śaṃ no devī pṛśniparṇy aśaṃ nirṛtyā akaḥ ugrā hi kaṇvajambhanī tām abhakṣi sahasvatīm
Heil sei uns die Göttin Pṛśniparṇī, Unheil bringe sie der Nirṛti; denn mächtig ist sie, die Kaṇva (den Unhold) zermalmt — sie, die Starke, habe ich in Besitz genommen.
arāyam asṛkpāvānaṃ yaś ca sphātiṃ jihīrṣati garbhādaṃ kaṇvaṃ nāśaya pṛśniparṇi sahasva ca
Die Missgunst, die Bluttrinkende, und wer die Fruchtbarkeit rauben will, den Kaṇva, den Leibesfrucht-Fresser, vernichte, Pṛśniparṇī, und überwältige ihn.
Wort für Wort
arāyam
die Missgunst, Geiz(-dämonin) (Akk.Sg.f.)
asṛkpāvānaṃ
asṛk 'Blut' + pāvan/pā 'Trinkende' (Akk.Sg.f., Kompositum) → die Bluttrinkende
yaś
wer (Nom.Sg.m.)
ca
und
sphātiṃ
Fruchtbarkeit, Gedeihen (Akk.Sg.)
jihīrṣati
rauben will (3.Sg.Präs.Desid.)
garbhādaṃ
garbha 'Leibesfrucht' + ada 'Fresser' (Akk.Sg., Kompositum) → der Leibesfrucht-Fresser
parāca enān pra ṇuda kaṇvān jīvitayopanān tamāṃsi yatra gachanti tat kravyādo ajīgamam
Stoße sie hinweg, die Kaṇvas, die sich vom Leben nähren; dorthin, wohin die Finsternisse gehen, dorthin habe ich sie den Leichenfressern (kravyād) zugetrieben.