Quellen der Menschheit

Sāmaveda · Aindra-Kāṇḍa

Kapitel 13 Indra: Anruf im Kampf, Freundschaft und Gabe

Längere Verse mit vier Pādas.

abhi tvā śūra nonumo 'dugdhā iva dhenavaḥ īśānamasya jagataḥ svardṛśamīśānamindra tasthuṣaḥ

„Auf dich, Held, brüllen wir zu wie ungemolkene Kühe: den Herrscher dieser Welt, den Himmelsschauenden, den Herrscher, Indra, über alles Stehende.“

tvāmiddhi havāmahe sātau vājasya kārvaḥ tvāṃ vṛtreṣvindra satpatiṃ narastvāṃ kāṣṭhāsvarvataḥ

„Dich rufen wir, denn im Gewinn der Kraftgabe, wir Sänger [?]; dich in den Vṛtra-Kämpfen, Indra, den guten Herrn, [rufen] die Männer, dich in den Rennzielen der Rosse.“

abhi pra vaḥ surādhasamindramarca yathā vide yo jaritṛbhyo maghavā purūvasuḥ sahasreṇeva śikṣati

„Zu euch [hin] lobsinge den gabenreichen Indra, wie er gefunden wird, der den Sängern, der Gabenherr, Gütervielfache, wie mit Tausendfachem zu spenden vermag.“

taṃ vo dasmamṛtīṣahaṃ vasormandānamandhasaḥ abhi vatsaṃ na svasareṣu dhenava indraṃ gīrbhirnavāmahe

„Ihn, euren wunderbaren, Bedrängnis Bezwingenden, den am Saft des Gutes [?] Berauschten: wie Kühe zum Kalb in den Ställen brüllen, [so] rufen wir Indra mit Liedern an.“

tarobhirvo vidadvasumindraṃ sabādha ūtaye bṛhadgāyantaḥ sutasome adhvare huve bharaṃ na kāriṇam

„Mit Eile euren Güterfinder, Indra, [rufen wir] in Bedrängnis zur Hilfe, laut singend beim Soma-Pressen in der Weihehandlung rufe ich den Wirkenden wie einen Kämpfer [?].“

taraṇiritsiṣāsati vājaṃ purandhyā yujā ā va indraṃ puruhūtaṃ name girā nemiṃ taṣṭeva sudruvam

„Der Schnelle will ja Kraftgabe gewinnen mit der Fülle als Gefährtin [?]; zu euch neige ich Indra, den Vielgerufenen, mit Lied, wie ein Wagner die gutlaufende Felge.“

pibā sutasya rasino matsvā na indra gomataḥ āpirno bodhi sadhamādye vṛdhe3 'smāṃ avantu te dhiyaḥ

„Trink vom Gepressten, dem saftigen; berausche dich an uns, Indra, dem Rinderreichen; sei unser Gefährte in der Zechgemeinschaft zur Stärkung; deine Gedanken mögen uns fördern.“

tvaṃ hyehi cerave vidā bhagaṃ vasuttaye udvāvṛṣasva maghavangaviṣṭaya udindrāśvamiṣṭaye

„Du komm ja zum Wandernden [?]; erkenne den Anteil zur Güter-Erlangung. Strömt empor, Gabenreicher, zur Rinder-Suche, empor, Indra, zur Rosse-Erlangung.“

na hi vaścaramaṃ ca na vasiṣṭhaḥ parimaṃste asmākamadya marutaḥ sute sacā viśve pibantu kāminaḥ

„Denn nicht [ ... ] euer Letztes und nicht [ ... ] Vasiṣṭha [ ... ] dein Umfang [?]; uns heute, Maruts, sollen beim Soma alle Verlangenden zusammen trinken.“ [Anm.: Textzustand fraglich]

mā cidanyadvi śaṃsata sakhāyo mā riṣaṇyata indramitstotā vṛṣaṇaṃ sacā sute muhurukthā ca śaṃsata

„Sagt nichts anderes, Freunde, und seid nicht schädigend [?]; nur Indra, den Bullen, preist, ihr Sänger, gemeinsam beim Soma, und wiederholt Lobreden.“

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