yad rājāno vibhajanta iṣṭāpūrtasya ṣoḍaśam yamasyāmī sabhāsadaḥ avis tasmāt pra muñcati dattaḥ śitipāt svadhā
Wenn die Könige den sechzehnten Teil des Opfer- und Werkverdienstes (iṣṭāpūrta) verteilen – jene Beisitzer in Yamas Versammlung –, dann löst das dargebrachte weißfüßige Schaf davon aus, aus eigener Kraft.
Wort für Wort
yad
wenn
rājāno
die Könige (Nom.Pl.)
vibhajanta
verteilen (3.Pl.Präs.Med.)
iṣṭāpūrtasya
iṣṭa 'geopfert' + pūrta 'gespendet' → des Opfer- und Werkverdienstes (Gen.Sg.)
ṣoḍaśam
den sechzehnten Teil (Akk.Sg.)
yamasyāmī
Yamas, jene (Gen.Sg.+Nom.Pl.)
sabhāsadaḥ
sabhā 'Versammlung' + sad (zu sad- 'sitzen') → Beisitzer in der Versammlung (Nom.Pl.)
yo dadāti śitipādam aviṃ lokena saṃmitam sa nākam abhyārohati yatra śulko na kriyate abalena balīyase
Wer das weißfüßige Schaf gibt, gleichgesetzt mit einer ganzen Welt, der steigt hinauf zum Himmelsgewölbe, wo kein Zoll erhoben wird, wo der Schwache nicht dem Stärkeren unterliegt.
Wie die Labung nicht versiegt, wie das große Wasser des Meeres nicht versiegt, wie zwei zusammenwohnende Götter nicht vergehen, so vergeht das weißfüßige Schaf nicht.
ka idaṃ kasmā adāt kāmaḥ kāmāyādāt kāmo dātā kāmaḥ pratigrahītā kāmaḥ samudram ā viveśa kāmena tvā prati gṛhnāmi kāmaitat te
Wer gab dies wem? Kāma (die Begierde) gab es Kāma. Kāma ist der Geber, Kāma der Empfänger. Kāma ist ins Meer eingegangen. Mit Begierde nehme ich dich entgegen; dies, o Begierde, ist dein Anteil.
bhūmiṣ ṭvā prati gṛhṇātv antarikṣam idaṃ mahat māhaṃ prāṇena mātmanā mā prajayā pratigṛhya vi rādhiṣi
Die Erde nehme dich entgegen, dieser weite Luftraum; möge ich, nachdem ich dich empfangen habe, nicht Schaden nehmen an Atem, an Selbst, an Nachkommenschaft.