ye bhakṣayanto na vasūny ānṛdhur yān agnayo anvatapyanta dhiṣṇyāḥ yā teṣām avayā duriṣṭiḥ sviṣṭiṃ nas tāṃ kṛṇavad viśvakarmā
Die, welche verzehrend die Güter nicht mehrten, an denen die häuslichen Feuer sich mitentzündeten — welcher Fehlopfer ihre Nachlässigkeit war, das mache Viśvakarman uns zum wohlvollzogenen Opfer.
Wort für Wort
ye
die, welche (Nom.Pl.)
bhakṣayanto
verzehrend (Nom.Pl.Part.Präs.)
na
nicht (Negation)
vasūny
die Güter (Akk.Pl.)
ānṛdhur
mehrten (3.Pl.Perf./Aor.)
yān
an denen (Akk.Pl., Rel.)
agnayo
die Feuer (Nom.Pl.)
anvatapyanta
sich mitentzündeten (3.Pl.Impf.Med.)
dhiṣṇyāḥ
die häuslichen (Nom.Pl., Adj.)
yā
welche (Nom.Sg.Fem., Rel.)
teṣām
ihre (Gen.Pl.)
avayā
Nachlässigkeit (Nom.Sg.)
duriṣṭiḥ
dur- 'schlecht' + iṣṭi 'Opfervollzug' → das Fehlopfer (Nom.Sg.)
sviṣṭiṃ
su- 'gut' + iṣṭi 'Opfervollzug' → zum wohlvollzogenen Opfer (Akk.Sg.)
Die Seher haben den Opferherrn der Sünde geziehen, der von der Nachkommenschaft ausgeschlossen und leidend ist; die kleinen Gaben, die er versagt hat — mit ihnen vereine uns Viśvakarman.
Wort für Wort
yajñapatim
yajña 'Opfer' + pati 'Herr' → den Opferherrn (Akk.Sg.)
ṛṣayaḥ
die Seher (Nom.Pl.)
enasāhur
der Sünde (Instr.Sg.) geziehen haben (āhuḥ, 3.Pl.Perf.)
nirbhaktaṃ
ausgeschlossen (Akk.Sg.Part.Perf.Pass.)
prajā
von Nachkommenschaft (Abl./Instr.Sg.)
anutapyamānam
leidend (Akk.Sg.Part.Präs.Med.)
mathavyānt
die kleinen (Akk.Pl., Adj., Bedeutung unsicher) [?]
adānyānt somapān manyamāno yajñasya vidvānt samaye na dhīraḥ yad enaś cakṛvān baddha eṣa taṃ viśvakarman pra muñcā svastaye
Der, in Gedanken den Somatrinker für geizig haltend, obwohl kundig der rechten Zeit des Opfers, nicht besonnen war — welche Sünde er dabei begangen hat und dafür nun gebunden ist: davon löse ihn, Viśvakarman, zum Heil.
ghorā ṛṣayo namo astv ebhyaś cakṣur yad eṣāṃ manasaś ca satyam bṛhaspataye mahiṣa dyumann namo viśvakarman namas te pāhy asmān
Furchtbar sind die Seher — Verehrung sei ihnen; ihr Blick und was in ihrem Sinn Wahrheit ist; Verehrung dem Bṛhaspati, dem Büffelhaften, dem Glanzvollen; Verehrung, Viśvakarman, dir — schütze uns.
Das Auge des Opfers, sein Anbeginn, und den Mund, mit Stimme, Gehör und Sinn opfere ich; dieses ausgebreitete Opfer sollen, durch Viśvakarman vollzogen, die Götter wohlgesonnen betreten.
Wort für Wort
yajñasya
des Opfers (Gen.Sg.)
cakṣuḥ
Auge (Akk.Sg.)
prabhṛtir
Anbeginn (Akk.Sg.)
mukhaṃ
den Mund (Akk.Sg.)
ca
und (Konj.)
vācā
mit Stimme (Instr.Sg.)
śrotreṇa
mit Gehör (Instr.Sg.)
manasā
mit Sinn (Instr.Sg.)
juhomi
opfere ich (1.Sg.Präs.)
imaṃ
dieses (Akk.Sg.)
yajñaṃ
Opfer (Akk.Sg.)
vitataṃ
ausgebreitet (Akk.Sg.Part.)
viśvakarmaṇā
viśva 'all' + karman 'Werk, Wirken' → durch Viśvakarman, den 'Allwirker' (Instr.Sg.)