Ihr Glück — Bhaga, Gott des Anteils — und ihren Glanz nehme ich fort [Anm.: das Verb könnte statt „nehmen“ auch „zuweisen/wegweisen“ bedeuten; der Sinn – ihr das Glück zu entziehen – bleibt aber derselbe], wie einen Kranz vom Baum; wie ein Berg mit mächtigem Sockel soll sie lange unverheiratet im Haus ihrer Väter bleiben.
eṣā te rājan kanyā vadhūr ni dhūyatām yama sā mātur badhyatāṃ gṛhe 'tho bhrātur atho pituḥ
Diese hier, o König Yama (Herrscher der Ahnen), sei dir als Braut abgewiesen; sie soll gebunden bleiben im Haus der Mutter, oder des Bruders, oder auch des Vaters.
eṣā te kulapā rājan tām u te pari dadmasi jyok pitṛṣv āsātā ā śīrṣṇaḥ śamopyāt
Diese hier sei dir, o König, die Hüterin der Sippe; sie übergeben wir dir; lange soll sie bei ihren Vätern sitzen bleiben, bis ihr das Haar vom Scheitel ergraut [Anm.: „śamopyāt“ ist eine seltene, unsichere Wortform; die Deutung „bis das Haar ergraut“ ist gebräuchlich, aber nicht gesichert].
asitasya te brahmaṇā kaśyapasya gayasya ca antaḥkośam iva jāmayo 'pi nahyāmi te bhagam
Durch das heilige Wort des Asita, des Kaśyapa und des Gaya — alte Seher — binde ich dein Glück [Anm.: „bhagam“ kann „Glück/Anteil“, aber euphemistisch auch den Schoß bzw. die Fruchtbarkeit bezeichnen; angesichts des Zwecks des Spruchs (die Ehe zu verhindern) ist Letzteres nicht auszuschließen] fest zu, wie die Schwestern die innere Hülle verschließen.