Quellen der Menschheit

Sāmaveda · Aindra-Kāṇḍa

Kapitel 11 Indra, Mitra-Varuṇa, Viṣṇu: Anrufung und Schreitung

Enthält den Viṣṇu-Vers (Dreischritt) am Schluss.

ā va indra kṛviṃ yathā vājayantaḥ śatakratum maṃhiṣṭhaṃ siñca indubhiḥ

„Zu euch, Indra, [rufen wir] wie zu einem Schlauch [?] den Hundertkräftigen, wir Kraftbegehrende; den Freigebigsten begießt mit Tropfen [?].“ [Anm.: kṛvi unsicher]

ataścidindra na upā yāhi śatavājayā iṣā sahasravājayā

„Von dort her, Indra, komm zu uns mit hundertfacher Kraft, mit tausendfacher Labung.“

ā bundaṃ vṛtrahā dade jātaḥ pṛcchadvi mātaram ka ugrāḥ ke ha śṛṇvire

„Kaum geboren, nahm der Vṛtra-Töter den Pfeil [?]; er fragte die Mutter: Wer sind die Gewaltigen, welche sind berühmt?“

bṛbadukthaṃ havāmahe sṛprakarasnamūtaye sādhaḥ kṛṇvantamavase

„Den Liederreichen rufen wir zur Hilfe, den mit geschmeidigen [?] Armen, der es vollbringt, zum Beistand.“

ṛjunītī no varuṇo mitro nayati vidvān aryamā devaiḥ sajoṣāḥ

„Auf geradem Weg führe uns Varuṇa, Mitra, der Wissende, Aryaman, einträchtig mit den Göttern.“

dūrādiheva yatsato 'ruṇapsuraśiśvitat vi bhānuṃ viśvathātanat

„Wie aus der Ferne, hier, was da ist, [der] Rotglänzende [?] hat er hell gemacht [?]; breite das Licht nach allen Seiten aus.“ [Anm.: Textzustand fraglich]

ā no mitrāvaruṇā ghṛtairgavyūtimukṣatam madhvā rajāṃsi sukratū

„Zu uns, Mitra und Varuṇa, benetzt mit Ghee die Rinderweide, mit Süßem die Räume, ihr Klugwirkenden.“

udu tye sūnavo giraḥ kāṣṭhā yajñeṣvatnata vāśrā abhijñu yātave

„Auf! Jene Söhne haben die Lieder zum Ziel [wörtlich: Rennziel] in den Weihehandlungen gespannt [?]; die Brüllenden [?] [gehen] auf die Knie [?], um zu gehen.“ [Anm.: Textzustand fraglich]

idaṃ viṣṇurvi cakrame tredhā ni dadhe padam samūḍhamasya pāṃsule

„Dies hat Viṣṇu durchschritten; dreifach setzte er den Fuß; in seinem staubigen [Fuß] ist es zusammengefasst.“

Interaktive Leseansicht des ganzen Werks