Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 9

Hymne 9.27 Lied auf die Kriegstrommel (Dundubhi)

uccair ghoṣo dundubhiḥ satvanāyaṃ / vānaspatyaḥ saṃbhṛta usriyābhiḥ | / vācaṃ kṣaṇuvāno damayan sapatnān / siṃha iva jyeṣyann abhi taṃstanībhiḥ ||

Hochschallend ist diese Kriegstrommel (dundubhi) des Kämpfers, / aus Baumholz, mit Rinder[häuten] zusammengefügt; / die Rede erschallen lassend (kṣaṇuvāna [?]), die Nebenbuhler bezwingend, / wie ein Löwe, der siegen will, gegen jene mit Donnerlauten.

siṃha ivāstānīd druvayo vibaddho / 'bhikrandann ṛṣabho vāśitām iva | / vṛṣā tvaṃ vadhrayas te sapatnā / aindras te śuṣmo abhimātiṣāhaḥ ||

Wie ein Löwe hat sie gebrüllt, am Druvaya festgebunden [?], / brüllend wie ein Stier nach einer brünstigen Kuh. / Ein Stier bist du; deine Nebenbuhler sind Kastrierte (vadhri). / Indras ist deine Kraft, die die Feinde überwältigt.

saṃjayan pṛtanā ūrdhvamāyur / gṛhyā gṛhṇāno bahudhā vi cakṣva | / daivīṃ vācam ā hura gurasva vedhāḥ / śatrūṇām upa bharasva vedaḥ ||

Heere besiegend, [das] Leben aufwärts [?], / das Ergreifbare ergreifend, schau vielfach umher. / Die göttliche Rede [ruf] herbei (ā hura [?]), erhebe deine Stimme, Wirker (vedhas); / der Feinde Habe trage zusammen.

vṛṣeva yūthaṃ sahaso vidāno / gavyann abhi ruva saṃdhanājit | / śucā vidhya hṛdayaṃ pareṣāṃ / hitvā grāmān pracyutā yantu śatravaḥ ||

Wie ein Stier die Herde, seine Kraft erkennend, / brülle, nach Kühen begehrend, du Beutesieger. / Mit Glut durchbohre das Herz der Feinde; / die Dörfer verlassend sollen die Feinde vertrieben davonziehen.

dundubher vācaṃ prayatāṃ vadantīm / āśṛṇvatī nāthitā ghoṣabuddhā | / nārī putrān dhāvatu hastagṛhya- / -amitrī bhītā samare vadhānā ||

Der Stimme der Dundubhi, der feierlich redenden, / soll die [Frau des Feindes], sie hörend, bedrängt, vom Schall geweckt — / das Weib soll mit den Söhnen an der Hand gefasst davonrennen, / feindlich, verängstigt, in der Schlacht geschlagen.

dhībhiḥ kṛtaḥ pra bharasva vācam / ud dharṣaya satvanām āyudhāni | / amitrasenām abhijañjabhāno / dyumad vada dundubhe sūnṛtāvat ||

Mit Bedacht (dhībhiḥ) gemacht, bringe deine Stimme hervor; / rege die Waffen des Kämpfers auf. / Das Heer der Feinde zermalmend, / sprich glänzend, Dundubhi, mit Wahrhaftem/Freundlichem (sūnṛtāvat).

pūrvo dundubhe vi ṣahasva śatrūn / bhūmyāḥ pṛṣṭhe vada bahu rocamānaḥ | / indramedī satvanaḥ saṃ hvayasva / mitrair amitrān ava jaṅghanīhi ||

Als Erste, Dundubhi, bezwinge die Feinde; / auf dem Rücken der Erde sprich, vielfach strahlend. / Du Indra-Gefährtin (indramedin), rufe die Kämpfer zusammen; / mit den Freunden schlag die Feinde nieder.

antareme nabhasī ghoṣo astu / pṛthak te dhvanayo yantu śībham | / abhi kranda stanayotpipānāṃ / ślokakṛn mitratūryāya svardhi ||

Zwischen diesen beiden Himmelsräumen sei der Schall; / gesondert sollen deine Töne rasch gehen. / Brülle an, donnere die Aufgeregten [?] (utpipānām [?]); / als Ruhmesschöpfer sorge für den Sieg der Freunde (svardhi [?]).

saṃkrandanaḥ pravedo dhṛṣṇuṣeṇaḥ / pravedakṛd bahudhā grāmaghoṣī | / śreyo vanvāno vayunāni vidvān / kīrtiṃ bahubhyo vi bhaja dvirāje ||

Zusammen brüllend, kundig (pravedaḥ), mit kühnem Heer, / Kunde bringend, vielfach das Dorf mit Schall erfüllend, / das Bessere gewinnend, die Zeichen kennend: / verteile Ruhm an viele, du für zwei Herrscher [?] (dvirāje [?]).

śreyaḥketo vasujit sahīyān / mitraṃ dadhānas tviṣito vipaścit | / aṃśūn iva grāvādhiṣavaṇe adrir / gavyaṃ dundubhe adhi nṛtya vedaḥ ||

Mit dem Zeichen des Vorrangs, Güter erobernd, überlegen, / Freundschaft stiftend, funkelnd, einsichtig — / wie der Pressstein auf dem Pressbrett die Somastängel [zermalmt], / so tanze, Dundubhi, [zermalmend] über die rinderreiche Habe.

śatrūṣāṇ nīṣāḍ abhimātiṣāho / gaveṣaṇaḥ sahamāna udbhit | / vāgvī mantraṃ pra janayasva vājin / sāṅgrāmajityāyeṣam ud vadeha ||

Feindbezwinger, Niederwerfer, Nebenbuhler-Besieger, / Kühe suchend, überwältigend, Ausbrecher: / redend, erzeuge den Spruch, du Renner; / für den Sieg im Kampf sprich hier Kraft aus.

acyutacyut samado gamiṣṭho / mṛdho jetā pṛtanāṣāḍ ayodhyaḥ | / indreṇa kl̥pto vidathā nicikyad / dhṛddyotano dviṣatāṃ yāhi śībham ||

Das Unerschütterliche erschütternd, freudig erregt, zum Ziel eilend, / der Kämpfe Sieger, Heere bezwingend, unangreifbar; / von Indra gefügt, die Versammlungen (vidatha) erkennend [?], / das Herz erhellend der Feinde: geh rasch!