemetzel angetan worden.“
Wort für Wort
yat kṛtaṃ naḥ prasuptānām
was getan wurde uns Schlafenden (Ptz.Pass. / Gen.Pl.)
rakṣobhiḥ krūrakarmabhiḥ
von Rakṣas grausamen Tuns (Instr.Pl.)
asāṃnidhyād dhi pārthānām
denn wegen der Abwesenheit der Pārthas (Abl.Sg. / Gen.Pl.)
idaṃ naḥ kadanaṃ kṛtam
dieses uns Gemetzel getan (Nom.Sg.n. / Dat./Gen.Pl. / Ptz.Pass.)
brahmaṇyaḥ satyavāg dāntaḥ sarvabhūtānukampakaḥ; na ca suptaṃ pramattaṃ vā nyastaśastraṃ kṛtāñjalim; dhāvantaṃ muktakeśaṃ vā hanti pārtho dhanaṃjayaḥ
„[der] den Brahmanen ergeben, wahrhaftig im Wort, selbstbeherrscht, allen Wesen mitfühlend [ist]. Weder einen Schlafenden noch Unachtsamen, weder einen, der die Waffen niedergelegt hat, noch einen mit gefalteten Händen, noch einen Fliehenden oder mit gelöstem Haar tötet Pārtha Dhanaṃjaya.“
Wort für Wort
brahmaṇyaḥ satyavāg dāntaḥ
den Brahmanen gewogen, wahrhaft im Wort, gezähmt (Nom.Sg.)
sarvabhūtānukampakaḥ
mitfühlend mit allen Wesen (Nom.Sg.)
na ca suptaṃ pramattaṃ vā
und weder einen Schlafenden noch Unachtsamen (Akk.Sg.)
nyastaśastraṃ kṛtāñjalim
einen Waffenniedergelegt-habenden, mit gefalteten Händen (Akk.Sg.)
paścād aṅgulayo rūkṣā virūpā bhairavasvanāḥ; ghaṭajānavo 'tihrasvāś ca nīlakaṇṭhā vibhīṣaṇāḥ
Mit nach hinten [gerichteten] Fingern, rau, missgestaltet, mit grausigen Stimmen; mit krugförmigen Knien, überaus klein, blauhalsig, Schrecken erregend.
In der Morgendämmerung wünschte er, vom Lager zurückzugehen. Bei Drauṇi, der mit Menschenblut überströmt war, war das Schwertheft mit der Hand verklebt und gleichsam eins mit ihr geworden, o Herr.
Wort für Wort
pratyūṣakāle śibirāt
zur Zeit der Morgendämmerung aus dem Lager (Lok.Sg. / Abl.Sg.)
pratigantum iyeṣa saḥ
zurückzugehen wünschte er (Inf. / 3.Sg.Perf. / Nom.Sg.)
nṛśoṇitāvasiktasya drauṇer
des mit Menschenblut übergossenen Drauṇi (Gen.Sg.)
āsīd asitsaruḥ
war das Schwertheft (3.Sg.Impf. / Nom.Sg.)
pāṇinā saha saṃśliṣṭa
mit der Hand verklebt (Instr.Sg. / Ptz.Pass.)
ekībhūta iva prabho
gleichsam eins geworden, o Herr (Ptz.Pass. / Vok.)
Nachdem der Drauṇāyani dieses Werk dem Gelübde gemäß vollbracht und dem Vater einen schwer gangbaren Pfad gebahnt hatte, o Herr, war er [seines] Fiebers ledig.
Wort für Wort
yathāpratijñaṃ tat karma
gemäß dem Gelübde jenes Werk (Adv. / Akk.Sg.)
kṛtvā drauṇāyaniḥ prabho
vollbracht habend, Drauṇāyani, o Herr (Abs. / Nom.Sg. / Vok.)
durgamāṃ padavīṃ kṛtvā
einen schwer gangbaren Pfad gemacht habend (Akk.Sg.f. / Abs.)
pitur āsīd gatajvaraḥ
für den Vater [?]; war er fieberfrei (Gen./Abl.Sg. / 3.Sg.Impf. / Nom.Sg.)
pitur zu durgamāṃ padavīṃ kṛtvā: Bezug (dem Vater einen Weg bahnend) unsicher.
Wie er nachts in das Lager mit den schlafenden Leuten eingedrungen war, so kam auch der Stier unter den Männern wieder heraus, nachdem er in der Stille [alle] getötet hatte.
Wort für Wort
yathaiva saṃsuptajane śibire
wie in das Lager mit schlafenden Leuten (Lok.Sg.)
prāviśan niśi
trat er ein in der Nacht (3.Sg.Impf. / Lok.Sg.)
tathaiva hatvā niḥśabde
ebenso, nachdem er getötet hatte, in der Stille (Abs. / Lok.Sg.)
niścakrāma nararṣabhaḥ
ging hinaus der Stier unter den Männern (3.Sg.Perf. / Nom.Sg.)
Auch die beiden berichteten ihm damals Liebes, Liebes Tuende: dass Pāñcālas und Sṛñjayas zu Tausenden zerhauen seien; und vor Freude jubelten sie laut und schlugen sich ebenso auf die Handflächen.
Wort für Wort
tāv apy ācakhyatus tasmai
auch die beiden berichteten ihm (Nom.Du. / 3.Du.Perf. / Dat.Sg.)
priyaṃ priyakarau tadā
Liebes, Liebes-Tuende, damals (Akk.Sg. / Nom.Du.)
pāñcālān sṛñjayāṃś caiva
Pāñcālas und Sṛñjayas (Akk.Pl.)
vinikṛttān sahasraśaḥ
zerhauene, zu Tausenden (Akk.Pl.Ptz.)
prītyā coccair udakrośan
und vor Freude laut riefen sie auf (Instr.Sg. / Adv. / 3.Pl.Impf.)
tathaiva asphoṭayan talān
ebenso schlugen sie die Handflächen (3.Pl.Impf.Kaus. / Akk.Pl.)
Dhṛtarāṣṭra sprach: „Schon früher hätte Drauṇi, der Großwagenkämpfer, dieses sehr große Werk [vollbringen können]; warum tat er nichts Derartiges, obwohl er auf den Sieg meiner Söhne verpflichtet war?“
Wort für Wort
dhṛtarāṣṭra uvāca
Dhṛtarāṣṭra sprach (3.Sg.Perf.)
prāg eva sumahat karma
schon früher [dieses] sehr große Werk (Adv. / Akk.Sg.)
drauṇir etan mahārathaḥ
Drauṇi, dieses, der Großwagenkämpfer (Nom.Sg.)
nākarod īdṛśaṃ kasmāt
tat nicht Derartiges, warum (3.Sg.Impf. / Abl.)
matputravijaye dhṛtaḥ
auf den Sieg meiner Söhne festgelegt (Lok.Sg. / Ptz.Pass.Nom.Sg.)
matputravijaye dhṛtaḥ: 'auf den Sieg meiner Söhne festgelegt/verpflichtet' gedeutet; Bedeutung von dhṛta hier nicht ganz sicher.
atha kasmād dhate kṣatre karmedaṃ kṛtavān asau; droṇaputro maheṣvāsas tan me śaṃsitum arhasi
„Oder warum vollbrachte dieser, der Sohn Droṇas, der große Bogenschütze, diese Tat erst, nachdem die Kṣatriyas erschlagen waren? Das musst du mir berichten.“
Wort für Wort
atha kasmād hate kṣatre
oder warum, als die Kṣatriyas erschlagen waren (Abl. / Lok.abs.)
karmedaṃ kṛtavān asau
diese Tat vollbrachte er (Akk.Sg. / Ptz.Akt. Nom.Sg.)
droṇaputro maheṣvāsaḥ
der Sohn Droṇas, großer Bogenschütze (Nom.Sg.)
tan me śaṃsitum arhasi
das mir zu berichten musst du (Akk.Sg. / Dat.Sg. / Inf. / 2.Sg.Präs.)
sātyakeś cāpi karmedaṃ droṇaputreṇa sādhitam; na hi teṣāṃ samakṣaṃ tān hanyād api marutpatiḥ
„Auch [wegen der Abwesenheit] Sātyakis wurde diese Tat vom Sohn Droṇas vollbracht; denn in ihrer Gegenwart würde nicht einmal der Herr der Maruts sie erschlagen.“
Wort für Wort
sātyakeś cāpi karmedam
und auch Sātyakis [Abwesenheit]; diese Tat (Gen.Sg. / Nom.Sg.n.)
droṇaputreṇa sādhitam
vom Sohn Droṇas vollbracht (Instr.Sg. / Ptz.Pass.)
na hi teṣāṃ samakṣam
denn nicht in ihrer Gegenwart (Gen.Pl. / Adv.)
tān hanyād api marutpatiḥ
sie würde erschlagen, sogar der Herr der Maruts (Akk.Pl. / 3.Sg.Opt. / Nom.Sg.)
So verlief es, König, unter den schlafenden Leuten, o Herr. Danach, nachdem sie das Volk vernichtet hatten, das große Verderben der Pāṇḍavas, sagten die Großwagenkämpfer, einander begegnend: „Glück, Glück!“
Wort für Wort
etad īdṛśakaṃ vṛttam
dies solcherart geschah (Nom.Sg.n. / Ptz.Pass.)
rājan suptajane vibho
o König, unter schlafenden Leuten, o Herr (Vok. / Lok.Sg. / Vok.)
tato janakṣayaṃ kṛtvā
darauf, die Vernichtung der Leute vollbracht habend (Abs. / Akk.Sg.)
pāṇḍavānāṃ mahātyayam
der Pāṇḍavas großes Verderben (Gen.Pl. / Akk.Sg.)
diṣṭyā diṣṭyā iti ca
„Glück, Glück“ und so (Instr.Sg. / Part.)
anyonyaṃ sametya ūcur mahārathāḥ
einander begegnend sagten die Großwagenkämpfer (Abs. / 3.Pl.Perf. / Nom.Pl.)