Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 3

Hymne 3.10 An den tausendäugigen Gott um Gnade

mṛtyur eko yama ekaḥ / śarva ekaḥ śarur bhavaḥ | / te naḥ kṛṇvantu bheṣajaṃ / devasenābhyas pari ||

Der Tod ist einer, Yama einer, / Śarva einer, Śaru einer, Bhava: / sie sollen uns ein Heilmittel machen / vor den Götterheeren [schützend].

punar no yamaḥ pitṛbhir dadātu / punar mitrāvaruṇā vāto agniḥ | / aghamāro aghaśaṃsaḥ punar dāt / punar no devī nirṛtir dadātu ||

Wieder soll uns Yama mit den Vätern [das Leben] geben, / wieder Mitra und Varuṇa, Vāta und Agni. / Der Unheil-Tötende, der Unheil-Wünschende soll wieder geben; / wieder soll uns die Göttin Nirṛti geben.

yā devaiḥ prahiteṣuḥ patāt / tapase vā mahase vāvasṛṣṭā | / somas tvām asmad yāvayatu vidvān / pitaro vā devahutā nṛcakṣasaḥ ||

Der von den Göttern geschleuderte Pfeil, der flog, / sei es zur Glut oder zur Macht losgelassen: / Soma soll ihn, der Wissende, von uns abwenden, / oder die Väter, die götterberufenen, menschenschauenden.

sahasrākṣo amartyaḥ / pururūpa ihāvatu | / sakhye ta ugra mā riṣaṃ / sahaguḥ sahapūruṣaḥ ||

Der Tausendäugige, Unsterbliche, / Vielgestaltige soll uns hier schützen. / In deiner Freundschaft, Gewaltiger, möge ich nicht verletzt werden, / samt Rindern, samt Männern.

yas te manyuḥ sahasrākṣa / viṣeṇa pariṣicyate | / tena tvam asmabhyaṃ mṛḍa / śivo naḥ śambhur ā cara ||

Dein Zorn, Tausendäugiger, / der mit Gift umgossen wird: / mit ihm sei uns gnädig; / freundlich, heilbringend wandle zu uns.

mā te mayau sahasrākṣa / bhāme bhūn māmakaṃ jagat | / yo no dveṣṭi taṃ gaccha / yaṃ dviṣmas taṃ jahi ||

Nicht soll in deiner Lust [und] deinem Zorn, Tausendäugiger, / mein Lebendiges [zugrunde gehen] [?]. / Wer uns hasst, zu dem geh; / den wir hassen, den erschlage.