Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 9

Hymne 9.3 Gegen Kilāsa (Hautfleckenkrankheit)

āpaḥ punantu varuṇaḥ punātv / ayaṃ ca yaḥ pavate viśvadānīm | / yajño bhago adhivaktā vidhartā- / -agniś ca naḥ pāvayetāṃ sūryaś ca ||

Die Wasser sollen reinigen, Varuṇa soll reinigen, / und dieser [hier], der zu jeder Zeit sich läutert; / das Opfer, Bhaga, der Fürsprecher, der Ordner: / und Agni und Sūrya sollen uns beide reinigen.

daśaśīrṣo daśajihva / ā rabhe vīrako bhiṣak | / mā te riṣaṃ khanitā / yasmai ca tvā khanāmasi ||

Zehnköpfig, zehnzüngig, ich fasse an [das Werk]: / der kleine Held, der Arzt. / Möge ich dir nicht schaden, der Ausgräber, / und [dem,] für den wir dich graben.

daśarātre kilāsasya / vīrudhā veda bheṣajam | / itas tad abhriyākhanaṃ / kilāsaṃ nāśayāmi te ||

Am zehnten Abend [Nacht] kennt die Pflanze das Heilmittel / gegen Kilāsa. / Von hier: das aus der Wolke Gegrabene — / ich lasse das Kilāsa dir verschwinden.

apsv anyā vi rohati / dhanvany anyādhi tiṣṭhati | / kilāsam anyānīnaśad / varcasānyā sam ukṣatu ||

Im Wasser wächst eine andere, / in der Wüste steht eine andere; / das Kilāsa soll die eine zum Verschwinden bringen, / mit Glanz soll die andere [dich] besprengen.

ājyena ghṛtena / juhomi kilāsabheṣajam | / vīrudhām agneḥ saṅkāśe / kilāsaṃ nānu vidyate ||

Mit Opferschmalz, mit Schmelzbutter / opfere ich das Heilmittel gegen Kilāsa. / Im Anblick der Pflanzen [und] Agnis / wird Kilāsa nicht mehr gefunden.

piśaṅgarūpo bhavati / kalmāṣam uta saṃdṛśi | / kilāsa naśyetaḥ paraḥ / pra tvā dhakṣyāmi vīrudhā ||

Bräunlich-gelb wird [die Haut], / und scheckig im Aussehen: / Kilāsa, verschwinde von hier hinweg! / Ich verbrenne dich mit der Pflanze.

yāni pṛthag utpatanti / nakṣatrāṇīva saṃdṛśi | / kilāsaṃ sarvaṃ nāśayann / ogha ivābhy emi vīrudhā ||

Was sich getrennt erhebt / wie Sterne im Anblick — / das Kilāsa alles vernichtend / komme ich wie eine Flut auf euch zu, mit der Pflanze.

yadi vā puruṣeṣitāt / kilāsa paryājagan | / namo namasyāmo devān / pratyak kartāram ṛcchatu ||

Oder wenn du, Kilāsa, von einem Menschen / gesandt herbeigekommen bist: / Verehrung den Göttern, wir erweisen sie; / auf den Urheber möge es zurückfallen.

śīrṣṇas te skandhebhyo / lalāṭāt pari karṇayoḥ | / oṣadhyā varṣajūtayā / kilāsaṃ nāśayāmi te | / svas tvā varṇa āyaty / anarātiḥ sahauṣadhiḥ ||

Von deinem Kopf, von den Schultern, / von der Stirn, ringsum von den Ohren — / mit der Pflanze, der regenbeflügelten, / vertreibe ich dir das Kilāsa; / die Eigenfarbe soll dir kommen, / frei von Feinden, samt der Pflanze.

grīvābhyas ta uṣṇihābhyaḥ / kīkasābhyo anūkyāt | / (…) || see 9cdef

Von den Nacken, von den Halswirbeln, / von den Rückenwirbeln [[?]], [ausgehend] — / [mit der Pflanze, der regenbeflügelten, vertreibe ich dir das Kilāsa; die Eigenfarbe soll dir kommen, frei von Feinden, samt der Pflanze.]

aṃsābhyāṃ te dorbhyāṃ / bāhubhyāṃ pari hastayoḥ | / (…) || see 9cdef

Von deinen Schultern, Armen, Oberarmen, ringsum von den Händen — / [mit der Pflanze, der regenbeflügelten, vertreibe ich dir das Kilāsa; die Eigenfarbe soll dir kommen, frei von Feinden, samt der Pflanze.]

pṛṣṭibhyas te pārśvābhyāṃ / śroṇibhyāṃ pari bhaṃsasaḥ | / (…) || see 9cdef

Von deinen Rippen, den Seiten, den Hüften, ringsum vom Gesäß — / [mit der Pflanze, der regenbeflügelten, vertreibe ich dir das Kilāsa; die Eigenfarbe soll dir kommen, frei von Feinden, samt der Pflanze.]

ūrubhyāṃ te 'ṣṭhīvadbhyāṃ / pārṣṇibhyāṃ prapadābhyām | / oṣadhyā varṣajūtayā / kilāsaṃ nāśayāmi te | / svas tvā varṇa āyaty / anarātiḥ sahauṣadhiḥ ||

Von den Schenkeln, den Knien (aṣṭhīvat), den Fersen, den Zehen(spitzen): / mit der Pflanze, der regenbeflügelten, / vertreibe ich dir das Kilāsa; / die Eigenfarbe soll dir kommen, / frei von Feinden, samt der Pflanze.