na tatra dhenur duhe / nānaḍvān sahate dhuram | / vijānir yatra brāhmaṇo / rātriṃ vasati pāpayā ||
Dort gibt keine Kuh Milch, / der Zugstier trägt das Joch nicht, / wo ein Brahmane, der seine Frau verloren hat (vijāni), / die Nacht in Unheil verbringt.
na varṣaṃ maitrāvaruṇaṃ / brahmajyam abhi varṣati | / nāsmai samitiḥ kalpate / na mitraṃ nayate vaśam ||
Nicht regnet der Regen von Mitra und Varuṇa / auf den, der dem Brahmanen Unrecht tut (brahmajya). / Dem gelingt keine Versammlung (samiti), / keinen Freund bzw. Verbündeten bringt er in seine Gewalt.
Blutig zieht die Brahmanenfrau umher, / die Himmelsrichtungen beschmierend, die vier Weiten; / der Kṣatriya, der sie wieder zurückgibt, / der saugt den geschwollenen (vollen) Strom des Himmels.
Der König, der die Brahmanenfrau nicht zurückgibt und sich auf das Lager [mit ihr] legt: / dem werden die Pflanzen, auf die er auch blickt, unheilvoll (duryoṇā [?]).
Gift isst er von den Wassern, Gift isst er von den Pflanzen, / wer die Brahmanenfrau nicht zurückgibt. / Für ihn haben die Götter in ihr ein wohl vergiftetes Gift bereitet (sudiham digdham).
udyat patayo daśa / striyāḥ pūrve abrāhmaṇāḥ | / brahmā ced dhastam agrahīt / sa eva patir ekadhā ||
Zehn frühere Ehemänner der Frau, Nicht-Brahmanen, [wurden] hochgehoben (udyat [?]); / hat aber ein Brahmane die Hand ergriffen, / so ist eben er der Gatte, und zwar der einzige.