pratyu adarśyāyatyū3cchantī duhitā divaḥ
apo mahī vṛṇute cakṣuṣā tamo jyotiṣkṛṇoti sūnari
Sie ist sichtbar geworden, die heranleuchtende Tochter des Himmels; die Große deckt mit ihrem Blick das Dunkel auf [Anm.: apo = apa u ‚weg/auf‘]; die Freundlich-Schöne schafft Licht.
imā u vāṃ diviṣṭaya usrā havante aśvinā
ayaṃ vāmahve 'vase śacīvasū viśaṃviśaṃ hi gacchathaḥ
Diese Himmelsverlangen [oder: Himmelszeit-Feiern, diviṣṭayaḥ] [?] rufen euch, ihr beiden Lichten, Aśvins. Ich rufe euch zur Gunst, ihr Kraftreichen; denn ihr geht zu jedem Stamm.
ku ṣṭhaḥ ko vāmaśvinā tapāno devā martyaḥ
ghnatā vāmaśmayā kṣapamāṇoṃśunetthamu ādunyathā
Wo seid ihr? Wer, ihr Aśvins, ist der Quälende [?], der Sterbliche, [den] ihr Götter [?] — ihr schlagt ihn mit Steinen [?] in der Nacht, den Zürnenden, den Stengel [?], und so habt ihr gezittert [?] [Anm.: Textzustand fraglich].
Dieser euer honigsüßester, gepresster Soma ist bei den Himmelszeit-Feiern [?]. Ihn trinkt, ihr Aśvins, den vom Tage her Abgesetzten [?] [Anm.: tiro ahnyam unsicher]; bringt dem Spender Kleinode.
ā tvā somasya galdayā sadā yācannahaṃ jyā
bhūrṇiṃ mṛgaṃ na savaneṣu cukrudhaṃ ka īśānaṃ na yāciṣat
Mit einem Tropfen [?] Soma bitte ich dich stets, du Erregten [?] [Anm.: galdayā unsicher; Textzustand fraglich], der wie ein Hirsch bei den Pressungen zornig wurde: wer würde den Herrscher nicht bitten?
adhvaryo drāvayā tvaṃ somamindraḥ pipāsati
upo nūnaṃ yuyuje vṛṣṇā harī ā ca jagāma vṛtrahā
Adhvaryu, lass du den Soma laufen; Indra will trinken. Er hat gewiss die beiden stierhaften Falben angeschirrt, und der Vṛtra-Töter ist herbeigekommen.
abhī ṣatastadā bharendra jyāyaḥ kanīyasaḥ
purūvasurhi maghavanbabhūvitha bharebhare ca havyaḥ
Bring das her, Indra, an die Anwesenden [?] [Anm.: abhī ṣataḥ unsicher], das Größere für den Geringeren [?]. Denn du bist, Gabenreicher, reich an Gütern geworden, und in Kampf um Kampf bist du anzurufen.
yadindra yāvatastvametāvadahamīśīya
stotāramiddadhiṣe radāvaso na pāpatvāya raṃsiṣam
Wenn ich, Indra, so viel vermöchte wie du, dann [würde ich] den Sänger stützen, du Güterspender; nicht würde ich mich zu Bösem gehen lassen [?] [Anm.: Wortlaut dadhiṣe (2. Sg.); Textzustand fraglich, Parallele RV 7.32.18 didhiṣeya].
Du, Indra, bist in den Kämpfen der Überwinder aller Gegner. Du bist der Vernichter der Schmähung, der Erzeuger, der Vṛtra-Bezwinger; du bist der Rasche [gegenüber] dem Angreifenden [?].