Quellen der Menschheit

Sāmaveda · Aindra-Kāṇḍa

Kapitel 23 Indra-Lieder: Kämpfe mit Drapsa und Vṛtra, Lobpreis

ava drapso aṃśumatīmatiṣṭhadīyānaḥ kṛṣṇo daśabhiḥ sahasraiḥ āvattamindraḥ śacyā dhamantamapa snīhitiṃ nṛmaṇā adhadrāḥ

Der Tropfen [drapsa] stand an der Aṃśumatī, der Schwarze, mit zehntausend heranziehend. Indra half [ihm] ... hat den Schnaubenden mit Kraft [bezwungen]; die Waffe, mannhaften Sinnes ... [?] [Anm.: adhadrāḥ, Textzustand fraglich].

vṛtrasya tvā śvasathādīṣamāṇā viśve devā ajahurye sakhāyaḥ marudbhirindra sakhyaṃ te astvathemā viśvāḥ pṛtanā jayāsi

Als sie vor dem Schnauben des Vṛtra fliehen wollten, verließen dich alle Götter, die Freunde waren. Mit den Maruts, Indra, sei deine Freundschaft; dann wirst du alle diese Heere besiegen.

vidhuṃ dadrāṇaṃ samane bahūnāṃ yuvānaṃ santaṃ palito jagāra devasya paśya kāvyaṃ mahitvādyā mamāra sa hyaḥ samāna

Den Einsamen [?], den Eilenden, unter vielen im Zusammentreffen, den Jüngling, obwohl er da war, hat der Graue verschlungen. Schau die Weisheit des Gottes in ihrer Größe: heute ist er gestorben, gestern lebte er noch [Anm.: Rätselvers, wohl Sonne/Tag; unsicher].

tvaṃ ha tyatsaptabhyo jāyamāno 'śatrubhyo abhavaḥ śatrurindra gūḍhe dyāvāpṛthivī anvavindo vibhumadbhyo bhuvanebhyo raṇaṃ dhāḥ

Du, damals, als Geborener, wurdest für die Sieben [?] [Anm.: saptabhyaḥ unsicher], die bis dahin keine Feinde hatten, ein Feind, Indra. Die beiden verborgenen, Himmel und Erde, fandest du; für die weiten Welten schufst du Freude.

meḍiṃ na tvā vajriṇaṃ bhṛṣṭimantaṃ purudhasmānaṃ vṛṣabhaṃ sthirapsnum karoṣyaryastaruṣīrduvasyurindra dyukṣaṃ vṛtrahaṇaṃ gṛṇīṣe

Wie einen Pfosten [Anm.: meḍi ‚Pfahl‘] [dich], den Keulenträger, den zackenbewehrten, Vielkräftigen, den Stier mit festem Leib: du machst [uns] zu Herren, Verehrung begehrend, die Kämpfe [?] — Indra, den himmlischen Vṛtra-Töter, preise ich.

pra vo mahe mahevṛdhe bharadhvaṃ pracetase pra sumatiṃ kṛṇudhvam viśaḥ pūrvīḥ pra cara carṣaṇiprāḥ

Bringt dem Großen, der an Größe wächst, dem Weisen dar, richtet gute Gesinnung auf ihn; durchziehe die vielen Stämme, du Erfüller der Völker.

śunaṃ huvema maghavānamindramasminbhare nṛtamaṃ vājasātau śṛṇvantamugramūtaye samatsu dhnantaṃ vṛtrāṇi sañjitaṃ dhanāni

Heil wollen wir Indra, den Gabenreichen, in diesem Kampf um Beute rufen, den männlichsten, in der Gewinnung des Kampfpreises, den Hörenden, den Grimmigen zum Beistand in den Kämpfen, der Vṛtras erschlägt, den Gewinner der Güter.

udu brahmāṇyairata śravasyendraṃ samarye mahayā vasiṣṭha ā yo viśvāni śravasā tatānopaśrotā ma īvato vacāṃsi

Empor haben sich die Gebete erhoben, nach Ruhm verlangend; Indra, im Kampf, verherrliche [ihn], Vasiṣṭha; der alles mit Ruhm ausgespannt hat, er soll auf meine Worte hören.

cakraṃ yadasyāpsvā niṣattamuto tadasmai madhviccacchadyāt pṛthivyāmatiṣitaṃ yadūdhaḥ payo goṣvadadhā oṣadhīṣu

Sein Rad, das im Wasser sitzt, und das hat ihm [die Erde?] mit Süßem bedeckt [?]: die Milch, das Euter, das auf der Erde ausgegossen ist, hast du in die Kühe und Pflanzen gelegt [Anm.: Wortlaut schwer deutbar; unsicher].

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