Adhyāya 19
Ein Trayastriṃśa-Ṣaḍaha (technische Stoma-Anweisung)
Adhyāya mit einer dichten, teils fragmentarischen Aufstellung der Stoma-Ordnung eines Ṣaḍaha (Trayastriṃśa, Triṇava, Ekaviṃśa, Trivṛt) und Deutungen (Gipfel des Bradhna, Speise in der Mitte, Saptāha). Der erste Satz und die Sätze über Upahavya, Trivṛt und vilomāna sind schwer und teilweise unsicher.
Atirātra, Pṛṣṭhya-Stoma-Ṣaḍaha, ein Trayastriṃśa-Tag, unbestimmt (anirukta), [nach der] Ordnung (tantra) des Upahavya festgelegt [?]; dessen Kaṇva-Rathantara am Mittag; dann ein Trayastriṃśa[-Tag], bestimmt (nirukta), Triṇava, zwei Ekaviṃśa, Triṇava, Trayastriṃśa-Tag, bestimmt, Trayastriṃśa-Tag, unbestimmt; Pṛṣṭhya-Stoma-Ṣaḍaha, umgekehrt (pratyañc) ein Trivṛt-Tag, unbestimmt; Jyotiṣṭoma, Agniṣṭoma, Atirātra. [Anm.: Deutung von anirukta/nirukta und tantre kḷpta unsicher]
etābhir vai devāḥ svarge loke samasīdan svarge loke sīdāmety etāḥ
Mit diesen setzten sich die Götter in der Himmelswelt nieder: „Wir wollen uns in der Himmelswelt niederlassen“ [sagten sie]; [so kamen] diese [Nächte].
etā vāva bradhnasya viṣṭapo yad ete trayastiṃśā madhyataḥ saṃdhīyante tena bradhnasya viṣṭapaṃ rohanti
Diese sind der Gipfel/Scheitel (viṣṭapa) des Bradhna [Anm.: bradhna ‚der Rötliche‘, vermutlich die Sonne] [?], dass diese Trayastriṃśa[-Tage] in der Mitte eingefügt werden; dadurch steigen sie zum Gipfel des Bradhna hinauf.
apaśavyaṃ vā etat sattraṃ yad acchandomaṃ yat saptāhās tena chandomavatyas tena paśavyāḥ
Dieses Sattra ist ohne Viehsegen (apaśavya), wenn es ohne Chandoma [-Tage] ist; weil es Siebentage-Gruppen sind, ist es dadurch mit Chandomas versehen, dadurch viehreich.
Der Trayastriṃśa folgt auf den Trayastriṃśa, Trivṛt [auf] Trivṛt; von Spitze zu Spitze steigen sie hinauf; dass der Trayastriṃśa auf den Trayastriṃśa folgt: von Lebenshauch zu Lebenshauchen gewinnen sie festen Stand.