jyāke pari ṇo namāśmānaṃ tanvaṃ kṛdhi vīḍur varīyo 'rātīr apa dveṣāṃsy ā kṛdhi
O Bogensehne [Anm.: „jyāke“, wörtl. „kleine Sehne“ – Bezug und Bedeutung dieser Anrede sind unsicher], beuge dich rings um uns; mache den Leib fest wie Stein, noch fester; treibe die Missgunst fort, wende die Feindseligkeiten ab [Anm.: die beiden Verben im Sanskrit sind einander entgegengesetzt („wegtreiben“ / „herbeitreiben“); der genaue Sinn dieser zweiten Aussage ist unklar].
Wort für Wort
jyāke
o Bogensehne (Vok.Sg.) [?]
pari
rings um
ṇo
uns (Akk.Pl.)
namāśmānaṃ
beuge dich (wie) Stein (verschmolzen)
tanvaṃ
den Leib (Akk.Sg.)
kṛdhi
mache (2.Sg.Impv.)
vīḍur
fest (Akk.Sg.)
varīyo
noch fester (Komp.)
'rātīr
a- 'nicht' + rāti 'Freigebigkeit, Gabe' (Akk.Pl.) → die Missgunst, der Geiz
Wenn die Kühe den Baum [Anm.: „vṛkṣa“ – hier wohl das Bogenholz; das Bild der „umschlingenden Kühe“ ist in der Forschung nicht sicher gedeutet] umschlingen, besingen sie den bebenden, kunstreichen Pfeil: Halte, Indra, das Geschoss, den Wurfpfeil, von uns fern.