Kapitel 9: vidurasāntvanaṃ dhṛtarāṣṭrasya raṇabhūmigamanam
Viduras Trost und der Aufbruch des Königs mit den klagenden Frauen zum Schlachtfeld
Nach Saṃjayas Nachricht vom Tod aller Kämpfer tröstet Vidura den niedergesunkenen Dhṛtarāṣṭra mit Lehrworten über Zeit und Heldentod; dann bricht der König mit Gāndhārī, Kuntī und den Frauen der Kurus zum Schlachtfeld auf. Die lange Sternpassage (Einheit 2) ist textlich uneinheitlich.
tathaiva kauravo rājā dharmaputro mahāmanāḥ; kṛpaprabhṛtayaś caiva kim akurvata te trayaḥ; aśvatthāmnaḥ śrutaṃ karma śāpaś cānyonyakāritaḥ; vaiśaṃpāyana uvāca; vṛttāntam uttaraṃ brūhi yad abhāṣata saṃjayaḥ; hate duryodhane caiva hate sainye ca sarvaśaḥ; saṃjaya uvāca; saṃjayo vigataprajño dhṛtarāṣṭram upasthitaḥ; āgamya nānādeśebhyo nānājanapadeśvarāḥ; pitṛlokaṃ gatā rājan sarve tava sutaiḥ saha; yācyamānena satataṃ tava putreṇa bhārata; ghātitā pṛthivī sarvā vairasyāntaṃ vidhitsatā; putrāṇām atha pautrāṇāṃ pitṝṇāṃ ca mahīpate; ānupūrvyeṇa sarveṣāṃ pretakāryāṇi kāraya; vaiśaṃpāyana uvāca; tac chrutvā vacanaṃ ghoraṃ saṃjayasya mahīpatiḥ; gatāsur iva niśceṣṭo nyapatat pṛthivītale; taṃ śayānam upāgamya pṛthivyāṃ pṛthivīpatim; viduraḥ sarvadharmajña idaṃ vacanam abravīt; uttiṣṭha rājan kiṃ śeṣe mā śuco bharatarṣabha; eṣā vai sarvasattvānāṃ lokeśvara parā gatiḥ; abhāvādīni bhūtāni bhāvamadhyāni bhārata; abhāvanidhanāny eva tatra kā paridevanā; na śocan mṛtam anveti na śocan mriyate naraḥ; evaṃ sāṃsiddhike loke kimartham anuśocasi; ayudhyamāno mriyate yudhyamānaś ca jīvati; kālaṃ prāpya mahārāja na kaś cid ativartate; kālaḥ karṣati bhūtāni sarvāṇi vividhāny uta; na kālasya priyaḥ kaś cin na dveṣyaḥ kurusattama; yathā vāyus tṛṇāgrāṇi saṃvartayati sarvataḥ; tathā kālavaśaṃ yānti bhūtāni bharatarṣabha; ekasārthaprayātānāṃ sarveṣāṃ tatra gāminām; yasya kālaḥ prayāty agre tatra kā paridevanā; yāṃś cāpi nihatān yuddhe rājaṃs tvam anuśocasi; aśocyā hi mahātmānaḥ sarve te tridivaṃ gatāḥ; na yajñair dakṣiṇāvadbhir na tapobhir na vidyayā; tathā svargam upāyānti yathā śūrās tanutyajaḥ; sarve vedavidaḥ śūrāḥ sarve ca caritavratāḥ; sarve cābhimukhāḥ kṣīṇās tatra kā paridevanā; śarīrāgniṣu śūrāṇāṃ juhuvus te śarāhutīḥ; hūyamānāñ śarāṃś caiva sehur uttamapūruṣāḥ; evaṃ rājaṃs tavācakṣe svargyaṃ panthānam uttamam; na yuddhād adhikaṃ kiṃ cit kṣatriyasyeha vidyate; kṣatriyās te mahātmānaḥ śūrāḥ samitiśobhanāḥ; āśiṣaṃ paramāṃ prāptā na śocyāḥ sarva eva hi; ātmanātmānam āśvāsya mā śucaḥ puruṣarṣabha; nādya śokābhibhūtas tvaṃ kāryam utsraṣṭum arhasi
[Janamejaya:] Und ebenso der Kaurava-König, der hochsinnige Sohn des Dharma [Yudhiṣṭhira]: Was taten jene drei, Kṛpa und die Übrigen? Das Werk des Aśvatthāman ist gehört [worden], und der gegenseitig herbeigeführte Fluch. Vaiśaṃpāyana sprach: Berichte den weiteren Verlauf, was Saṃjaya sagte, als Duryodhana erschlagen war und das Heer allseits erschlagen war. Saṃjaya sprach: Saṃjaya, seiner Besinnung beraubt [?], trat zu Dhṛtarāṣṭra. Aus verschiedenen Ländern gekommen, sind die Herren der verschiedenen Landschaften, König, alle samt deinen Söhnen in die Welt der Väter gegangen. Von deinem Sohn, Bhārata, der beständig [darum] gebeten wurde und das Ende der Feindschaft herbeiführen wollte [?], wurde die ganze Erde erschlagen. Laß der Reihe nach für alle die Totenriten vollziehen, Herr der Erde: für die Söhne, dann die Enkel und die Väter. Vaiśaṃpāyana sprach: Als der Erdherr diese schreckliche Rede Saṃjayas gehört hatte, fiel er wie ein Lebloser regungslos zu Boden. Zu ihm, dem Herrn der Erde, der auf der Erde lag, trat Vidura, der alle Rechtsordnungen kannte, und sprach diese Worte: „Steh auf, König, was liegst du da? Trauere nicht, Stier der Bharatas. Dies ist ja für alle Wesen, Herr der Welt, das höchste Ziel. Die Wesen haben das Nichtsein zum Anfang, das Sein zur Mitte, Bhārata, und das Nichtsein zum Ende; was gibt es da zu klagen? Nicht folgt man dem Toten, indem man trauert, und nicht stirbt der Mensch, indem er trauert. In dieser so [naturhaft] vollendeten Welt, weshalb betrauerst du [sie]? Wer nicht kämpft, stirbt, und wer kämpft, lebt; hat er seine Zeit erreicht, Großkönig, entgeht ihr keiner. Die Zeit zieht alle die mannigfachen Wesen dahin; keiner ist der Zeit lieb, keiner verhasst, Bester der Kurus. Wie der Wind die Grashalmspitzen ringsum umherwirbelt, so geraten die Wesen unter die Gewalt der Zeit, Stier der Bharatas. Unter allen, die in einem Zug gemeinsam aufgebrochen sind und dorthin gehen: wessen Zeit voranschreitet, was gibt es da zu klagen? Und jene, die im Kampf erschlagen wurden und die du betrauerst, König: Nicht zu beklagen sind jene Hochgesinnten, alle sind sie in den Himmel gegangen. Nicht durch Opfer mit reichen Priestergaben, nicht durch Bußübungen, nicht durch Wissen gelangen sie so in den Himmel, wie Helden, die den Leib hingeben. Alle waren Veda-Kundige, Helden, alle hatten ihre Gelübde geübt, alle sind, dem Feind zugewandt, gefallen; was gibt es da zu klagen? In den Leibesfeuern der Helden opferten sie Pfeilspenden, und die dargebrachten Pfeile ertrugen jene besten Männer. So, König, künde ich dir den himmelwärts führenden, höchsten Pfad; nichts Höheres als den Kampf gibt es hier für einen Kṣatriya. Jene Kṣatriyas, hochgesinnte Helden, Zierden der Versammlung, haben das höchste Ziel ihres Wunsches erlangt; alle sind nicht zu beklagen. Richte dich selbst durch dich selbst auf, trauere nicht, Stier unter den Männern; du darfst heute, von Trauer überwältigt, das Gebotene nicht preisgeben.“
Wort für Wort
tathaiva kauravo rājā dharmaputro mahāmanāḥ
und ebenso der Kaurava-König, der Sohn des Dharma, der hochsinnige (Nom.)
kṛpaprabhṛtayaś caiva kim akurvata te trayaḥ
Kṛpa und die Übrigen, was taten jene drei (Impf. Med.)
aśvatthāmnaḥ śrutaṃ karma śāpaś cānyonyakāritaḥ
des Aśvatthāman Tat ist gehört, und der gegenseitig bewirkte Fluch (Gen./Part.Pass./Nom.)
vaiśaṃpāyana uvāca
Vaiśaṃpāyana sprach (Perf.)
vṛttāntam uttaraṃ brūhi yad abhāṣata saṃjayaḥ
den weiteren Bericht sprich, was Saṃjaya sagte (Imp., Impf.)
hate duryodhane caiva hate sainye ca sarvaśaḥ
als Duryodhana erschlagen und das Heer ganz erschlagen war (Lok. abs.)
saṃjaya uvāca
Saṃjaya sprach (Perf.)
saṃjayo vigataprajño dhṛtarāṣṭram upasthitaḥ
Saṃjaya, seiner Besinnung beraubt [?], trat zu Dhṛtarāṣṭra (Nom./Part.Pass.)
āgamya nānādeśebhyo nānājanapadeśvarāḥ
aus verschiedenen Ländern gekommen, die Herren verschiedener Landschaften (Abs./Abl./Nom.Pl.)
pitṛlokaṃ gatā rājan sarve tava sutaiḥ saha
in die Welt der Väter gegangen, König, alle mit deinen Söhnen (Part.Pass./Vok./Instr.Pl.)
yācyamānena satataṃ tava putreṇa bhārata
von deinem beständig gebetenen Sohn, Bhārata (Instr./Part.Pass./Vok.)
ghātitā pṛthivī sarvā vairasyāntaṃ vidhitsatā
die ganze Erde wurde erschlagen, von dem, der das Ende der Feindschaft bewirken wollte [?] (Part.Kaus.Pass./Instr.Part.Des.)
putrāṇām atha pautrāṇāṃ pitṝṇāṃ ca mahīpate
der Söhne, dann der Enkel und der Väter, Herr der Erde (Gen.Pl./Vok.)
ānupūrvyeṇa sarveṣāṃ pretakāryāṇi kāraya
der Reihe nach für alle die Totenriten laß vollziehen (Instr./Gen.Pl./Akk.Pl./Imp.Kaus.)
vaiśaṃpāyana uvāca
Vaiśaṃpāyana sprach (Perf.)
tac chrutvā vacanaṃ ghoraṃ saṃjayasya mahīpatiḥ
diese schreckliche Rede Saṃjayas gehört habend, der Erdherr (Abs./Gen./Nom.)
gatāsur iva niśceṣṭo nyapatat pṛthivītale
wie ein Lebloser, regungslos, fiel er zu Boden (Impf.)
taṃ śayānam upāgamya pṛthivyāṃ pṛthivīpatim
zu ihm, dem auf der Erde liegenden Herrn der Erde, herangetreten (Abs./Part.Präs./Lok.)
viduraḥ sarvadharmajña idaṃ vacanam abravīt
Vidura, der alle Rechtsordnungen kennt, sprach diese Worte (Impf.)
uttiṣṭha rājan kiṃ śeṣe mā śuco bharatarṣabha
steh auf, König, was liegst du, trauere nicht, Stier der Bharatas (Imp./2.Sg.Präs./Prohib./Vok.)
eṣā vai sarvasattvānāṃ lokeśvara parā gatiḥ
dies ist ja für alle Wesen, Herr der Welt, das höchste Ziel (Nom./Gen.Pl./Vok.)
abhāvādīni bhūtāni bhāvamadhyāni bhārata
die Wesen mit Nichtsein als Anfang, Sein als Mitte, Bhārata (Bahuvrīhi/Nom.Pl./Vok.)
abhāvanidhanāny eva tatra kā paridevanā na śocan mṛtam anveti na śocan mriyate naraḥ
und mit Nichtsein als Ende; was gibt es da zu klagen (Bahuvrīhi/Nom.Sg.f.); nicht folgt man trauernd dem Toten, nicht stirbt trauernd der Mensch (Part.Präs./Akk./3.Sg.)
evaṃ sāṃsiddhike loke kimartham anuśocasi ayudhyamāno mriyate yudhyamānaś ca jīvati
in dieser so naturhaft vollendeten Welt, weshalb betrauerst du (Lok./2.Sg.Präs.); der Nichtkämpfende stirbt, der Kämpfende lebt (Part.Präs./3.Sg.Präs.)
seine Zeit erreicht habend, Großkönig, entgeht ihr keiner (Abs./Vok./3.Sg.Präs.); die Zeit zieht alle die mannigfachen Wesen dahin (3.Sg.Präs./Akk.Pl.)
na kālasya priyaḥ kaś cin na dveṣyaḥ kurusattama yathā vāyus tṛṇāgrāṇi saṃvartayati sarvataḥ
keiner ist der Zeit lieb, keiner verhasst, Bester der Kurus (Gen./Nom./Vok.); wie der Wind die Grashalmspitzen ringsum umherwirbelt (3.Sg.Kaus.)
tathā kālavaśaṃ yānti bhūtāni bharatarṣabha ekasārthaprayātānāṃ sarveṣāṃ tatra gāminām
so geraten die Wesen unter die Gewalt der Zeit, Stier der Bharatas (3.Pl.Präs./Vok.); unter allen, die in einem Zug aufgebrochen sind und dorthin gehen (Gen.Pl./Part.)
yasya kālaḥ prayāty agre tatra kā paridevanā yāṃś cāpi nihatān yuddhe rājaṃs tvam anuśocasi
wessen Zeit voranschreitet, was gibt es da zu klagen (3.Sg.Präs./Lok.); und jene im Kampf Erschlagenen, König, die du betrauerst (Akk.Pl./Part.Pass./Vok./2.Sg.)
aśocyā hi mahātmānaḥ sarve te tridivaṃ gatāḥ na yajñair dakṣiṇāvadbhir na tapobhir na vidyayā
nicht zu beklagen sind ja die Hochgesinnten, alle sind in den Himmel gegangen (Gerundiv/Nom.Pl./Part.Pass.); nicht durch Opfer mit Priestergaben, nicht durch Bußübungen, nicht durch Wissen (Instr.)
so gelangen sie in den Himmel wie Helden, die den Leib hingeben (3.Pl.Präs./Nom.Pl.); alle Veda-Kundige, Helden, und alle, die Gelübde geübt haben (Nom.Pl.)
sarve cābhimukhāḥ kṣīṇās tatra kā paridevanā śarīrāgniṣu śūrāṇāṃ juhuvus te śarāhutīḥ
und alle sind, dem Feind zugewandt, gefallen; was gibt es da zu klagen (Nom.Pl./Part.Pass.); in den Leibesfeuern der Helden opferten jene Pfeilspenden (Lok.Pl./Gen.Pl./Perf.3.Pl./Akk.Pl.)
und die dargebrachten Pfeile ertrugen die besten Männer (Part.Pass./Akk.Pl./Perf.3.Pl.); so, König, künde ich dir den himmelwärts führenden höchsten Pfad (1.Sg.Präs. Med./Akk.)
na yuddhād adhikaṃ kiṃ cit kṣatriyasyeha vidyate kṣatriyās te mahātmānaḥ śūrāḥ samitiśobhanāḥ
nichts Höheres als den Kampf gibt es hier für den Kṣatriya (Abl./Gen./3.Sg.Pass.); jene Kṣatriyas, Hochgesinnte, Helden, Zierden der Versammlung (Nom.Pl.)
āśiṣaṃ paramāṃ prāptā na śocyāḥ sarva eva hi ātmanātmānam āśvāsya mā śucaḥ puruṣarṣabha
haben höchsten Wunsch(erfolg) erlangt, alle sind nicht zu beklagen (Akk./Part.Pass./Gerundiv); dich selbst durch dich selbst aufgerichtet, trauere nicht, Stier unter den Männern (Instr./Akk./Abs./Prohib.)
nādya śokābhibhūtas tvaṃ kāryam utsraṣṭum arhasi
nicht heute darfst du, von Trauer überwältigt, das Gebotene preisgeben (Part.Pass./Inf./2.Sg.Präs.)
Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert). Sternpassage (nur in einem Teil der Handschriften). Der Sprecherwechsel ist uneinheitlich: Nach „Vaiśaṃpāyana uvāca“ folgt eine Aufforderung an Vaiśaṃpāyana selbst; „saṃjayo … upasthitaḥ“ steht als Erzählung in der 3. Person unter „saṃjaya uvāca“. Die Verse von „saṃjayo“ bis „pretakāryāṇi kāraya“ wirken verderbt; vairasyāntaṃ vidhitsatā ist unsicher.
Vaiśaṃpāyana sprach: Als er dies gehört und, o Bester der Männer, lange nachgedacht hatte, ganz benommen, sprach er: „Laß Saṃjaya herbeiholen [?]“, und antwortete dem Vidura.
Wort für Wort
vaiśaṃpāyana uvāca
Vaiśaṃpāyana sprach (Perf.)
etac chrutvā naraśreṣṭha
dies gehört habend, Bester der Männer (Abs./Vok.)
ciraṃ dhyātvā tv acetanaḥ
lange nachgedacht habend, bewusstlos/benommen (Abs./Nom.)
saṃjayaṃ yojayety uktvā
„Saṃjaya laß herbeiführen/einsetzen [?]“, so gesprochen habend (Imp.Kaus./Abs.)
viduraṃ pratyabhāṣata
antwortete dem Vidura (Impf. Med.)
yojaya ist hier unsicher (herbeiführen, einsetzen, bereitmachen).
evam uktvā sa dharmātmā viduraṃ dharmavittamam; śokaviprahatajñāno yānam evānvapadyata
So zu Vidura, dem besten Kenner des Dharma, gesprochen habend, ging er, der Dharma-Gesinnte, dessen Einsicht von Trauer zerschlagen war, eben zum Wagen.
Wort für Wort
evam uktvā sa dharmātmā
so gesprochen habend, er, der Dharma-Gesinnte (Abs./Nom.)
viduraṃ dharmavittamam
zu Vidura, dem besten Kenner des Dharma (Akk.)
śokaviprahatajñāno
dessen Erkenntnis von Trauer zerschlagen war (Bahuvrīhi/Nom.)
Der Kṣattṛ [Vidura] tröstete sie, war aber selbst noch mehr bekümmert als jene; er ließ die Tränenerstickten aufsteigen [in die Wagen] und zog dann aus der Stadt aus.
Wort für Wort
tāḥ samāśvāsayat kṣattā
sie tröstete der Kṣattṛ (Impf.Kaus./Nom.)
tābhyaś cārtataraḥ svayam
und mehr bekümmert als sie, selbst (Abl./Komp.)
aśrukaṇṭhīḥ samāropya
die mit tränenerstickter Kehle [Frauen] aufsteigen lassend (Akk.Pl.f./Abs.)
Die Frauen, die früher nicht einmal von Götterscharen gesehen worden waren, wurden damals, da ihre Herren erschlagen waren, von gewöhnlichen Leuten gesehen.
Wort für Wort
adṛṣṭapūrvā yā nāryaḥ
die Frauen, die vorher ungesehen waren (Nom.Pl./Part.Pass.)
purā devagaṇair api
früher auch von Götterscharen (Instr.Pl.)
pṛthagjanena dṛśyanta
wurden von gewöhnlichem Volk gesehen (Instr./3.Pl.Pass.)
tās tadā nihateśvarāḥ
jene damals, deren Herren erschlagen waren (Bahuvrīhi/Nom.Pl.)