Mit jeder einzelnen Schöpfung ist sie [die Yaminī] entstanden, dort, wo die Weltschöpfer, die allgestaltigen, die Kühe aussandten. Wo außer der Zeit die Yaminī [Anm.: wörtl. etwa 'die Zwillingsgeborene' – eine als Unglückszeichen geltende Zwillingsgeburt beim Rind] geboren wird, dort mindert sie, knurrend und fahlrot, das Vieh.
Sie mindert das Vieh, wird zur Fleischfresserin, zur Verderberin [Anm.: vyadvarī, Bedeutung unsicher, evtl. 'Zerfresserin'] – man gebe sie darum dem Brahmanen; so werde sie mild und gütig.
yatrā suhārdaḥ sukṛto madanti vihāya rogaṃ tanvaḥ svāyāḥ taṃ lokaṃ yaminy abhisaṃbabhūva sā no mā hiṃsīt puruṣān paśūṃś ca
Wo die Gutherzigen, die Rechtschaffenen sich freuen, die Krankheit ihres eigenen Leibes hinter sich gelassen – jene Welt hat die Yaminī erreicht; sie schade uns nicht, weder den Menschen noch dem Vieh.
yatrā suhārdāṃ sukṛtām agnihotrahutām yatra lokaḥ taṃ lokaṃ yaminy abhisaṃbabhūva sā no mā hiṃsīt puruṣān paśūṃś ca
Wo die Welt der Gutherzigen, der Rechtschaffenen ist, derer, die das Agnihotra dargebracht haben – jene Welt hat die Yaminī erreicht; sie schade uns nicht, weder den Menschen noch dem Vieh.
Wort für Wort
yatrā
wo
suhārdāṃ
der Gutherzigen (Gen.Pl.)
sukṛtām
der Rechtschaffenen (Gen.Pl.)
agnihotrahutām
derer, die das Agnihotra dargebracht haben (Gen.Pl.)