Quellen der Menschheit

Sāmaveda · Aindra-Kāṇḍa

Kapitel 24 Indra-Lieder: Tārkṣya, Anrufung und Preis Indras

Vers 332 ruft Tārkṣya (das Ross bzw. den himmlischen Vogel) zum Heil an.

tyamū ṣu vājinaṃ devajūtaṃ sahovānaṃ tarutāraṃ rathānām ariṣṭanemiṃ pṛtanājamāśuṃ svastaye tārkṣyamihā huvema

Ihn, den Raschen, göttergetriebenen, Kräftigen, der die Wagen übertrifft, Tārkṣya mit unversehrter Radschiene, den Kampfsieger, Schnellen, wollen wir hier zum Heil rufen.

trātāramindramavitāramindraṃ havehave suhavaṃ śūramindram huve nu śakraṃ puruhūtamindramidaṃ havirmaghavā vetvindraḥ

Den Retter Indra, den Helfer Indra, bei jedem Ruf den leicht Anzurufenden, den Helden Indra: ich rufe den Mächtigen, den vielgerufenen Indra; diese Darbringung soll der Gabenreiche Indra genießen.

yajāmaha indraṃ vajradakṣiṇaṃ harīṇāṃ rathya3ṃ vivratānām pra śmaśrubhirdodhuvadūrdhvadhā bhuvadvi senābhirbhayamāno vi rādhasā

Wir verehren Indra, den mit der Keule in der Rechten, den Wagenlenker der Falben, der verschiedenartigen [?]. Er schüttelte seine Barthaare, er richtete sich empor; mit seinen Heeren [Furcht] einflößend, mit Gabe [strahlend] [?] [Anm.: Textzustand fraglich].

satrāhaṇaṃ dādhṛṣiṃ tumramindraṃ mahāmapāraṃ vṛśabhaṃ suvajram hantā yo vṛtraṃ sanitota vājaṃ dātā maghāni maghavā surādhāḥ

Den Feindbezwinger, den Kühnen, Ungestümen, Indra, den Großen, Unermesslichen, den Stier mit guter Keule; der Vṛtra erschlägt und Beute gewinnt, Güter gibt, der Gabenreiche, Gnadenreiche.

yo no vanuṣyannabhidāti marta ugaṇā vā manyamānasturo vā kṣidhī yudhā śavasā vā tamindrābhī ṣyāma vṛṣamaṇastvotāḥ

Welcher Sterbliche uns bedrängen will, uns angreift, ob er sich für stark hält oder eilig: vernichte ihn im Kampf oder mit Kraft, Indra; wir wollen ihn, von dir beschützt, mannhaft überwinden [?].

yaṃ vṛtreṣu kṣitaya spardhamānā yaṃ yukteṣu turayanto havante yaṃ śūrasātau yamapāmupajmanyaṃ viprāso vājayante sa indraḥ

Ihn, den die Stämme in den Vṛtra-Kämpfen wetteifernd rufen, den die Eilenden beim Anschirren rufen, den in den Heldenkämpfen, den am Ort der Wasser [?], den die Redner mit Kraftpreis zu sich lenken: das ist Indra.

indrāparvatā bṛhatā rathena vāmīriṣa ā vahataṃ suvīrāḥ vītaṃ havyānyadhvareṣu devā vardhethāṃ gīrbhīriḍayā madantā

Indra und Parvata, bringt mit großem Wagen schöne Stärkungen herbei, mit guten Männern. Genießt die Darbringungen bei den Weihehandlungen, ihr Götter; wachst durch die Lieder, euch erfreuend an der Anrufung [iḍā].

indrāya giro aniśitasargā apaḥ prairayatsagarasya budhnāt yo akṣeṇeva cakriyau śacībhirviṣvaktastambha pṛthivīmuta dyām

Für Indra [gehen] die Lieder, ungeschärft in ihrer Entsendung [?]; er trieb die Wasser vom Grund des Meeres hervor; er, der wie mit einer Achse zwei Räder mit seinen Kräften nach allen Seiten Erde und Himmel gestützt hat.

ā tvā sakhāyaḥ sakhyā vavṛtyustiraḥ purū cidarṇavāṃ jagamyāḥ piturnapātamā dadhita vedhā asminkṣaye pratarāṃ dīdyānaḥ

Die Freunde mögen dich mit Freundschaft herbeiwenden, auch über viele Fluten hinweg mögest du kommen; der Weise möge den Enkel des Vaters [napāt] in diesem Haus einsetzen, immer stärker leuchtend [?].

ko adya yuṅkte dhuri gā ṛtasya śimīvato bhāmino durhṛṇāyūn āsanneṣāmapsuvāho mayobhūnya eṣāṃ bhṛtyāmṛṇadhatsa jīvāt

Wer schirrt heute an die Deichsel die Rinder der Ordnung, die kräftigen, glanzvollen, unversöhnlichen? Bei ihnen [sind] die Wasserfahrer, die Wohltäter; wer ihren Lohn erfüllt, der soll leben [?] [Anm.: Deutung unsicher].

Interaktive Leseansicht des ganzen Werks