Gib ihm Leben, Jātavedas (Agni); gib ihm Nachkommenschaft dazu, Tvaṣṭar; treibe ihm, Savitar, das Gedeihen des Reichtums zu; hundert Herbste soll er, der Deine, leben.
Wort für Wort
āyur
Leben (Akk.Sg.)
asmai
ihm (Dat.Sg.)
dhehi
gib! (2.Sg.Impv.)
jātavedaḥ
jāta 'geboren, entstanden (Wesen)' + vedas (zu vid- 'wissen/besitzen') → 'der alle Geschöpfe kennt' (Agni-Beiname, Vok.Sg.)
Gebt uns als Segen Kraft und gute Nachkommenschaft, verleiht Tüchtigkeit und Besitz, ihr beide Einträchtigen; verschaffe, Indra, mit Gewalt den Sieg über die Äcker, indem du die anderen zu geringeren Nebenbuhlern machst.
Von Indra gegeben, von Varuṇa gewiesen, von den Maruts mächtig entsandt, ist er zu uns gekommen; er sei euch, Himmel und Erde, im Schoß; nicht soll er hungern, nicht dürsten.
Kraft gebt ihm, ihr Kraftvollen, Milch gebt ihm, ihr Milchreichen; Kraft haben Himmel und Erde ihm verliehen, Kraft alle Götter, die Maruts, die Gewässer.
Mit heilsamen Kräften erquicke ich dir das Herz; unkrank mögest du dich freuen, glanzvoll; die beiden Hausgenossen sollen diesen Mantha-Trank trinken, die Gestalt der Aśvin als Zauberhülle anlegend.
indra etāṃ sasṛje viddho agra ūrjāṃ svadhām ajarāṃ sā ta eṣā tayā tvaṃ jīva śaradaḥ suvarcā mā ta ā susrod bhiṣajas te akran
Indra hat einst, gleich zu Anfang [Anm.: viddha ('getroffen/berührt') Sinnbezug an dieser Stelle unsicher], diese unvergängliche Eigenkraft der Nahrung freigesetzt; sie ist nun die deine — mit ihr lebe glanzvoll durch die Herbste; nicht soll sie dir entweichen, die Ärzte haben ihr Werk für dich vollbracht.