Quellen der Menschheit

Sāmaveda · Aindra-Kāṇḍa

Kapitel 30 Indra: Vṛtra-Töter, Divodāsa und Bitte an die Ādityas

Die Verse 395–397 wenden sich an die Ādityas.

gṛṇe tadindra te śava upamāṃ devatātaye yaddhaṃsi vṛtramojasā śacīpate

Ich preise, Indra, diese deine höchste Kraft für die Versammlung der Götter [?], mit der du den Vṛtra durch Stärke erschlägst, Herr der Śacī (Macht).

yasya tyacchambaraṃ made divodāsāya randhayan ayaṃ sa soma indra te sutaḥ piba

Der du im Rausch für Divodāsa jenen Śambara niederwarfst [?] — dieser Soma, Indra, ist dir gepresst; trink.

endra no gadhi priya satrājidagohya girirna viśvataḥ pṛthuḥ patirdivaḥ

Komm her zu uns, Lieber, Siegreicher, der nichts Verborgenes [?] vor uns hat, wie ein Berg nach allen Seiten weit, Herr des Himmels.

ya indra somapātamo madaḥ śaviṣṭha cetati yenā haṃsi nyā3triṇaṃ tamīmahe

Der Rausch, Indra, der somatrinkendste, Kräftigster, der sich bemerkbar macht — durch den du den Nyāttriṇa [?] erschlägst —, den erbitten wir. [Anm.: nyā3triṇam, Wortlaut mit Pluti; Bedeutung unsicher, etwa „den Niederfresser“]

tuce tunāya tatsu no drādhīya āyurjīvase ādityāsaḥ samahasaḥ kṛṇotana

Für Nachkommenschaft, für Nachwuchs, dazu ein langes Leben für uns, zum Leben: Ādityas, gleich Starke [?], schafft es.

vetthā hi nirṛtīnāṃ vajrahasta parivṛjam aharahaḥ śundhyuḥ paripadāmiva

Du kennst ja, Keilträger, das Umgehen der Nirṛtis (Verderbnisse); Tag für Tag (bist du) wie einer, der die Fallstricke reinigt [?].

apāmīvāmapa stridhamapa sedhata durmatim ādityāso yuyotanā no aṃhasaḥ

Wehrt die Seuche ab, wehrt die Bedrängnis [?] ab, wehrt die böse Gesinnung ab; Ādityas, löst uns von der Bedrängnis.

pibā somamindra mandatu tvā yaṃ te suṣāva haryaśvādriḥ soturbāhubhyāṃ suyato nārvā

Trink Soma, Indra, er soll dich berauschen, den dir, Falbenlenker, der Stein gepresst hat, von des Pressers Armen gut gehalten, wie ein Renner [?].

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