ayaṃ devānām asuro vi rājati vaśā hi satyā varuṇasya rājñaḥ tatas pari brahmaṇā śāśadāna ugrasya manyor ud imaṃ nayāmi
Dieser — Varuṇa — herrscht als Asura über die Götter, denn wahr ist der Wille des Königs Varuṇa; so befreie ich diesen, indem ich mich durch das heilige Wort auszeichne, aus dem Grimm des Gewaltigen.
namas te rajan varuṇāstu manyave viśvaṃ hy ugra nicikeṣi drugdham sahasram anyān pra suvāmi sākaṃ śataṃ jīvāti śaradas tavāyam
Verehrung sei dir, o König Varuṇa, deinem Zorn; denn alles, o Gewaltiger, durchschaust du, was an Bösem geschehen ist; tausend andere Vergehen treibe ich zugleich fort [Anm.: „pra suvāmi“ ist mehrdeutig (etwa „ich entsende/befreie“); die genaue Bedeutung dieser Zeile ist unsicher]; hundert Herbste lang möge dieser hier leben.
muñcāmi tvā vaiśvānarād arṇavān mahatas pari sajātān ugrehā vada brahma cāpa cikīhi naḥ
Ich befreie dich vom Vaiśvānara-Feuer — Beiname Agnis —, von der großen Flut, von den Sippengenossen; sprich hier kraftvoll [Anm.: „ugra“ („gewaltig“) könnte auch Anrede an eine Gottheit statt Adverb sein – die Syntax ist nicht eindeutig], und nimm unser heiliges Wort wahr.