Quellen der Menschheit

Sāmaveda · Aindra-Kāṇḍa

Kapitel 5 Indra-Lieder: Ruf zum Soma-Trank und Freundschaft

Aufrufe zum Lobgesang für Indra als Somatrinker.

pāntamā vo andhasa indramabhi pra gāyata viśvāsāhaṃ śatakratuṃ maṃhiṣṭhaṃ carṣaṇīnām

Um euren höchst trinkenswerten Trank [?] willen singt zu Indra hin, dem Allbezwinger, Hundertkräftigen, Freigebigsten der Völker.

pra va indrāya mādanaṃ haryaśvāya gāyata sakhāyaḥ somapāvne

Singt hervor euch dem Indra den Rauschtrank, dem Falbenbesitzer, ihr Freunde, dem Soma-Trinker.

vayamu tvā tadidarthā indra tvāyantaḥ sakhāyaḥ kaṇvā ukthebhirjarante

Wir aber, mit eben diesem Ziel, o Indra, nach dir verlangend, als Freunde – die Kaṇvas preisen mit Lobsprüchen.

indrāya madvane sutaṃ pari ṣṭobhantu no giraḥ arkamarcantu kāravaḥ

Für Indra, den Rauschfrohen, ist (Soma) gepresst; ringsum sollen unsere Lieder erschallen [Anm.: pari ṣṭobhantu]; die Sänger sollen den Sanggesang [Anm.: arka] singen.

ayaṃ ta indra somo nipūto adhi barhiṣi ehīmasya dravā piba

Dies ist dein Soma, o Indra, gereinigt, auf der Streu; komm herbei, eile hin zu ihm, trink.

surūpakṛtnumūtaye sudughāmiva goduhe juhūmasi dyavidyavi

Ihn, der schöne Gestalt schafft, rufen wir Tag um Tag zur Hilfe, wie eine gute Milchkuh zum Melker.

abhi tvā vṛṣabhā sute sutaṃ sṛjāmi pītaye tṛmpā vyaśnuhī madam

Zu dir, o Stier, habe ich beim Pressen den Gepressten zum Trinken hingegossen; sättige dich, genieße den Rausch.

ya indra camaseṣvā somaścamūṣu te sutaḥ pibedasya tvamīśiṣe

Der Soma, o Indra, der in den Bechern, in den Schalen dir gepresst ist – trinke davon; du hast Macht darüber.

yogeyoge tavastaraṃ vājevāje havāmahe sakhāya indramūtaye

Bei jedem Anspannen den Stärkeren, bei jedem Kampfpreis rufen wir als Freunde Indra zur Hilfe.

ā tvetā ni ṣīdatendramabhi pra gāyata sakhāyaḥ stomavāhasaḥ

Kommt her und setzt euch; singt hin zu Indra, ihr Freunde, ihr Lobpreis-Träger.

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