indra juṣasva pra vahā yāhi śūra haribhyām pibā sutasya mater iha madhoś cakānaś cārur madāya
Indra, freue dich, fahre heran, komm, o Held, mit deinen beiden Falben; trink hier vom gepressten (Soma) des Liedes, des Süßen begierig, gerne zum Rausch.
indras turāṣāṇ mitro vṛtraṃ yo jaghāna yatīr na bibheda valaṃ bhṛgur na sasahe śatrūn made somasya
Indra, der schnell Überwältigende, der Freund [Anm.: mitraḥ hier wohl Beiname Indras ('der Freund/Verbündete'), nicht der Gott Mitra], der Vṛtra erschlug — wie einst die Yatis, so zerspaltete er den Vala; wie Bhṛgu überwand er im Rausch des Soma die Feinde.
Es sollen dich, Indra, die gepressten (Tränke) durchdringen; fülle deine beiden Seiten; Mächtiger, erkenne, komm her mit Bedacht zu uns, höre unseren Ruf, freue dich meiner Lieder, Indra; mit deinen eigenen Gespannen berausche dich hier zum großen Kampf.
indrasya nu pra vocaṃ vīryāṇi yāni cakāra prathamāni vajrī ahann ahim anu apas tatarda pra vakṣaṇā abhinat parvatānām
Von Indras Heldentaten will ich nun künden, die er als erste vollbrachte, der Keulenträger: er erschlug die Schlange (Ahi), durchbohrte die Gewässer, spaltete die Öffnungen der Berge.
Er erschlug die Schlange, die sich an den Berg geschmiegt hatte; Tvaṣṭar hatte ihm die tönende Keule geschmiedet; wie brüllende Kühe, dahinströmend, liefen die Gewässer gerade zum Meer.
Wie ein Stier sich gebärdend, erwählte er den Soma, trank in den drei Trikadruka-Pressungen vom gepressten Trank; der Freigebige ergriff sein Wurfgeschoss, die Keule, und erschlug diese erstgeborene der Schlangen.