samiddho adya manuṣo duroṇe devo devān yajasi jātavedaḥ ā ca vaha mitramahaś cikitvān tvaṃ dūtaḥ kavir asi pracetāḥ
Entflammt heute im Hause des Menschen, Gott, opferst du den Göttern, Jātavedas; und bring sie herbei, du Freundes-Verehrter, Kundiger; du bist der Bote, der weise Seher, der Einsichtsvolle.
Tanūnapāt, die Bahnen der Wagen der Wahrheit (ṛta) mit Honig salbend, mit Wohlgeschmack, Schönzüngiger, die Gedanken durch Andachten fördernd und das Opfer mehrend – richte unser Opfer zu den Göttern hin.
Wort für Wort
tanūnapāt
tanū 'Leib' + napāt 'Enkel, Sohn' → 'Sohn des eigenen Leibes', Tanūnapāt (Epitheton Agnis) (Vok.Sg.)
patha
die Bahnen (Akk.Pl.)
ṛtasya
der Wahrheit (Gen.Sg.)
yānān
der Wagen (Akk.Pl.) [?]
madhvā
mit Honig (Instr.Sg.)
samañjant
salbend (Nom.Sg.Ptz.Präs.)
svadayā
mit Wohlgeschmack (Instr.Sg.)
sujihva
o Schönzüngiger (Vok.Sg.)
manmāni
su 'schön' + jihvā 'Zunge' → o Schönzüngiger (Vok.Sg.)
ājuhvāna īḍyo bandyaś cā yāhy agne vasubhiḥ sajoṣāḥ tvaṃ devānām asi yahva hotā sa enān yakṣīṣito yajīyān
Angerufen, verehrungswürdig und preisenswert, komm, Agni, einträchtig mit den Vasus; du bist der jugendliche Hotar (Opferpriester) der Götter; opfere ihnen, angetrieben, du Opferkundigster.
Nach Osten gerichtet wird das Barhis-Gras nach der Richtung der Erde ausgebreitet, im Morgengrauen, zu Beginn der Tage; es breitet sich weiter und weiter aus, behaglich für die Götter und für Aditi.
vyacasvatīr urviyā vi śrayantāṃ patibhyo na janayaḥ śumbhamānāḥ devīr dvāro bṛhatīr viśvaminvā devebhyo bhavata suprāyaṇāḥ
Weiträumig, weit sollen sie sich öffnen, wie sich Frauen für ihre Gatten schmücken; ihr göttlichen Türen, hohe, alldurchdringende, seid den Göttern leicht zu durchschreiten.
Opferwürdig, nahe beieinander sollen Uṣas und Nakta (Morgen- und Nachtgöttin) sich an ihrem Sitz niederlassen; die beiden göttlichen Frauen, hoch, golden geschmückt, tragen strahlenden, hellglänzenden Schmuck.
Die beiden göttlichen Hotar-Priester, die ersten, wohlredend, bereiten das Opfer des Menschen zur Weihe; sie, die Sänger antreibend bei den Opferversammlungen, weisen dem Osten das Licht mit ihrer Richtung.
ā no yajñaṃ bhāratī tūyam etv iḍā manuṣvad iha cetayantī tisro devīr barhir edaṃ syonaṃ sarasvatīḥ svapasaḥ sadantām
Zu unserem Opfer komme eilends Bhāratī; Iḍā, hier wie beim Menschen wahrnehmend; die drei Göttinnen sollen sich auf dieses behagliche Barhis setzen, Sarasvatī, die gutwirkenden.
ya ime dyāvāpṛthivī janitrī rūpair apiṃśad bhuvanāni viśvā tam adya hotar iṣito yajīyān devaṃ tvaṣṭāram iha yakṣi vidvān
Der diese beiden Erzeuger, Himmel und Erde, mit Gestalten alle Wesen geschmückt hat – ihn, den Gott Tvaṣṭar, verehre heute, Hotar, angetrieben, kundig, hier, du Opferkundigster.
Entsende selbst, salbend, den Göttern ihren Anteil, den Opfergaben nach den Jahreszeiten; der Baumherr, der Bereiter, der Gott Agni – sie sollen die Opfergabe schmackhaft machen mit Honig und Schmelzbutter.
Wort für Wort
upāvasṛja
entsende (2.Sg.Impv.) [?]
tmanyā
selbst (Instr.Sg.) [?]
samañjan
salbend (Nom.Sg.Ptz.Präs.)
devānāṃ
den Göttern (Gen.Pl.)
pātha
Anteil (Akk.Sg.n.) [?]
ṛtuthā
nach den Jahreszeiten (Adv.)
havīṃṣi
den Opfergaben (Akk.Pl.n.)
vanaspatiḥ
der Baumherr (Nom.Sg.)
śamitā
vanas/vana 'Wald, Baum' + pati 'Herr' → der Baumherr (Nom.Sg.)
Sogleich geboren, hat er das Opfer zugemessen; Agni wurde der Vorangeher der Götter; auf Geheiß dieses Hotar, in der Rede der Wahrheit – die mit svāhā dargebrachte Opfergabe sollen die Götter verzehren.
Wort für Wort
sadyo
sogleich (Adv.)
jāto
geboren (Nom.Sg.)
vy
zu- (Präverb)
amimīta
hat zugemessen (3.Sg.Impf.Med.)
yajñam
das Opfer (Akk.Sg.)
agnir
Agni (Nom.Sg.)
devānām
der Götter (Gen.Pl.)
abhavat
wurde (3.Sg.Impf.)
purogāḥ
puras 'voran' + gā 'gehend' → der Vorangeher (Nom.Sg.)