Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 9

Hymne 9.28 Liebeszauber mit Aśvattha und Kuṣṭha (1)

imās tapantu tvauṣadhīr / oṣadhīnām ayaṃ rasaḥ | / aśvatthas te 'yaṃ hṛdy / agnir bhūto vy oṣatu / pra patāto mamādhyā ||

Diese Pflanzen sollen dich erhitzen; dies ist der Saft der Pflanzen; / der Aśvattha [ist] dir im Herzen; / zu Agni geworden soll er [dich] sengen. / Flieg hervor, [getrieben] von meinem Sehnen (ādhī [?]).

yathā sūtraṃ lākṣāraktam / ājyenānuṣicyate | / evā te kāmaḥ sarpatv / antar asthasu majjasu / pra (…) || see 1e

Wie ein mit Lack rot gefärbter Faden / mit Schmelzbutter übergossen wird, / so soll dir Verlangen (kāma) kriechen / in die Knochen, in die Marksäfte. / (Refrain: „Flieg hervor, [getrieben] von meinem Sehnen.“)

yathā kuṣṭhaḥ prayasyati / yathā dahyate arciṣā | / evā te dahyatāṃ manaḥ / pra (…) || see 1e

Wie der Kuṣṭha sich erhitzt [?] (prayasyati), / wie er brennt von der Flamme, / so soll dein Sinn brennen. / (Refrain: „Flieg hervor, [getrieben] von meinem Sehnen.“)

puṃsaḥ kuṣṭhāt pra kṣarati / stoka ādhībhir ābhṛtaḥ | Bhatt. ādhibhir / sa te hṛdaye vi vartatāṃ / pra (…) || see 1e

Vom Kuṣṭha des Mannes fließt heraus / ein Tröpfchen, durch Sehnsüchte herbeigetragen; / das soll sich dir im Herzen wälzen. / (Refrain: „Flieg hervor, [getrieben] von meinem Sehnen.“)

eṣa te stoko hṛdayaṃ / digdheveṣuḥ pra padyatām | / astrākhaṇaṃ yatheṣvā / kāmo vidhyatu tvā mama / pra (…) || see 1e

Dieses Tröpfchen von dir soll ins Herz fahren / wie ein vergifteter Pfeil; / wie beim Pfeil[schaft] [?] (astrākhaṇa [?]): / das Verlangen soll dich durchbohren, mein [Verlangen]. / (Refrain: „Flieg hervor, [getrieben] von meinem Sehnen.“)

harita edhi śuṣkākṣaḥ / sarvadā hṛdayāmayi | / striyas te anyā mā chāntsur Bhatt. mā chāñchur / atho tvāśābhi śocatu / pra (…) || see 1e

Werde gelb, mit vertrockneten Augen, / immer herzleidend. / Deine anderen Frauen sollen dich nicht abschneiden (mā chāntsuḥ [?]); / dann soll die Sehnsucht dich brennen. / (Refrain: „Flieg hervor, [getrieben] von meinem Sehnen.“)

śocīmad astu te śayanaṃ / śocīmad upaveśanam | / śocīmad astu te mano / yathātra na ramāsā / arvācī na manāsa / pra (…) || see 1e

Flammend sei dein Lager, / flammend dein Sitz, / flammend dein Sinn, / damit du hier keine Ruhe findest, [und] nicht mit herwärts gewandtem Sinn [?] (arvācī na manāsa). / (Refrain: „Flieg hervor, [getrieben] von meinem Sehnen.“)

na ramāsai saṅgateṣu / śayānaṃ tvābhi śocatu | / stokas tvottuda ut tudāt / pra (…) || see 1e

Du sollst keine Ruhe finden bei Zusammenkünften; / als Liegenden soll dich [Sehnsucht] brennen; / das Tröpfchen soll dich aufstacheln. / (Refrain: „Flieg hervor, [getrieben] von meinem Sehnen.“)

antar dahati carmaṇo / asthimāṃsebhir ābhṛtam | / sarvān yajñaḥ pra yāśayād / aiḍa ādhībhis tava / pra (…) || see 1e

Es brennt innen in der Haut, / mit Knochen und Fleisch gefüllt. / Alle [...] soll das Opfer forttreiben (pra yāśayāt [?]), / der Aiḍa [?], mit deinen Sehnsüchten. / (Refrain: „Flieg hervor, [getrieben] von meinem Sehnen.“)

hṛdaye 'dhi sam idhyatāṃ / svair māṃsebhir eṣa te | / agniḥ kāmasya yo mahān / sa mahyaṃ randhayāti tvā Bhatt. randhayanti / pra (…) || see 1e

Im Herzen soll es sich entzünden / mit deinem eigenen Fleisch, dies von dir; / das Feuer des Begehrens, das große: / es soll dich mir unterwerfen. / (Refrain: „Flieg hervor, [getrieben] von meinem Sehnen.“)