Quellen der Menschheit

Sāmaveda · Aindra-Kāṇḍa

Kapitel 32 Indra: Selbstherrschaft, Somarausch, Kampf und Aśvin-Anruf

Refrain „arcann anu svarājyam“ in mehreren Versen; 417–418 mit Wechsel zu Himmelsbildern und Aśvins.

svādoritthā viṣūvato madhoḥ pibanti gauryaḥ yā indreṇa sayāvarīrvṛṣṇā madanti śobhathā vasvīranu svarājyam

Vom süßen, allseitig verbreiteten Honig trinken so die Gaurīs [?], die mit Indra dahinziehen, vom Stier berauscht, prachtvoll, gütig — der Selbstherrschaft gemäß. [Anm.: gauryaḥ = „weiße/Büffelkühe“ oder „Wasser“, unsicher]

itthā hi soma inmado brahma cakāra vardhanam śaviṣṭha vajrinnojasā pṛthivyā niḥ śaśā ahimarcannanu svarājyam

So hat, vom Soma berauscht, das Gebet das Stärkende gemacht. Kräftigster, Keilträger, mit Kraft schnittest du den Drachen aus der Erde heraus [?], während man (dir) huldigte — der Selbstherrschaft gemäß.

indro madāya vāvṛdhe śavase vṛtrahā nṛbhiḥ taminmahatsvājiṣūtimarbhe havāmahe sa vājeṣu pra no 'viṣat

Indra ist zum Rausch, zur Stärke erstarkt, der Vṛtra-Töter, mit den Männern. Ihn rufen wir um Hilfe in großen Kämpfen wie im Kleinen; er hat uns in den Wettkämpfen gefördert.

indra tubhyamidadrivo 'nuttaṃ vajrinvīryam yaddha tyaṃ māyinaṃ mṛgaṃ tava tyanmāyayāvadhīrarcannanu svarājyam

Indra, dir gehört, Presssteinträger, diese unübertroffene Heldenkraft, Keilträger: dass du jenes Zauberwild [?] erschlugst, das war durch deine Zauberkraft, während man huldigte — der Selbstherrschaft gemäß.

prehyabhīhi dhṛṣṇuhi na te vajro ni yaṃsate indra nṛmṇaṃ hi te śavo hano vṛtraṃ jayā apo 'rcannanu svarājyam

Geh vor, greif an, sei kühn! Dein Keil wird nicht aufgehalten. Indra, dein Ungestüm ist Mannheit; du erschlugst Vṛtra, gewannst die Wasser, während man huldigte — der Selbstherrschaft gemäß.

yadudīrata ājayo dhṛṣṇave dhīyate dhanam yuṅkṣvā madacyutā harī kaṃ hanaḥ kaṃ vasau dadho 'smāṃ indra vasau dadhaḥ

Wenn die Kämpfe sich erheben, wird dem Kühnen Beute zugewiesen. Schirre die rauschbringenden Falben an! Wen erschlägst du, wen setzt du in Besitz? Uns, Indra, setze in Besitz.

akṣannamīmadanta hyava priyā adhūṣata astoṣata svabhānavo viprā naviṣṭhayā matī yojā nvindra te harī

Sie haben gefressen, haben sich berauscht, die Lieben haben sich geschüttelt [?]. Es haben gepriesen die selbstleuchtenden Seher mit dem neuesten Gedanken. Nun sind deine Falben angeschirrt, Indra.

upo ṣu śṛṇuhī giro maghavanmātathā iva kadā naḥ sūnṛtāvataḥ kara idarthayāsa idyojā nvindra te harī

Höre denn gut die Lieder, Maghavan, nicht wie [?] mātathā iva [Anm.: Textzustand fraglich]. Wann wirst du uns, die wir Wahrheitsworte sprechen, gewiss zum Erbetenen machen [?]? Nun sind deine Falben angeschirrt, Indra.

candramā apsvā3ntarā suparṇo dhāvate divi na vo hiraṇyanemayaḥ padaṃ vindanti vidyuto vittaṃ me asya rodasī

Der Mond läuft in den Wassern dazwischen, der Vogel [?] eilt am Himmel; euch, goldradfelgige Blitze, finden die (Menschen) den Ort nicht. Merkt euch dies von mir, ihr beiden Welten. [Anm.: Wortlaut und Bezug unsicher]

prati priyatamaṃ rathaṃ vṛṣaṇaṃ vasuvāhanam stotā vāmaśvināvṛśi stomebhirbhūṣati prati mādhvī mama śrutaṃ havam

Zum liebsten Wagen hin, dem stierstarken, gutbringenden: euch, Aśvins, schmückt der Sänger-Seher mit Preisliedern; ihr Honigreichen, hört meinen Ruf.

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