Diese Somas sind für Indra gepresst, mit saurer Milch gemischt. Zu ihnen komm, Keulenhändiger, zum Rausch und zum Trinken mit den beiden Falben, komm zu deiner Wohnstatt.
ima indra madāya te somāścikitra ukithanaḥ
madhoḥ papāna upa no giraḥ śṛṇu rāsva stotrāya girvaṇaḥ
Diese Somas hier, Indra, sind dir zum Rausch [bereitet], von Sprüchen begleitet, du Merkender [?]. Nachdem du vom Süßen getrunken hast, höre unsere Lieder; gewähre dem Sänger, du Liederliebender.
Heute rufe ich [dich] her, den mit Gāyatra-Schwung, den Saftmelkenden [?]: Indra, die Milchkuh, die gute Melkerin, und andere Stärkung, breitströmend, wohl gerüstet [?] [Anm.: sabardughā ‚Nektar-Melkende‘ unsicher; Textzustand fraglich].
na tvā bṛhanto adrayo varanta indra vīḍavaḥ
yacchikṣasi stuvate māvate vasu na kiṣṭadā mināti te
Nicht halten dich, Indra, die großen Presssteine auf, noch die Festen. Wenn du dem Preisenden Gut zu geben vermagst, einem wie mir, so schmälert keiner dir das.
ka īṃ veda sute sacā pibantaṃ kadvayo dadhe
ayaṃ yaḥ puro vibhinatyojasā mandānaḥ śipryandhasaḥ
Wer weiß es, wenn er [Indra] bei der Pressung mit uns trinkt? Wann nimmt er Lebenskraft an sich [?]? Dieser ist es, der die Burgen mit Kraft aufbricht, berauscht vom Saft, der Helmträger [?].
Wenn du, Indra, den Gesetzlosen züchtigst, so vertreibe ihn aus der Versammlung; unseren Somastengel [oder: Anteil], den vielbegehrten, lass, Gabenreicher, im Reichtum groß werden [?].
tvaṣṭā no daivyaṃ vacaḥ parjanyo brahmaṇaspatiḥ
putrairbhrātṛbhiraditirnu pātu no duṣṭaraṃ trāmaṇaṃ vacaḥ
Tvaṣṭṛ soll uns das göttliche Wort [schützen], Parjanya, Brahmaṇaspati; mit Söhnen und Brüdern soll Aditi uns schützen: das Wort als schwer überwindlichen Schutz.
kadā ca na starīrasi nendra saścasi dāśuṣe
upopennu maghavanbhūya innu te dānaṃ devasya pṛcyate
Nie bist du eine Unfruchtbare [Kuh, Bild], Indra, und du bist dem Spender nicht [versagt] [?]. Näher noch, Gabenreicher, und immer mehr: die Gabe von dir, dem Gott, wird [zu unserer Fülle] gemischt [?] [Anm.: Textzustand fraglich; Wortlaut schwer deutbar].
Schirre an, du größter Vṛtra-Töter, die beiden Falben, Indra, von fernher; uns zugewandt, Gabenreicher, komm zum Somatrunk, Grimmiger, mit den Erhabenen [?].
Dich haben gestern die Männer, die Eifrigen, gestärkt [wörtl. schwellen lassen], Keulenträger. Du, Indra, hör hier auf den Lobgesang-Träger; komm zur Ruhestätte [svasaram].