Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 9

Hymne 9.9 Gerste gegen Gift (Preis der Gerste)

yasya yava prasarpasy / aṅgamaṅgaṃ paruṣparuḥ | / tasmād yakṣaṃ vi bādhasva- / -ugro madhyamaśīr iva ||

In welches [Glied] du, Gerste, hineinkriechst, / Glied um Glied, Gelenk um Gelenk, / von dort vertreibe das Yakṣma, / wie der Gewaltige, der in der Mitte Liegende.

śakalaṃ ca na te yava- / -anyā ruhanty oṣadhīḥ | / yava id yāvayād gor / aśvāt puruṣād viṣam ||

Nicht einmal einen Splitter von dir, Gerste, / lassen andere Pflanzen wachsen; / die Gerste allein soll vom Rind, / vom Pferd, vom Menschen das Gift fernhalten.

yavo rājā yavo bhiṣag / yavasya mahimā mahān | / yavasya manthaṃ papivān / indraś cakāra vīryam ||

Die Gerste ist König, die Gerste Arzt; / groß ist die Größe der Gerste. / Den Gerstenbrei trinkend / vollbrachte Indra die Heldentat.

ā bharāmṛtaṃ ghṛtasya / puṣpam ā bhara | / anabhrikhāta oṣadha / idaṃ dūṣaya yad viṣam ||

Bring den Unsterblichkeitstrank, / bring die Blüte der Schmelzbutter; / o Pflanze, nicht von einer Wolke [oder: nicht mit dem Grabstock] Gegrabene, / mache das Gift hier unwirksam.

ya āyanti digdhaviddhāḥ / śūdrā rājanyā uta | / cakṣur me sarva ādṛśya / te yanty agadāḥ punaḥ ||

Die als mit Gift Getroffene herankommen — / Śūdras und Rājanyas — / alle, wenn ich sie mit dem Auge angesehen habe, / gehen als Geheilte wieder fort.