Quellen der Menschheit

Sāmaveda · Aindra-Kāṇḍa

Kapitel 15 Indra: Falben, Gabenherr und Heiler

ya ṛte cidabhiśriṣaḥ purā jatrubhya ātṛdaḥ sandhātā sandhiṃ maghavā purūvasurniṣkartā vihrutaṃ punaḥ

„Der auch ohne Bindemittel [?], bevor die Schlüsselbeine durchbohrt wurden [?], der Zusammenfüger, der die Fuge fügt, der Gabenherr, Gütervielfache, der das Zerbrochene wieder heil macht.“ [Anm.: Textzustand fraglich]

ā tvā sahasramā śataṃ yuktā rathe hiraṇyaye brahmayujo haraya indra keśino vahantu somapītaye

„Hundert und tausend Falben, am goldenen Wagen angeschirrt, durch Gebet angeschirrt, langmähnig, sollen dich, Indra, zum Somatrunk herfahren.“

ā mandrairindra haribhiryāhi mayūraromabhiḥ mā tvā ke cinni yemurinna pāśino 'ti dhanveva tāṃ ihi

„Komm, Indra, mit den berauschenden Falben mit Pfauenhaaren; kein Einziger soll dich aufhalten wie Schlingenträger [den Vogel]; komm über sie hinweg wie über eine Steppe.“

tvamaṅga pra śaṃsiṣo devaḥ śaviṣṭha martyam na tvadanyo maghavannasti marḍitendra bravīmi te vacaḥ

„Du, mein Lieber, hast [den] Sterblichen gepriesen [?], Gott, Stärkster; außer dir gibt es keinen anderen Gnädigen, Gabenherr; Indra, dieses Wort sage ich dir.“

tvamindra yaśā asyṛjīṣī śavasaspatiḥ tvaṃ vṛtrāṇi haṃsyapratīnyeka itpurvanuttaścarṣaṇīdhṛtiḥ

„Du, Indra, bist ruhmreich, der Verfolger [?], Herr der Kraft; du erschlägst die Vṛtras, unbekämpft, du allein, vielfach angetrieben [?], der Halter der Menschen.“

indramiddevatātaya indraṃ prayatyadhvare indraṃ samīke vanino havāmaha indraṃ dhanasya sātaye

„Indra allein [rufen wir] zur Götterschaft, Indra beim Hervortreten der Weihehandlung; Indra im Getümmel rufen wir, die Holzbesitzenden [?], Indra zum Gewinn von Reichtum.“

imā u tvā purūvaso giro vardhantu yā mama pāvakavarṇāḥ śucayo vipaścito 'bhi stomairanūṣata

„Diese meine Lieder sollen dich stärken, Reichgüteriger; feuerfarbige, reine, weise Sänger haben dich mit Preisgesängen angesungen.“

udu tye madhumattamā gira stomāsa īrate satrājito dhanasā akṣitotayo vājayanto rathā iva

„Auf! Jene honigsten Lieder, die Preisgesänge, erheben sich; [zu dem] Gesamtsieger, Reichtumsgewinner, unversiegbaren Beistands, wie Kraft begehrende Wagen.“

yathā gauro apā kṛtaṃ tṛṣyannetyaveriṇam āpitve naḥ prapitve tūyamā gahi kaṇveṣu su sacā piba

„Wie ein Gaur-Büffel, durstig, zum Wasserloch geht, zum feindlosen [?]: [so] komm uns bei Verwandtschaft und Fernverwandtschaft rasch; unter den Kaṇvas trink gemeinsam.“

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