Kapitel 25: gāndhārīvilāpaḥ śāpaś ca
Gāndhārīs Klage über die Gefallenen und ihr Fluch über Kṛṣṇa
Gāndhārī zeigt Kṛṣṇa auf dem Schlachtfeld einzelne Gefallene und ihre klagenden Frauen; am Ende macht sie Kṛṣṇa für die Vernichtung der Kuru verantwortlich und verflucht ihn und sein Geschlecht. Kṛṣṇa nimmt den Fluch gelassen als Bestätigung des Vṛṣṇi-Untergangs an.
Gāndhārī sprach: „Sieh, Mādhava, den unbezwingbaren Kāmboja, der auf kāmbojischen Decken zu ruhen gewohnt war: mit Schultern wie ein Stier liegt er erschlagen im Staub.“
Wort für Wort
gāndhārī uvāca
Gāndhārī sprach (Nom.Sg.f.; 3.Sg.Perf.)
kāmbojaṃ paśya durdharṣam
den Kāmboja sieh, den Unbezwingbaren (Akk.Sg.; Imp.2.Sg.)
kāmbojāstaraṇocitam
an kāmbojische Decken gewöhnt (Kompositum, Akk.Sg.)
śayānam ṛṣabhaskandhaṃ
liegend, mit Stierschultern (Part.Präs.Med.; Bahuvrīhi, Akk.Sg.)
hataṃ pāṃsuṣu mādhava
erschlagen, im Staub, Mādhava (Part.Perf.Pass.; Lok.Pl.; Vok.Sg.)
imau tau parighaprakhyau bāhū śubhatalāṅgulī; yayor vivaram āpannāṃ na ratir māṃ purājahat
„Diese beiden Arme, gleich Eisenriegeln, mit schönen Handflächen und Fingern: ich, die ich in ihre Umschlingung geraten war, wurde von der Lust an dir früher nicht verlassen.“
Wort für Wort
imau tau parighaprakhyau bāhū
diese beiden Arme, riegelgleich (Nom.Du.; Kompositum)
śubhatalāṅgulī
mit schönen Handflächen und Fingern (Bahuvrīhi, Nom.Du.)
yayor vivaram āpannāṃ
in deren Zwischenraum geraten (Gen.Du.; Akk.Sg.f. Part.Perf.)
na ratir māṃ purājahat
nicht verließ mich früher die Lust (Nom.Sg.f.; Akk.; Impf.3.Sg.)
Vers in der Rede der Gattin des Kāmboja; der Sinn von vivaram āpannām (wörtlich: in den Zwischenraum/die Höhlung geraten) ist auf die Umarmung bezogen.
Sieh, Madhusūdana, den Kāliṅga, den Helden, der ringsum hingestreckt liegt, mit den gewaltigen Armen, die von Paaren glänzender Armreife umschlossen sind.
Wort für Wort
śayānam abhitaḥ śūraṃ
liegend, ringsum, den Helden (Part.Präs.; Adv.; Akk.Sg.)
kāliṅgaṃ madhusūdana
den Kāliṅga, Madhusūdana (Akk.Sg.; Vok.Sg.)
paśya
sieh (Imp.2.Sg.)
dīptāṅgadayugapratibaddhamahābhujam
mit großen Armen, gebunden durch Paare glänzender Armreife (Bahuvrīhi, Akk.Sg.)
asya gātragatān bāṇān kārṣṇibāhubalārpitān; uddharanty asukhāviṣṭā mūrchamānāḥ punaḥ punaḥ
Die in seinem Körper steckenden Pfeile, die durch die Armkraft des Kārṣṇi [Abhimanyu] geschleudert wurden, ziehen sie heraus, von Leid erfüllt, wieder und wieder in Ohnmacht sinkend.
Wort für Wort
asya gātragatān bāṇān
die in seinem Körper befindlichen Pfeile (Gen.Sg.; Akk.Pl.)
kārṣṇibāhubalārpitān
durch die Armkraft des Kārṣṇi geschleudert (Kompositum, Akk.Pl.)
uddharanty asukhāviṣṭā
sie ziehen heraus, von Unglück erfüllt (3.Pl.Präs.; Nom.Pl.f.)
mūrchamānāḥ punaḥ punaḥ
in Ohnmacht fallend, immer wieder (Part.Präs., Nom.Pl.f.; Adv.)
Alle Söhne des Dhṛṣṭadyumna, Knaben mit goldenen Girlanden, sind, nachdem sie Droṇa erreicht hatten, verbrannt wie Motten im Feuer: er, dessen Haus des Feuers der Wagen war, dessen Flammen der Bogen, dessen Brennholz Pfeile, Speere und Keulen waren. So liegen die Helden erschlagen da, mit prächtigen Armreifen.
Wort für Wort
dhṛṣṭadyumnasutāḥ sarve
Dhṛṣṭadyumnas Söhne, alle (Nom.Pl.)
śiśavo hemamālinaḥ
Knaben, mit goldenen Girlanden (Nom.Pl.)
rathāgnyagāraṃ cāpārciṃ
dessen Feuerhaus der Wagen, dessen Flamme der Bogen ist (Bahuvrīhi, Akk.Sg.)
śaraśaktigadendhanam
dessen Brennholz Pfeile, Speere, Keulen sind (Bahuvrīhi, Akk.Sg.)
ebenso erschlagen liegen die Helden mit prächtigen Armreifen
Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert). Zusatzpassage; die Lesart cāpārciṃ (Akk.) ist grammatisch unstimmig zu droṇam [?], sinngemäß als Attribut Droṇas gedeutet.
etās tu drupadaṃ vṛddhaṃ snuṣā bhāryāś ca duḥkhitāḥ; dagdhvā gacchanti pāñcālyaṃ rājānam apasavyataḥ
Diese aber, seine Schwiegertöchter und betrübten Gattinnen, gehen, nachdem sie den greisen Drupada, den König der Pāñcālas, verbrannt haben, mit der Rechten zum Feuer hin [ihn umschreitend] weg.
Wort für Wort
etās tu drupadaṃ vṛddhaṃ
diese aber Drupada, den alten (Nom.Pl.f.; Akk.Sg.)
snuṣā bhāryāś ca duḥkhitāḥ
Schwiegertöchter und Gattinnen, betrübt (Nom.Pl.f.)
dagdhvā gacchanti
nach dem Verbrennen gehen sie (Gerundium; 3.Pl.Präs.)
pāñcālyaṃ rājānam
den König der Pāñcālas (Akk.Sg.)
apasavyataḥ
mit rechter Seite [zugewandt] (Adv.)
apasavyataḥ (wörtlich „nicht links“, d. h. so, dass die Rechte zugewandt ist) bezieht sich auf die Leichenverbrennung; Umschreitung mit der rechten Seite, Deutung [?].
Dieser da, nachdem er im Gedränge, Madhusūdana, Droṇas Geschoss getroffen hatte …
Wort für Wort
droṇāstram
Droṇas Waffe (Akk.Sg.n.)
abhihatyaiṣa
getroffen habend, dieser (Gerundium; Nom.Sg.m.)
vimarde madhusūdana
im Gedränge, Madhusūdana (Lok.Sg.; Vok.Sg.)
Die Halbzeile bricht ab und setzt sich in Einheit 23 fort; der Sinn von droṇāstram abhihatya (Droṇas Geschoss abgewehrt oder getroffen bzw. von ihm getroffen) ist unsicher [?].
Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert). Zusatzpassage; Sprecherbezug (mām) und Zusammenhang unklar, vermutlich aus Vers 025.025 hierher geraten (dort: evaṃ mamāpi putrasya putraḥ pitaram anvagāt) [?].
Dieser ist der Herr der Cedi, der Held, der Großwagenkämpfer Dhṛṣṭaketu; er liegt in der Schlacht niedergestreckt, nachdem er zu Tausenden Feinde erschlagen hat.
Wort für Wort
eṣa cedipatiḥ śūro
dieser Herr der Cedi, der Held (Nom.Sg.)
dhṛṣṭaketur mahārathaḥ
Dhṛṣṭaketu, Großwagenkämpfer (Nom.Sg.)
śete vinihataḥ saṃkhye
liegt niedergeschlagen in der Schlacht (3.Sg.Präs.; Part.Perf.Pass.; Lok.Sg.)
hatvā śatrūn sahasraśaḥ
nachdem er Feinde erschlagen hat, zu Tausenden (Gerundium; Akk.Pl.; Adv.)
Den tapferen Sohn der Dāśārhī-Tochter, der mit unfehlbarer Heldenkraft daliegt, nehmen diese trefflichen Frauen des Cedi-Königs auf den Schoß und weinen.
Wort für Wort
dāśārhīputrajaṃ vīraṃ
den vom Sohn/Nachkommen der Dāśārhī Abstammenden, den Helden (Akk.Sg.)
śayānaṃ satyavikramam
liegend, von wahrer Tapferkeit (Part.Präs., Akk.Sg.; Bahuvrīhi)
āropyāṅke rudanty etāḥ
auf den Schoß setzend, weinen diese (Gerundium; Lok.Sg.; 3.Pl.Präs.; Nom.Pl.f.)
cedirājavarāṅganāḥ
die edlen Frauen des Cedi-Königs (Nom.Pl.f.)
dāśārhīputrajam: wörtlich „den Sohn, der von der Dāśārhī-Frau [her] geboren ist“; auf Dhṛṣṭaketu oder seinen Sohn bezogen, Bezug unsicher [?].
duryodhanād droṇasutāt saindhavāc ca mahārathāt; somadattād vikarṇāc ca śūrāc ca kṛtavarmaṇaḥ; ye hanyuḥ śastravegena devān api nararṣabhāḥ
von Duryodhana, vom Sohn des Droṇa, vom großen Wagenkämpfer, dem Saindhava, von Somadatta, von Vikarṇa und vom Helden Kṛtavarman, sie, die Stiere unter den Männern, die selbst die Götter mit der Wucht ihrer Waffen erschlagen könnten.
Wort für Wort
duryodhanāt droṇasutāt
von Duryodhana, vom Sohn des Droṇa (Abl.Sg./Abl.Sg.)
saindhavāt ca mahārathāt
vom Saindhava und vom großen Wagenkämpfer (Abl.Sg./Abl.Sg.)
somadattāt vikarṇāt ca
von Somadatta und von Vikarṇa (Abl.Sg.)
śūrāt ca kṛtavarmaṇaḥ
und vom Helden Kṛtavarman (Abl.Sg./Abl.Sg.)
ye hanyuḥ śastravegena
welche erschlagen könnten durch die Wucht der Waffen (Opt.3.Pl./Instr.Sg.)
devān api nararṣabhāḥ
selbst die Götter, Stiere unter den Männern (Akk.Pl./Nom.Pl.)
ta ime nihatāḥ saṃkhye paśya kālasya paryayam; nātibhāro 'sti daivasya dhruvaṃ mādhava kaś cana; yad ime nihatāḥ śūrāḥ kṣatriyaiḥ kṣatriyarṣabhāḥ
Eben diese sind im Kampf erschlagen: sieh den Umschwung der Zeit! Es gibt, Mādhava, gewiss keine allzu schwere Last für das Schicksal, dass diese Helden, Stiere unter den Kṣatriyas, von Kṣatriyas erschlagen wurden.
Wort für Wort
te ime nihatāḥ saṃkhye
eben diese sind erschlagen im Kampf (Nom.Pl./Part.Nom.Pl./Lok.Sg.)
paśya kālasya paryayam
sieh den Umschwung der Zeit (Imp.2.Sg./Gen.Sg./Akk.Sg.)
na atibhāraḥ asti daivasya
keine allzu große Last ist für das Schicksal (Nom.Sg./3.Sg.Präs./Gen.Sg.)
dhruvaṃ mādhava kaḥ cana
gewiss, Mādhava, irgendeine (Adv./Vok./Nom.Sg.)
yat ime nihatāḥ śūrāḥ
dass diese Helden erschlagen wurden (Konj./Nom.Pl./Part./Nom.Pl.)
kṣatriyaiḥ kṣatriyarṣabhāḥ
von Kṣatriyas, Stiere unter den Kṣatriyas (Instr.Pl./Nom.Pl.)
[Meine Söhne], tapfer und in den Künsten bewandert, hochgesinnt.
Wort für Wort
śūrāḥ ca
und tapfer (Nom.Pl.)
kṛtavidyāḥ ca
und gelehrt, in den Wissenschaften geschult (Nom.Pl.)
mama putrāḥ manasvinaḥ
meine Söhne, verständig (Gen.Sg./Nom.Pl./Nom.Pl.)
Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert). Zusatzvers, nur in einem Teil der Handschriften; der Anschluss an den Kontext ist unklar.
Vaiśaṃpāyana sprach: Nachdem sie so gesprochen hatte, fiel Gāndhārī zu Boden, von Kummer verzehrt, ihr Verstand vom Leid getroffen, die Fassung aufgebend, o Bhārata.
Wort für Wort
vaiśaṃpāyanaḥ uvāca
Vaiśaṃpāyana sprach (Nom.Sg./Perf.3.Sg.)
iti uktvā
so gesprochen habend (Part./Abs.)
nyapatat bhūmau gāndhārī
fiel nieder auf den Boden, Gāndhārī (Impf.3.Sg./Lok.Sg./Nom.Sg.)
śokakarśitā
von Trauer abgezehrt (Part.Nom.Sg.f.)
duḥkhopahatavijñānā
deren Bewusstsein vom Schmerz getroffen war (Bahuvrīhi Nom.Sg.f.)
dhairyam utsṛjya bhārata
die Standhaftigkeit aufgebend, Bhārata (Akk.Sg./Abs./Vok.)
Gāndhārī sprach: Die Pāṇḍavas und die Dhārtarāṣṭras haben einander Schaden zugefügt, Kṛṣṇa. Warum hast du sie, Janārdana, zugrunde gehen lassen und übergangen?
Wort für Wort
gāndhārī uvāca
Gāndhārī sprach (Nom.Sg.f./Perf.3.Sg.)
pāṇḍavāḥ dhārtarāṣṭrāḥ ca
die Pāṇḍavas und die Dhārtarāṣṭras (Nom.Pl.)
drugdhāḥ kṛṣṇa parasparam
haben einander Böses angetan, Kṛṣṇa (Part.Nom.Pl./Vok./Adv.)
śaktena bahubhṛtyena vipule tiṣṭhatā bale; ubhayatra samarthena śrutavākyena caiva ha
Du warst mächtig, hattest viele Diener, standest inmitten einer gewaltigen Streitmacht, warst beiden Seiten gewachsen und bist einer, dessen Wort man hört.
Wort für Wort
śaktena bahubhṛtyena
der du fähig bist, mit vielen Dienern (Instr.Sg./Instr.Sg.)
vipule tiṣṭhatā bale
in einem großen Heer stehend (Lok.Sg./Part.Instr.Sg./Lok.Sg.)
ubhayatra samarthena
auf beiden Seiten vermögend (Adv./Instr.Sg.)
śrutavākyena ca ha
mit angehörtem Wort, ja fürwahr (Instr.Sg./Part./Part.)
śrutavākya ist doppeldeutig: einer, dessen Rede gehört wird, oder einer, der Wort(e) gehört hat; erstere Lesart gewählt. [?]
patiśuśrūṣayā yan me tapaḥ kiṃ cid upārjitam; tena tvāṃ duravāpātmañ śapsye cakragadādhara
Durch das, was ich durch den Dienst an meinem Gatten an Askese erworben habe, damit werde ich dich verfluchen, du schwer Erreichbarer, Träger von Diskus und Keule.
Wort für Wort
patiśuśrūṣayā
durch den Dienst am Gatten (Instr.Sg.)
yat me tapaḥ kiṃ cit
welche meine Askese, irgendeine (Rel./Gen.Sg./Nom.Sg./Ind.)
upārjitam tena
erworben, damit (Part.Nom.Sg./Instr.Sg.)
tvām duravāpātman
dich, du schwer zu Ergründender (Akk.Sg./Vok.)
śapsye cakragadādhara
werde ich verfluchen, Träger von Diskus und Keule (Fut.1.Sg./Vok.)
Auch du, Madhusūdana, wirst, wenn das sechsunddreißigste Jahr herangekommen ist, als einer, dessen Verwandte, Minister und Söhne erschlagen sind, im Wald umherziehen,
Wort für Wort
tvam api
auch du (Nom.Sg./Part.)
upasthite varṣe ṣaṭtriṃśe
wenn das sechsunddreißigste Jahr da ist (Lok.abs.)
madhusūdana
Madhusūdana (Vok.)
hatajñātiḥ hatāmātyaḥ
mit erschlagenen Verwandten, mit erschlagenen Ministern (Bahuvrīhi Nom.Sg.)
hataputraḥ vanecaraḥ
mit erschlagenen Söhnen, im Wald umherziehend (Nom.Sg./Nom.Sg.)
Auch deine Frauen, deren Söhne erschlagen sind und deren Verwandte und Angehörige gefallen sind, werden so niederstürzen, wie diese Frauen der Bharatas hier.
Wort für Wort
tava api evam
auch deine, so (Gen.Sg./Part./Adv.)
hatasutāḥ
mit erschlagenen Söhnen (Nom.Pl.)
nihatajñātibāndhavāḥ
deren Verwandte und Angehörige erschlagen sind (Nom.Pl.)
striyaḥ paripatiṣyanti
die Frauen werden niederstürzen (Nom.Pl./Fut.3.Pl.)
„Den Vernichter des Vṛṣṇi-Kreises gibt es außer mir keinen anderen, Edle. Ich weiß, dass du dies ebenso als Vollbrachtes vollziehst, o Kṣatriyā [?].“
Wort für Wort
saṃhartā vṛṣṇicakrasya
der Vernichter des Vṛṣṇi-Kreises (Nom.Sg./Gen.Sg.)
na anyaḥ mat vidyate
kein anderer außer mir findet sich (Neg./Nom.Sg./Abl.Sg./3.Sg.Pass.)
śubhe
Edle (Vok.Sg.f.)
jāne aham etat api evam
ich weiß, dies ebenso (1.Sg.Präs./Nom.Sg./Akk.Sg./Part./Adv.)
cīrṇaṃ carasi kṣatriye
Vollbrachtes vollziehst du, o Kṣatriyā (Part.Akk.Sg./2.Sg.Präs./Vok.Sg.f.)
Zweiter Satz unsicher: cīrṇaṃ carasi kṣatriye ist syntaktisch schwierig (etwa: du vollziehst eine [schon] vollbrachte Tat / Wiederholung, oder Verderbnis). [?]
avadhyās te narair anyair api vā devadānavaiḥ; parasparakṛtaṃ nāśam ataḥ prāpsyanti yādavāḥ
„Für andere Menschen oder auch für Götter und Dānavas sind sie unverletzbar; daher werden die Yādavas ein Verderben erlangen, das sie einander selbst bereiten.“
Wort für Wort
avadhyāḥ te naraiḥ anyaiḥ
unverletzbar sie durch andere Menschen (Nom.Pl./Nom.Pl./Instr.Pl./Instr.Pl.)
api vā devadānavaiḥ
oder auch durch Götter und Dānavas (Part./Part./Instr.Pl.)
parasparakṛtaṃ nāśam
ein von ihnen gegenseitig herbeigeführtes Verderben (Akk.Sg./Akk.Sg.)
ataḥ prāpsyanti yādavāḥ
daher werden erlangen die Yādavas (Adv./Fut.3.Pl./Nom.Pl.)