Er hat aufgeschrien, der Wohltätige – hier möge er sein, Agni; erhelle die beiden weiten Welthälften [Anm.: vy acasva ist eine unsicher gedeutete Verbform]; dich mögen die allwissenden Maruts anschirren; führe jenen Mann mit Verehrung her, der das Opfer dargebracht hat.
Auch wenn er fern ist, mögen die rötlichen Rosse den redekundigen Indra zur Freundschaft herbeibewegen – so wie ihm die Götter mit der Sautrāmaṇī-Feier Gāyatrī, Bṛhatī und das Preislied zugewandt haben [Anm.: dadhṛṣanta 'sie haben sich erkühnt/sind herangetreten' ist hier frei wiedergegeben, die genaue Konstruktion bleibt unsicher].
Aus den Gewässern rufe dich König Varuṇa; aus den Bergen rufe dich Soma; aus diesen Stämmen hier rufe dich Indra; werde zum Falken und fliege zu diesem deinem Volk.
Der Falke bringe den Angerufenen her aus der Ferne, der im fremden Land festgehalten umherzieht; die Aśvins mögen diesen Weg für ihn gangbar machen; ihr Stammesgenossen, nehmt ihn gemeinsam wieder auf.
Wort für Wort
śyeno
der Falke (Nom.Sg.)
havyaṃ
den Angerufenen (Akk.Sg.)
nayatv
bringe her! (3.Sg.Impv.)
ā
her- (Präverb)
parasmād
aus der Ferne (Abl.Sg.)
anyakṣetre
anya 'anderes, fremdes' + kṣetra 'Land, Feld' → im fremden Land (Lok.Sg.)
hvayantu tvā pratijanāḥ prati mitrā avṛṣata indrāgnī viśve devās te viśi kṣemam adīdharan ||5|| {6}
Es mögen dich die Menschen von Angesicht zu Angesicht rufen; die Freunde haben ihre Wahl auf dich fallen lassen; Indra und Agni, alle Götter, haben dir in deinem Stamm Sicherheit verliehen.