Quellen der Menschheit

Sāmaveda · Aindra-Kāṇḍa

Kapitel 28 Indra-Lieder: Herrscher der Kräfte, Vṛtra-Tat, Himmel und Erde

Vers 378 preist Himmel und Erde, Vers 379 wendet sich an Indra als Geborenen der göttlichen Mutter.

viśvāḥ pṛtanā abhibhūtaraṃ naraḥ sajūstatakṣurindraṃ jajanuśca rājase kratve vare sthemanyāmurīmutogramojiṣṭhaṃ tarasaṃ tarasvinam

Den, der alle Heere überwältigt, haben die Männer einträchtig gebildet und Indra zur Herrschaft erzeugt: zur Kraft, zur Wahl, zur Festigkeit, den Zerstörer [?], den Grimmigen, Kräftigsten, Kühnen, Stürmischen.

śratte dadhāmi prathamāya manyave 'hanyaddasyuṃ naryaṃ viverapaḥ ubhe yatvā rodasī dhāvatāmanu bhyasātte śuṣmātpṛthivī cidadrivaḥ

Ich glaube deinem ersten Zorn, als du den Dasyu erschlugst und die Werke der Männer aufdecktest. Als dir die beiden Welten nachliefen, aus Furcht vor deinem Ungestüm, selbst die Erde, Steinträger.

sameta viśvā ojasā patiṃ divo ya eka idbhūratithirjanānām sa pūrvyo nūtanamājigīṣaṃ taṃ varttanīranu vāvṛta eka it

Kommt alle mit Kraft zusammen zum Herrn des Himmels, der der einzige Gast der Menschen wurde; er, der Alte, [ist der, für den] den neuen Sieg [?] [erstrebt wird]; ihm laufen die Bahnen nach, er ist der Einzige [?] [Anm.: Wortlaut unsicher].

ime ta indra te vayaṃ puruṣṭuta ye tvārabhya carāmasi prabhūvaso na hi tvadanyo girvaṇo giraḥ saghatkṣoṇīriva prati taddharya no vacaḥ

Wir sind die deinen, Indra, wir, die wir, dich in Angriff nehmend, umhergehen, Vielgepriesener, Reichreicher. Denn kein anderer als du, Liederfreund, erreicht die Lieder; nimm, wie [die Länder] ..., unser Wort gern auf [?] [Anm.: Textzustand fraglich].

carṣaṇīdhṛtaṃ maghavānamukthyā3mindraṃ giro bṛhatīrabhyanūṣata vāvṛdhānaṃ puruhūtaṃ suvṛktibhiramartyaṃ jaramāṇaṃ divedive

Den Völkerhalter, den Gabenreichen, den Lobenswerten, Indra, haben die hohen Lieder besungen; den, der wächst, den Vielgerufenen, mit guten Preisliedern, den Unsterblichen, der täglich gepriesen wird.

acchā va indraṃ matayaḥ svaryuvaḥ sadhrīcīrviśvā uśatīranūṣata pari ṣvajanta janayo yathā patiṃ maryaṃ na śundhyuṃ maghavānamūtaye

Auf Indra zu haben [euch] die Gedanken, himmelsstrebend, zusammengewandt, alle sehnenden, gepriesen; sie umarmen ihn wie Frauen den Gatten, wie einen reinen Jüngling, den Gabenreichen, zur Hilfe [?].

abhi tyaṃ meṣaṃ puruhūtamṛgmiyamindraṃ gīrbhirmadatā vasvo arṇavam yasya dyāvo na vicaranti mānuṣaṃ bhuje maṃhiṣṭhamabhi vipramarcata

Auf jenen Widder, den Vielgerufenen, Preiswürdigen, Indra, berauscht euch mit Liedern, das Meer der Güter, dessen [Tage?] nicht [unter] den Menschen dahinziehen [?]; preist zum Genuss den huldvollsten Weisen [Anm.: Deutung unsicher].

tyaṃ su meṣaṃ mahayā svarvidaṃ śataṃ yasya subhuvaḥ sākamīrate atyaṃ na vājaṃ havanasyadaṃ rathamendraṃ vavṛtyāmavase suvṛktibhiḥ

Jenen Widder, den Lichtfinder, verherrliche wohl, dessen hundert Gutwesen gemeinsam sich erheben; wie das Ross, den Kampfpreis, den zum Ruf eilenden Wagen wende ich Indra mit guten Preisliedern zur Hilfe herbei [?].

ghṛtavatī bhuvanānāmabhiśriyorvī pṛthvī madhudughe supeśasā dyāvāpṛthivī varuṇasya dharmaṇā viṣkabhite ajare bhūriretasā

Schmalzreich, der Welten Zier, weit, breit, Honig melkend, schönförmig: Himmel und Erde, durch Varuṇas Satzung gestützt, alterslos, reichen Samens.

ubhe yadindra rodasī āpaprāthoṣā iva mahāntaṃ tvā mahīnāṃ samrājaṃ carṣaṇīnām devī janitryajījanadbhadrā janitryajījanat

Als du, Indra, die beiden Welten erfüllt hast wie Uṣas — dich, den Großen, den Herrscher über die Mächtigen, über die Völker: die göttliche Mutter hat [dich] geboren, die glückliche Mutter hat dich geboren.

pra mandine pitumadarcatā vaco yaḥ kṛṣṇagarbhā nirahannṛjiśvanā avasyavo vṛṣaṇaṃ vajradakṣiṇaṃ marutvantaṃ sakhyāya huvemahi

Dem Berauschenden singt nahrungsreiches Wort, der die von Kṛṣṇa Schwangeren [Anm.: die (Frauen) des Kṛṣṇa, schwanger] mit Ṛjiśvan herausschlug. Hilfe begehrend möchten wir den Stier rufen, den Keulenträger, den Marutbegleiteten, zur Freundschaft.

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