Der Ochse hielt die Erde und jenen Himmel; / der Ochse hielt den weiten Luftraum; / der Ochse hielt die sechs weiten Himmelsrichtungen; / der Ochse ist in diese ganze Welt eingegangen.
anaḍvān duhe sukṛtasya loka / ainaṃ pyāyeta pavamānaḥ purastāt | / parjanyo dhārā maruta ūdho asya / yajñaḥ payo dakṣiṇā doho asya ||
Der Ochse melkt die Welt der Guttat; / zu ihm soll der Läuternde [Soma] von vorn anschwellen. / Parjanya ist der Strahl, die Maruts das Euter, / das Opfer die Milch, die Dakṣiṇā [Opferlohn] sein Melken.
anaḍvān indraḥ sa paśubhyo vi caṣṭe / trayāṃ chakropa mimīte adhvanaḥ | / sa bhūtaṃ bhaviṣyad bhuvanaṃ duhānaḥ / sarvā devānāṃ bibhrac carati vratāni ||
Der Ochse ist Indra; er überblickt das Vieh; / Śakra misst die drei Wege ab. / Er, das Gewesene und das Kommende melkend, / alle Gebote der Götter tragend, wandelt.
yasya neśe yajñapatir na yajño / nāsya dāteśe na pratigrahītā | / yo viśvabhṛd viśvakarmā / gharmaṃ no brūta yatamaś catuṣpāt ||
Über den der Opferherr nicht gebietet, nicht das Opfer, / über den weder der Geber gebietet noch der Empfänger, / der Allträger, Allwirker: / nennt uns die Glut – welcher der Vierfüßler [ist es]?
indra eṣa manuṣyeṣv antar / gharmas taptaś carati śośucānaḥ | / suprajā asat sa udāre na sarṣad / yo nāśnīyād anaḍuho vijānan ||
Indra ist dieser unter den Menschen, / die Glut, glühend, strahlend wandelnd. / Der soll gute Nachkommen haben und nicht im Leeren [?] kriechen, / der nicht [Fleisch] des Ochsen essen möge, wissend.
Durch den die Götter zum Himmelslicht aufstiegen, / den Leib verlassend, in die Stätte des Unsterblichen: / durch ihn wollen wir zur Welt der Guttat gehen, / durch das Gelübde der Glut, mit Ruhm, mit Askese.
Mit den Füßen die Sedi [?] zertretend, / mit den Schenkeln die Nahrung aufwühlend: / durch Mühe erlangen der Ochse / und der Pflüger den Kīlāla (Süßtrank).
indro balenāsi parameṣṭhī / vratena yena gaus tena vaiśvadevaḥ | / yo asmān dveṣṭi yaṃ vayaṃ dviṣmas / tasya prāṇān saṃ bṛhat tasya prāṇān vi vṛha ||
Durch Kraft bist du Parameṣṭhin (der Höchststehende), / durch das Gelübde, wodurch [du] Rind [bist], dadurch [bist du] Allgötter-zugehörig. / Wer uns hasst und wen wir hassen: / dessen Lebenshauch binde zusammen, dessen Lebenshauch reiß auseinander.