Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 9

Hymne 9.24 Läuterung durch Savitṛ und Odana

yad annam āśimā vayam / anannam annakāmyā- / -udarasyābhiśācyā | / (…) || see 9.22.3cd

Was wir an Speise gegessen haben, die nicht Speise war, aus Speisegier, / wegen des Drängens des Bauches (udarasya abhiśācyā [?]): / (Refrain: „Vor jenem möge mich dieser Odana, der Läuternde, vor Bedrängnis schützen.“)

yad vidvāṃso yad avidvāṃso / anṛtaṃ kiṃ codima | / ayaṃ mā tasmād odanaḥ / pavitraḥ pātv aṃhasaḥ ||

Ob wir wissend, ob unwissend / Unwahres gesagt haben, und was sonst noch: / von jenem soll mich dieser Odana, / der Läuternde, vor Bedrängnis schützen.

yad devasya savituḥ pavitraṃ / sahasradhāraṃ vitataṃ hiraṇyam | / yenendram apunanamārtamartyās / tenāyaṃ māṃ sarvapaśuṃ punātu ||

Das Läuterungsmittel des Gottes Savitṛ, / das tausendströmig ausgespannte, goldene, / womit [die Sterblichen?] den Indra läuterten (apunan) [?]: / damit soll dieser [Odana] mich, samt all meinem Vieh, läutern.

yenāpunāt savitā revatīr apo / yenāpunīta varuṇaḥ savāya | / yenemā viśvā bhuvanāni pūtās / tenāyaṃ māṃ sarvapaśuṃ punātu ||

Womit Savitṛ die reichen Wasser läuterte, / womit Varuṇa zur Somapressung läuterte, / womit alle diese Welten gereinigt wurden: / damit soll dieser [Odana] mich, samt all meinem Vieh, läutern.

ati krāmāmi duritaṃ yad eno / jahāmi ripraṃ parame sadhasthe | / yena yanti sukṛto nāpi duṣkṛtas / tam ā ruhema sukṛtām ulokam ||

Ich schreite über das Übel hinweg, das ist Sünde; / den Makel (ripra) lasse ich zurück im höchsten Sitz. / Wodurch die Gutes-Tuenden gehen und nicht die Übeltäter: / diesen wollen wir besteigen, die weite Welt der Guttäter.

mā yakṣmam iha hāsiṣṭa / mā riphanto vi gātana | / amaiva puṇyam astu no / attṝn anv eti kilbiṣam || thus Kim 2014, 412-413; Lubotsky 2007, 30 attrīn; Bhatt. atṛn

Nicht sollt ihr hier den Yakṣma zurücklassen, / nicht als Lästernde (riphantaḥ) auseinandergehen. / Mit uns sei allein das Verdienst (puṇya); / den Essenden folgt die Schuld (kilbiṣa) nach [?].

imaṃ pacāmy odanaṃ / pavitraṃ pavanāya kam | / sa mā muñcatu duṣkṛtād / viśvasmāc cainasas pari ||

Diesen Odana koche ich, den läuternden, / zur Läuterung, zum Wohl; / er soll mich von Missetat befreien / und von jeglicher Sünde ringsum.