Aufwärts gerichtet sind seine Brennscheite, aufwärts die hellen Flammen des Agni, des glanzvollsten, des schöngesichtigen, des Sohnhabenden, des Tanūnapāt, des Herrlichen mit den vielen Händen. [Anm.: „Tanūnapāt“ („Sohn seiner selbst“) gilt meist als Beiname Agnis selbst und nicht als eigenständiger Sohn – die Aufzählung besteht durchweg aus Epitheta des Agni.]
Wort für Wort
ūrdhvā
aufwärts gerichtet (Nom.Pl.)
asya
seine (Gen.Sg.)
samidho
Brennscheite (Nom.Pl.)
bhavanty
sind (3.Pl.Präs.)
ūrdhvā
aufwärts gerichtet (Nom.Pl.)
śukrā
helle (Nom.Pl.)
śocīṣy
Flammen (Nom.Pl.)
agneḥ
des Agni (Gen.Sg.)
dyumattamā
des Glanzvollsten (Nom.Sg.)
supratīkaḥ
su 'schön' + pratīka 'Anblick, Gesicht' → des Schöngesichtigen (Nom.Sg.)
sasūnus
sa- 'mit' + sūnu 'Sohn' → des Sohnhabenden (Nom.Sg.)
Die beiden, herrschend durch die weitreichende Stätte des Agni, wohlgeleitet, opfern nahe beieinander; Uṣas und Nakt sollen dieses Opfer, unsere Feier, schützen.
Ihr göttlichen Hotar-Priester, preist mit der Zunge des Agni unser Opfer nach oben, preist es für unser gutes Gelingen! Die drei Göttinnen sollen sich auf dieses Opferstreu setzen: Iḍā, Sarasvatī, die große Bhāratī, gepriesen.
Wort für Wort
daivā
die göttlichen (Vok.Du.)
hotāra
Hotar-Priester (Vok.Du.)
ūrdhvam
nach oben (Adv.)
adhvaraṃ
Opfer (Akk.Sg.)
no
unser (encl.)
'gner
des Agni (Gen.Sg., sandhi)
jihvayābhi
mit der Zunge (Instr.Sg.)
gṛnata
preist! (2.Pl.Impv.)
gṛnatā
preist! (2.Pl.Impv., Wdh.)
naḥ
uns (encl.)
sviṣṭaye
su 'gut' + iṣṭi 'Opfergelingen' → zu gutem Gelingen (Dat.Sg.)
tan nas turīpam adbhutaṃ purukṣu deva tvaṣṭā rāyas poṣaṃ vi ṣya nābhim asya
Dieses wunderbare, kraftvolle, an Nahrung reiche Gut – erschließe uns, Gott Tvaṣṭṛ, das Wachstum des Reichtums, seinen Kern! [Anm.: bildhafte, philologisch unsichere Stelle.]