Geschärft ist mir dieses Zauberwort, geschärft Heldenkraft und Stärke; geschärft und unvergänglich sei die Herrschermacht derer, deren Hauspriester ich bin; siegreich sei sie.
nīcaiḥ padyantām adhare bhavantu ye naḥ sūriṃ maghavānaṃ pṛtanyān kṣiṇāmi brahmaṇāmitrān un nayāmi svān aham
Nieder mögen fallen, die unteren mögen sein, die unseren Gönner, den Freigebigen, bekämpfen wollen; mit dem Zauberwort vernichte ich die Unfreunde, empor führe ich die Meinen.
Ihre Waffen schärfe ich, ihr Reich, reich an Helden, lasse ich wachsen; ihre Herrschermacht sei unvergänglich und siegreich; ihre Gesinnung mögen alle Götter begünstigen.
ud dharṣantāṃ maghavan vājināny ud vīrāṇāṃ jayatām etu ghoṣaḥ pṛthag ghoṣā ululayaḥ ketumanta ud īratām devā indrajyeṣṭhā maruto yantu senayā
Empor sollen sich sträuben, o Freigebiger, die Streitrosse in Kampflust, empor steige das Getöse der siegenden Helden; einzeln erschallende Kriegsrufe, mit Feldzeichen versehen, sollen sich erheben; die Götter, mit Indra als Erstem, die Maruts, sollen mit dem Heer ausziehen.
Wort für Wort
ud
empor- (Präverb)
dharṣantāṃ
sollen sich sträuben (3.Pl.Impv.)
maghavan
o Freigebiger (Vok.Sg.)
vājināny
die Streitrosse (Nom.Pl.n.)
ud
empor- (Präverb)
vīrāṇāṃ
der Helden (Gen.Pl.)
jayatām
der siegenden (Gen.Pl.Part.)
etu
möge steigen (3.Sg.Impv.)
ghoṣaḥ
Getöse (Nom.Sg.)
pṛthag
einzeln
ghoṣā
Kriegsrufe (Nom.Pl.)
ululayaḥ
erschallende (Nom.Pl.Adj.)
ketumanta
mit Feldzeichen versehen (Nom.Pl.Adj.)
ud
empor- (Präverb)
īratām
sollen sich erheben (3.Pl.Impv.Med.)
devā
die Götter (Nom.Pl.)
indrajyeṣṭhā
indra 'Indra' + jyeṣṭha 'der Älteste, Erste' → mit Indra als Erstem/Anführer (Nom.Pl.)
Zieht aus, siegt, ihr Männer; gewaltig seien eure Arme; scharfe Pfeile gegen die, deren Bogen kraftlos ist; erschlagen seien die Kraftlosen von euch mit gewaltigen Waffen, gewaltigen Armen.
Wort für Wort
pretā
zieht aus! (2.Pl.Impv.)
jayatā
siegt! (2.Pl.Impv.)
nara
o Männer (Vok.Pl.)
ugrā
gewaltig (Nom.Pl.)
vaḥ
eure (Gen.Pl.)
santu
seien! (3.Pl.Impv.)
bāhavaḥ
Arme (Nom.Pl.)
tīkṣṇeṣavo
tīkṣṇa 'scharf' + iṣu 'Pfeil' → mit scharfen Pfeilen (Nom.Pl.)
'baladhanvano
a-bala 'kraftlos' + dhanvan 'Bogen' → gegen die mit kraftlosem Bogen (Akk.Pl.)
hatogrāyudhā
hata 'erschlagen' + ugra 'gewaltig' + āyudha 'Waffe' → durch gewaltige Waffen erschlagen (Nom.Pl.)
abalān
die Kraftlosen (Akk.Pl.)
ugrabāhavaḥ
ugra 'gewaltig' + bāhu 'Arm' → mit gewaltigen Armen (Nom.Pl.)
avasṛṣṭā parā pata śaravye brahmasaṃśite jaya amitrān pra padyasva jahy eṣāṃ varaṃvaraṃ māmīṣāṃ moci kaś cana
Abgeschossen fliege fort, Geschoss aus dem Köcher, mit dem Zauberwort geschärft; besiege die Unfreunde, tritt vorwärts, erschlage einen nach dem anderen ihre Besten; keiner von ihnen entrinne mir.
Wort für Wort
avasṛṣṭā
abgeschossen (Vok.Sg.f.Part.)
parā
fort (Präverb)
pata
flieg! (2.Sg.Impv.)
śaravye
o Geschoss aus dem Köcher (Vok.Sg.)
brahmasaṃśite
brahman 'Zauberwort' + saṃśita (zu śā- 'schärfen') → mit dem Zauberwort geschärft (Vok.Sg.)
jaya
besiege! (2.Sg.Impv.)
amitrān
die Unfreunde (Akk.Pl.)
pra
vorwärts- (Präverb)
padyasva
tritt! (2.Sg.Impv.Med.)
jahy
erschlage! (2.Sg.Impv.)
eṣāṃ
von ihnen (Gen.Pl.)
varaṃvaraṃ
einen nach dem anderen die Besten (Akk.Sg.)
māmīṣāṃ
mā 'nicht' (Prohibitiv, zu moci) + amīṣām 'von diesen, ihretwegen' (Gen.Pl.) → keiner von ihnen (soll entrinnen)