yo rājā carṣaṇīnāṃ yātā rathebhiradhriguḥ viśvāsāṃ tarutā pṛtanānāṃ jyeṣṭhaṃ yo vṛtrahā gṛṇe
„Der König der Völker, der auf Wagen fährt, unbeirrbar, der Bezwinger aller Heere, der Ältere, der Vṛtra-Töter: den preise ich.“
Sāmaveda · Aindra-Kāṇḍa
Enthält einen Sūrya-Vers (276) und einen Rätselvers (281), wohl auf die Morgenröte.
yo rājā carṣaṇīnāṃ yātā rathebhiradhriguḥ viśvāsāṃ tarutā pṛtanānāṃ jyeṣṭhaṃ yo vṛtrahā gṛṇe
„Der König der Völker, der auf Wagen fährt, unbeirrbar, der Bezwinger aller Heere, der Ältere, der Vṛtra-Töter: den preise ich.“
yata indra bhayāmahe tato no abhayaṃ kṛdhi maghavañchagdhi tava tanna ūtaye vi dviṣo vi mṛdho jahi
„Woher wir uns fürchten, Indra, von dort schaffe uns Furchtlosigkeit; Gabenherr, hilf — dein ist das zu unserer Hilfe; treibe die Feinde, die Bedränger auseinander.“
vāstoṣpate dhruvā sthūṇāṃ satraṃ somyānām drapsaḥ purāṃ bhettā śaśvatīnāmindro munīnāṃ sakhā
„Herr der Wohnstatt, feste Säulen [?] der Soma-Bereiter, [ ... ] der Tropfen, der Burgenbrecher der ewigen [Burgen]; Indra, der Freund der Munis [Anm.: „Schweigende/ Ekstatiker“].“ [Anm.: Textzustand fraglich]
baṇmahāṃ asi sūrya baḍāditya mahāṃ asi mahaste sato mahimā paniṣṭama mahnā deva mahāṃ asi
„Wahrlich, groß bist du, Sūrya; wahrlich, Āditya, groß bist du; groß ist deine Größe, du Seiender, Preiswürdigster; durch Größe, Gott, bist du groß.“
aśvī rathī surūpa idgomāṃ yadindra te sakhā śvātrabhājā vayasā sacate sadā candrairyāti sabhāmupa
„Ein Mann mit Rossen, Wagen, schöner Gestalt und Rindern ist, wer, Indra, dein Freund ist; mit erquickender [?] Lebenskraft ist er stets [gesellt]; mit Glänzendem [?] geht er zur Versammlung.“
yaddyāva indra te śataṃ śataṃ bhūmīruta syuḥ na tvā vajrintsahasraṃ sūryā anu na jātamaṣṭa rodasī
„Wenn dir, Indra, hundert Himmel und hundert Erden wären, nicht folgten dir, Keilträger, tausend Sonnen; nicht haben die beiden Welten den Geborenen erfasst [?].“
yadindra prāgapāgudagnyagvā hūyase nṛbhiḥ simā purū nṛṣūto asyānave 'si praśardha turvaśe
„Wenn du, Indra, im Osten, Westen, Norden oder unten von Männern gerufen wirst, [bist du] überall [?], von Männern angetrieben, bei Ānu, du Kühner, bei Turvaśa.“
kastamindra tvā vasavā martyo dadharṣati śraddhā hi te maghavanpārye divi vājī vājaṃ siṣāsati
„Wer wagt, Indra, den Sterblichen anzugreifen, der dich, den Guten [?], [zum Schutz] hat? Denn Vertrauen hast du, Gabenreicher, am entscheidenden Tag [?]; der Kraftvolle begehrt Kraft zu gewinnen.“ [Anm.: Textzustand fraglich, tvā vasavā]
indrāgnī apādiyaṃ pūrvāgātpadvatībhyaḥ hitvā śiro jihvayā rārapaccarattriṃśatpadā nyakramīt
„Indra und Agni! Diese Fußlose ging vor den Füßigen her; ihren Kopf preisgebend, mit der Zunge Laut gebend, schritt sie dreißigfüßig aus [?].“ [Anm.: Rätselvers, wohl Morgenröte]
indra nedīya edihi mitamedhābhirūtibhiḥ ā śaṃ tama śaṃ tamābhirabhiṣṭibhirā svāpe svāpibhiḥ
„Indra, komm ganz nahe, mit den Hilfen der maßvoll Einsichtigen [?]; zum Wohlsein, Wohltuendster, mit den heilsamsten Hilfen, zum guten Freund mit guten Freunden.“ [Anm.: mitamedhābhiḥ unsicher]