vedāhaṃ payasvantaṃ cakāra dhānyam bahu saṃbhṛtvā nāma yo devas taṃ vayaṃ havāmahe yoyo ayajvano gṛhe
Ich kenne den Gott, der reichlich Getreide fruchtreich gemacht hat; 'Saṃbhṛtvan' (der Zusammenbringer) heißt er – ihn rufen wir an, ihn, der auch im Haus dessen ist, der nicht opfert [Anm.: die genaue Aussage dieser Zeile ist theologisch wie philologisch unsicher].
Diese fünf Himmelsrichtungen, die fünf menschlichen Völker – wenn es geregnet hat, mögen sie wie Flüsse die Fülle herbeitragen [Anm.: Satzbau und Bildbezug dieser Zeile sind unsicher].
Drei sind die Maße der Gandharven, vier die der Hausherrinnen [Anm.: der rituelle Hintergrund dieser Zählung ist unklar]; von diesen, welche die fülleträchtigste ist – mit ihr berühren wir dich.
Wort für Wort
tisro
drei (Nom.Pl.f.)
mātrā
Maße (Nom.Pl.)
gandharvāṇāṃ
der Gandharven (Gen.Pl.)
catasro
vier (Nom.Pl.f.)
gṛhapatnyāḥ
gṛha 'Haus' + patnī 'Herrin' → der Hausherrinnen (Gen.Pl.)
upohaś ca samūhaś ca kṣattārau te prajāpate tāv ihā vahatāṃ sphātiṃ bahuṃ bhūmānam akṣitam
'Upoha' und 'Samūha', die Herbeischaffer und Zusammentrager, sind deine beiden Verteiler, Prajāpati; sie beide mögen hierher die Fülle bringen, reichlichen, unerschöpflichen Überfluss.