Quellen der Menschheit

Sāmaveda · Aindra-Kāṇḍa

Kapitel 17 Indra: Bulle in Nähe und Ferne, Schutz und Anteil

satyamitthā vṛṣedasi vṛṣajūtirno 'vitā vṛṣā hyugra śṛṇviṣe parāvati vṛṣo arvāvati śrutaḥ

„Wahrlich so bist du Bulle, von Bullen [Kraft] getrieben [?], unser Beschützer; denn als Bulle, Grimmer, wirst du gehört in der Ferne, als Bulle in der Nähe berühmt.“

yacchakrāsi parāvati yadarvāvati vṛtrahan atastvā gīrbhirdyugadindra keśibhiḥ sutāvāṃ ā vivāsati

„Wenn du, Mächtiger, in der Ferne bist, wenn in der Nähe, Vṛtra-Töter: von dort holt dich der Himmelgehende [?], Indra, mit Liedern, mit den Langmähnigen [?], der Soma-Presser herbei.“

abhi vo vīramandhaso madeṣu gāya girā mahā vicetasam indraṃ nāma śrutyaṃ śākinaṃ vaco yathā

„Auf euch, den Helden, in den Räuschen des Saftes singe mit gewaltigem Lied, den Vielerkennenden; Indra, den rühmbaren Namen, den Fähigen [?], wie [das] Wort [?].“ [Anm.: Textzustand fraglich]

indra tridhātu śaraṇaṃ trivarūthaṃ svastaye chardiryaccha maghavadbhyaśca mahyaṃ ca yāvayā didyumebhyaḥ

„Indra, dreifach gefügte Zuflucht, dreifachen Schutz zum Wohlergehen: gewähre Schirm den Gabenreichen und mir; halte das Blitzende [?] fern.“

śrāyanta iva sūryaṃ viśvedindrasya bhakṣata vasūni jāto janimānyojasā prati bhāgaṃ na dīdhimaḥ

„Wie [Dinge], die sich der Sonne zuneigen, so haben alle an Indra Teil; Güter [?], [dem] Geborenen und dem zu Gebärenden, [holen] wir mit Kraft; wie einen Anteil erblicken [?] wir sie.“ [Anm.: Textzustand fraglich]

na sīmadeva āpa tadiṣaṃ dīrghāyo martyaḥ etagvā cidyā etaśo yuyojata indro harī yuyojate

„Nicht [erreicht] ein Nicht-Götter-Verehrender [?] diese Labung, der langlebige Sterbliche; [ ... ] auch die, die Etaśa-Gespanne [?] anschirrten; Indra schirrt die Falben an.“ [Anm.: Textzustand fraglich]

ā no viśvāsu havyamindraṃ samatsu bhūṣata upa brahmāṇi savanāni vṛtrahanparamajyā ṛcīṣama

„Zu uns, in allen Kämpfen, schmückt Indra, den anzurufenden; zu den Gebeten und Somapressungen, Vṛtra-Töter, [ ... ] höchster [?], dem Ṛc gleich [?].“ [Anm.: Textzustand fraglich, paramajyā ṛcīṣama]

tavedindrāvamaṃ vasu tvaṃ puṣyasi madhyamam satrā viśvasya paramasya rājasi na kiṣṭvā goṣu vṛṇvate

„Dein allein, Indra, ist das unterste Gut; du nährst das mittlere; durchgängig herrschst du über alles Höchste; keiner hemmt dich bei den Rindern [?].“

kveyatha kvedasi purutrā ciddhi te manaḥ alarṣi yudhma khajakṛtpurandara pra gāyatrā agāsiṣuḥ

„Wohin gehst du, wo bist du? Denn dein Sinn ist an vielen Orten. Du eilst, Streiter, Getümmelmacher [?], Burgenbrecher; die Gāyatra-Sänger sind vorgetreten [?].“

vayamenamidā hyopīpemeha vajriṇam tasmā u adya savane sutaṃ bharā nūnaṃ bhūṣata śrute

„Wir haben ihn ja jetzt hier, den Keilträger, gestärkt [?]; für ihn bringt heute beim Pressen das Gepresste; sicher schmückt euch [?] im Ruf [?].“ [Anm.: Textzustand fraglich]

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