Genau hier baue ich das feste Haus; in Sicherheit stehe es, Schmalz träufelnd; dich, o Haus, mögen wir betreten, mit allen Helden, mit guten Helden, mit unversehrten Helden.
Wort für Wort
ihaiva
genau hier
dhruvāṃ
das feste (Akk.Sg.)
ni
hin- (Präverb)
minomi
ich baue, richte auf (1.Sg.Präs.)
śālāṃ
das Haus (Akk.Sg.)
kṣeme
in Sicherheit (Lok.Sg.)
tiṣṭhāti
stehe es (3.Sg.Inj./Impv.)
ghṛtam
Schmalz (Akk.Sg.)
ukṣamāṇā
träufelnd (Nom.Sg.Part.)
tāṃ
dich (Akk.Sg.)
tvā
dich (Akk.Sg.)
śāle
o Haus (Vok.Sg.)
sarvavīrāḥ
sarva 'all' + vīra 'Held' → mit allen Helden (Nom.Pl.)
suvīrā
su- 'gut' + vīra 'Held' → mit guten Helden (Nom.Pl.)
ariṣṭavīrā
a-riṣṭa 'unversehrt' + vīra 'Held' → mit unversehrten Helden (Nom.Pl.)
Du bist der Träger, o Haus, mit hohem Dach, mit wohlgefülltem Korn [Anm.: pūtidhānyā ist unsicher gedeutet]; dich möge das Kalb erreichen, der Knabe, die Milchkühe, am Abend schwellend.
imāṃ śālāṃ savitā vāyur indro bṛhaspatir ni minotu prajānan ukṣantūdnā maruto ghṛtena bhago no rājā ni kṛṣiṃ tanotu
Dieses Haus mögen Savitṛ, Vāyu, Indra, Bṛhaspati bauen, wissend; die Maruts mögen es mit Wasser, mit Schmalz benetzen; Bhaga, unser König, breite den Ackerbau für uns aus.
Gattin des Hausmaßes, Zufluchtsstätte, behaglich, du bist am Anfang von den Göttern erbaut worden, göttlich; mit Stroh bekleidet, sei du wohlgesinnt, und gib uns Reichtum samt Helden.
Wort für Wort
mānasya
des Hausmaßes (Gen.Sg.)
patni
o Gattin (Vok.Sg.)
śaraṇā
Zufluchtsstätte (Nom.Sg.)
syonā
behaglich (Nom.Sg.)
devī
göttlich (Nom.Sg.)
devebhir
von den Göttern (Instr.Pl.)
nimitāsy
bist erbaut worden (nimitā+asi)
agre
am Anfang (Lok.Sg.)
tṛṇaṃ
Stroh (Akk.Sg.)
vasānā
bekleidet (Nom.Sg.Part.)
sumanā
wohlgesinnt (Nom.Sg.)
asas
sei du (2.Sg.Opt.)
tvam
du (Nom.Sg.)
athāsmabhyaṃ
und uns (atha+asmabhyam)
sahavīraṃ
saha- 'samt' + vīra 'Held' → samt Helden (Akk.Sg.)
ṛtena sthūṇām adhi roha vaṃśogro virājann apa vṛṅkṣva śatrūn mā te riṣann upasattāro gṛhāṇāṃ śāle śataṃ jīvema śaradaḥ sarvavīrāḥ
Durch die Ordnung steige empor auf den Dachpfosten, den Bambus, gewaltig herrschend; wehre die Feinde ab; nicht sollen die, die sich in dir niederlassen, dir Schaden zufügen, o Haus; hundert Herbste mögen wir leben, mit allen Helden.
Wort für Wort
ṛtena
durch die Ordnung (Instr.Sg.)
sthūṇām
auf den Dachpfosten (Akk.Sg.)
adhi
empor- (Präverb)
roha
steige! (2.Sg.Impv.)
vaṃśogro
als gewaltiger Bambus (Nom.Sg.)
virājann
herrschend (Nom.Sg.Part.)
apa
ab- (Präverb)
vṛṅkṣva
wehre ab! (2.Sg.Impv.Med.)
śatrūn
die Feinde (Akk.Pl.)
mā
nicht
te
dir (Dat.Sg.)
riṣann
mögen schaden (3.Pl.Inj.)
upasattāro
die sich Niederlassenden (Nom.Pl.)
gṛhāṇāṃ
der Häuser (Gen.Pl.)
śāle
o Haus (Vok.Sg.)
śataṃ
hundert
jīvema
wir mögen leben (1.Pl.Opt.)
śaradaḥ
Herbste (Akk.Pl.)
sarvavīrāḥ
sarva 'all' + vīra 'Held' → mit allen Helden (Nom.Pl.)
pūrṇaṃ nāri pra bhara kumbham etaṃ ghṛtasya dhārām amṛtena saṃbhṛtām imāṃ pātṝn amṛtena sam aṅgdhīṣṭāpūrtam abhi rakṣāty enām
Trage, Frau, diesen vollen Krug herbei, den Strom des Schmalzes, mit dem Unsterblichkeitstrank vereint; salbe diese Trinkenden mit Unsterblichkeitstrank; das durch Opfer und milde Gaben Vollbrachte (iṣṭāpūrta) beschütze sie.
Wort für Wort
pūrṇaṃ
voll (Akk.Sg.)
nāri
o Frau (Vok.Sg.)
pra
her- (Präverb)
bhara
trage! (2.Sg.Impv.)
kumbham
Krug (Akk.Sg.)
etaṃ
diesen (Akk.Sg.)
ghṛtasya
des Schmalzes (Gen.Sg.)
dhārām
den Strom (Akk.Sg.)
amṛtena
mit dem Unsterblichkeitstrank (Instr.Sg.)
saṃbhṛtām
vereint (Akk.Sg.Part.)
imāṃ
diese (Akk.Pl.)
pātṝn
die Trinkenden (Akk.Pl.)
amṛtena
mit dem Unsterblichkeitstrank (Instr.Sg.)
sam
ganz (Präverb)
aṅgdhīṣṭāpūrtam
aṅgdhi 'salbe!' (Impv.) + iṣṭāpūrtam (iṣṭa 'geopfert' + pūrta 'gespendet') 'das durch Opfer und milde Gaben Erworbene' (Akk.Sg.)
imā āpaḥ pra bharāmy ayakṣmā yakṣmanāśanīḥ gṛhān upa pra sīdāmy amṛtena sahāgninā
Diese Wasser trage ich herbei, frei von Krankheit, die Krankheit vertreibend; ich setze mich nieder im Haus mit dem Unsterblichkeitstrank und mit Agni.