Quellen der Menschheit

Sāmaveda · Aindra-Kāṇḍa

Kapitel 33 Agni-Verse mit Indra-Refrain: Entzünden, Wecken, Labung

Agni, Uṣas und Indra wechseln; Refrainzeilen („yojā nv indra te harī“, „iṣaṃ stotṛbhya ā bhara“) verbinden die Verse.

ā te agna idhīmahi dyumantaṃ devājaram yuddha syā te panīyasī samiddīdayati dyavīṣaṃ stotṛbhya ā bhara

Wir entzünden dir, Agni, den glänzenden, götterunalternden (Brennstoff); denn deine hochlobenswerte Flamme leuchtet am Himmel auf [?]; bring den Sängern Labung.

āgniṃ na svavṛktibhirhotāraṃ tvā vṛṇīmahe śīraṃ pāvakaśociṣaṃ vi vo made yajñeṣu stīrṇabarhiṣaṃ vivakṣase

Wie Agni wählen wir dich mit guten Lobgesängen, den Rufer, den Schnellen [?], den rein Leuchtenden, ... in eurem Rausch bei den Weihehandlungen, den mit Streu Bedeckten, du willst dich äußern. [Anm.: Textzustand fraglich; „vi vo made“ unklar]

mahe no adya bodhayoṣo rāye divitmatī yathā cinno abodhayaḥ satyaśravasi vāyye sujāte aśvasūnṛte

Zu großem Reichtum wecke uns heute, Uṣas, himmelglänzende; wie du uns (früher) geweckt hast, Wahrheitsruhmreiche [Anm.: oder Name Satyaśravas], Vāyyā [?], Wohlgeborene, rossreiche Freundliche.

bhadraṃ no api vātaya mano dakṣamuta kratum athā te sakhye andhaso vi vo made raṇā gāvo na yavase vivakṣase

Bring uns auch Heil zu, Geist, Tüchtigkeit und Einsicht; dann in deiner Freundschaft, Labung — in eurem Rausch wirst du (laut) tönen wie Kühe im Weideland [?]. [Anm.: Textzustand fraglich]

kratvā mahāṃ anuṣvadhaṃ bhīma ā vāvṛte śavaḥ śriya ṛṣva upākayorni śiprī harivāṃ dadhe hastayorvajramāyasam

Durch Einsicht groß, seiner Eigenart nach furchtbar hat sich (seine) Kraft gewendet; der Hohe, der Kinnbackige [?], falbenbespannt, hält zur Pracht in beiden Händen den ehernen Keil.

sa ghā taṃ vṛṣaṇaṃ rathamadhi tiṣṭhāti govidam yaḥ pātraṃ hāriyojanaṃ pūrṇamindrā ciketati yojā nvindra te harī

Der besteigt den stierhaften, kuhfindenden Wagen, der das mit Falben-Anschirrung verbundene, volle Gefäß erkennt [?], Indra. Nun sind deine Falben angeschirrt.

agniṃ taṃ manye yo vasurastaṃ yaṃ yanti dhenavaḥ astamarvanta āśavo 'staṃ nityāso vājina iṣaṃ stotṛbhya ā bhara

Agni nenne ich den, der Gut (und) Heimstatt ist, die Heimstatt, zu der die Milchkühe gehen; Heimstatt sind die raschen Renner, Heimstatt die ewigen Kraftrosse; bring den Sängern Labung.

na tamaṃho na duritaṃ devāso aṣṭa martyam sajoṣaso yamaryamā mitro nayati varuṇo ati dviṣaḥ

Ihn erreicht nicht Bedrängnis, nicht Unheil, ihr Götter, den Sterblichen, den Aryaman, Mitra, Varuṇa, einmütig, über die Hasser hinwegführen.

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