Wir treiben das Unglückszeichen (lakṣmī) aus, das Brandmal (lalāma), wir treiben die Mißgunst (arāti) aus; was aber heilvoll ist, das führen wir unserer Nachkommenschaft zu [Anm.: die Verszeile ist syntaktisch verdichtet; ob sich das zweite „arātim“ nochmals auf die Nachkommenschaft bezieht, ist unklar] – die Mißgunst treiben wir hinweg.
Savitṛ (Antriebs- und Sonnengott) treibe das Unheil (araṇi) von den Füßen fort, von den Händen Varuṇa (Hüter der kosmischen Ordnung), Mitra (Gott des Bündnisses) und Aryaman (Gott der Gastfreundschaft); uns zugute, Gunst (Anumati) gewährend, haben die Götter sie zum Glück (saubhagya) hervorgebracht.
yat ta ātmani tanvāṃ ghoram asti yad vā keśeṣu praticakṣaṇe vā sarvaṃ tad vācāpa hanmo vayaṃ devas tvā savitā sūdayatu
Was an dir selbst, an deinem Leib Schreckliches ist, oder was in den Haaren oder im Aussehen – all das schlagen wir mit dem Wort hinweg; der Gott Savitṛ möge dich läutern.
riśyapadīṃ vṛṣadatīṃ goṣedhāṃ vidhamām uta vilīḍhyaṃ lalāmyaṃ tā asman nāśayāmasi
Das Riśyapadī-Mal, das Vṛṣadatī-Mal, das Goṣedhā-Mal, das Vidhamā-Mal, das Vilīḍhya-Mal, das Lalāmā-Mal [Anm.: verschiedene Bezeichnungen für Unglücksmale bei Tieren; ihre genaue Bedeutung ist unsicher] – all diese lassen wir von uns verschwinden.